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Archive for Januar 2012

„Teufel, ist die Dame sexy.“ (von Eddie)
„Ja, das bin ich auch!“ Und musste lachen.“ Silvia Plath.
Ich hatte schon von ihr, Silvia Plath, gelesen, aber dass sie so sehr meinen eigenen Gefühlen und Gedanken aus dem Herzen schreibt? (Aber sie war Schriftstellerin.) Bis jetzt war sie eher die Frau, begnadete Schriftstellerin, die sich leider viel zu früh aus dem Leben stahl. Ich habe ihre Briefe noch nicht alle gelesen, aber ich hab das Empfinden in einen Sog geraten zu sein. Die Zeilen könnten meine eigenen sein, nicht die der Ereignisse, obwohl ich sie sehr gut verstehe, aber die der Eindrücke.
Nur dass ich und ja, ich spreche es aus (obwohl ich mich für diesen negativen Ausspruch schäme), ich bin nicht so gut, wie sie. Kann ich jemals an so eine Frau heran kommen? Andererseits fragte sich Silvia das Gleiche. Sie beschreibt sich in einem Brief als Nebensaalphilosophin, ich bin die Autofahrphilosophin. Ich würde auch Nebenlebenphilosophin schreiben, aber das würde es nicht richtig treffen, glaube ich. Obwohl ich auch aus dem Leben philosophiere, doziere und diagnostiziere. Aber was kann ich tun, um eine Hauptphilosophin oder Schreiberin zu sein. Nicht eine, die sich die Stunden stiehlt.
Habe ich schon ein bisschen aufgegeben. Den Gedanken verbiete ich mich strikt! Aufgeben niemals…!!! Warum wage ich nicht mal meine eigenen Sachen zu schreiben, wenn ich in den Workbooks für den Schreibkurs lese. Einfallen tut mir eine Menge, aber ich blättere weiter und schiebe meine Gedanken elegant wieder in die hinteren Regionen meines Hirns.
Ist es der Gedanke noch mehr angefangene Sachen zu haben? Aber von nichts kommt nichts und nur wer schreibt übt sich. Hab ich Angst vor Erfolg? Silvia arbeitete wie besessen, für ihr Studium, sie schrieb und war wohl auch Schülersprecherin usw. Sie reichte ihre Arbeiten bei vielen Zeitschriften ein, um sich einen Namen zu machen.
Ich kann hier nicht so rumsitzen und darauf warten, dass irgendwann etwas passiert. Also was tun? Eine Freundin sagte, am besten sind mein Texte, wenn sie „ich“ sind. Wie kann ich mehr solche Texte schreiben. Wenn sie kommen, sind sie gut. Weil sie aus einer „Laune“ heraus kommen, so wie meine Geschichtsanfänge.
Das Weitermachen ist der Punkt und die Frage nach der Mittelmäßigkeit. Ist das wirklich gut? Welche Idee lohnt es weiter zu verfolgen? Wie weit muss oder darf ich in meinen Texten gehen? Fragen über Fragen, aber vom sinnieren löst sich das Ganze auch nicht. Allein in dem Prozess des Schreibens kann sich etwas tun.
Da fällt mir dann nur noch eins ein: Ran an den Stift, Teufel ist die Dame sexy!

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Wenn ich das wüsste! Habe ich doch vor einiger Zeit so etwas Ähnliches geschrieben. Aber ich nicht worum es geht. Glücklich sein, selbstverwirklichen, was ist das?
Schreiben können. Das ist es, was ich will und das ist es, was nicht klappt. Weil ich mich drücke. Ja, meine Selbstdisziplin ist zurzeit minimal. Das blöde ist, dass ich weiß was ich schreiben könnte und es nicht tue. Da kann ich mich noch nicht einmal damit entschuldigen, dass ich im schwarzen Loch festhänge.
Ich kann nur mir selbst die Schuld geben. Mein Mann lacht nur und sagt, er macht das periodisch alle zwei Monate mit. Hahaha!!! Ich muss das auch mitmachen, aber ich kann nicht darüber lachen, sondern quäle mich. Jeden morgen wenn ich aufstehe und weiß ich habe Zeit, dann quält mich mein Gewissen.
Wenn ich wenigstens irgendwas schreiben könnte, aber auch das geht nicht wirklich. Ich könnte verrückt werden und meinen Kopf gegen die Wand schlagen. Aber meine Familie wäre wohl nicht sehr erfreut, wenn sie mich von der Tapete kratzen müsste, also lasse ich es lieber.
Also worum es eigentlich geht weiß ich auch nicht. Vielleicht finde ich es ja irgendwann einmal heraus. Habe ja dieses Jahr wieder 366 Tage Zeit es herauszufinden.

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Was ist das? Gibt es das? Ich glaube daran, dass es einen oder einige Seelenverwandte gibt. Aber wer ist das? Kenne ich ihn oder sie, oder noch nicht. Ist Seelenverwandtschaft das, was ich mir vorstelle?

Wikipedia:

Als eine Seelenverwandtschaft bezeichnet man eine Beziehung zwischen zwei Menschen, die sich dadurch auszeichnet, dass beide Personen ähnlich empfinden und denken. Ein Seelenverwandter ist eine Person, mit der man ein Gefühl tiefer oder natürlicher Ähnlichkeit, Liebe, Intimität, Sexualität oder Spiritualität hat.
Im Phaidros Platons wird die Ursache dieses Empfindens beschrieben und eine Quelle für die Empfindung der Liebe und Freundschaft dargestellt. In diesem Mythos erzählt Platon, wie die Seele ihre Federn verliert und dabei auf die Erde stürzt. In den Körpern eingeschlossen haben sie keine Ahnung mehr von ihrem früheren Leben und existieren ohne Erinnerung – bis sie in die Augen eines Anderen blicken bzw. das Schöne erblicken:
Durchwärmt nämlich wird der Liebende, indem er durch die Augen den Zufluss der Schönheit aufnimmt, durch welchen seine gefiederte Seele gleichsam begossen wird. Ist er nun durchwärmt, so schmilzt um die Keime des Gefieders hinweg, was schon seit langem sie verschloss und sie hinderte hervorzutreiben. Denn dass er wie in einem Spiegel in dem Liebenden sich selber beschaut, weiß er nicht und wenn jener nun gegenwärtig ist, so hat auch er gleichsam jene Befreiung von den unerträglichen Schmerzen.(Platon, Phaidros)

Fee meint, dass Seelenverwandtschaft ist, wenn die Menschen sehr stark mit einander verbunden sind. Jörg sagt: Das der eine das fühlt, was der andere empfindet, oder man die Gedanken des anderen fortsetzen kann. Hanni meint, Judith wäre ihre Seelenverwandte. Das stützt meine Ansicht das Seelenverwandtschaft nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. Was Platon dazu sagt, steht ja oben. Ich finde den Gedanken äußerst hübsch. Irgendwie muss man diese plötzliche Sympathie, das Verstehen als würde man sich schon ewig kennen, ja erklären.

Aber es ist doch merkwürdig, dass sogar Menschen, die an „Nichts“ (Gott) glauben… daran glauben, dass es verwandte Seelen gibt (so wie Jörg), denn eigentlich dürfte das Evolutionstechnisch ja nicht möglich sein. Das sich aus Amöben Seelenverwandte entwickelt haben, scheint mir doch sehr suspekt.

Michi: Seele ist das spirituelle Ich, und wenn zwei Menschen ein gemeinsames Ich haben, dann weiß der eine warum der andere das tut oder sagt. Fee: Wenn man den anderen auch ohne Worte verstehen kann und ihn so liebt wie er ist. Und wenn sie sich verlieren können sie sich immer wieder finden.

Ist jeder mit dem man sich versteht ein Seelenverwandter? Ich denke eher nicht, das wäre schon ein bisschen komisch, aber es gibt sicher mehr als einen. Jörg meint, dass es Seelenverwandtschaft auf verschiedene Weise gibt. Seelenverwandtschaft hat nichts mit Sex zutun (kann aber vorkommen). Wenn man Glück hat, ist die Person mit der man zusammen lebt auch ein Seelenverwandter. Aber das muss nicht zwangsläufig so sein.

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Leiden eines Schriftstellers

Ich suhle mich in meiner Einsamkeit
Dünge meine Zweifel mit Finsternis
Suche die Fülle in meiner inneren Leere
Spür den endlosen Regen fallen

Schwer trägt die Erde meine Last
Immer tiefer sinke ich in den Morast
Kein Weg mehr zu erkennen
Nur endlose Straßen ohne Ziel

Tintenspuren auf Papier
Zerlaufen durch den Regen
Tausend Fragen quälen mich
Die Antworten bleib ich schuldig

Manchmal Schreien, manchmal Flüstern
Eingesperrt in meinem Kopf
Kann ich der Hölle nicht entfliehen
Trost ist nur ein Wort

Nichts hat mehr Bedeutung
Als die die ich nicht finden kann
Nicht eine Minute hab ich Ruhe
Nicht ein Traum kühlt meine Sinne

Wie lange kann die Fackel brennen
Wenn sie an beiden Seiten angesteckt
Bis der letzte Atemzug vergangen
Der letzte Gedanke vergessen ist

Jedes Wort ein Segen und ein Fluch
Zugleich und nicht desgleichen
Sind meine Drogen und mein Rausch
Stark und bitter, wie die Liebe

Es fängt nicht an
Und hört doch niemals auf
Die Flamme brennt bis zum Ende

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