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Archive for Mai 2013

Heute mal kein Gedicht von mir 😉 . Aber beim Durchblättern eines kleinen Gedichtbändchens bin ich auf diesen schönen Vers gestoßen und wollte ihn euch nicht vorenthalten:

Du blauer Flieder sinke über mich

in heißer Mittagsstunde

und lass mich deiner Seele nahe sein.

Das Herz klopft abgrundbang,

vergänglich scheint ihm plötzlich Alles, vergänglich

die schwarze Erde reibt an ihm.

Nun sinke du blauer Flieder über mich

und löse in Düften das harte Leid.

                                                            Alfred Mombert

 

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Alice versuchte sich zu erinnern, wer ihr den Schlüssel gegeben hatte. Selbst an den Zeitpunkt, an dem er in ihren Besitz gelangte konnte sie sich nicht erinnern. Vielleicht war er schon immer im Besitz ihrer Familie, andererseits schien er uralt zu sein und niemand aus ihrer Familie, soweit sie zurück denken konnte, war jemals im Besitz einer Burg oder eines Schlosses gewesen.

Zuerst hatte Alice angenommen, dass der Schlüssel zu einem alten Keller gehörte, aber dazu war er einfach zu kostbar. Sie hatte ihn Dr. Winter, ihrem Professor für Kunstgeschichte, gezeigt. Er war der Ansicht, der Schlüssel könnte zu einer Geldtruhe gehören, wie sie Adelige im Mittelalter besaßen. Das hörte sich geheimnisvoll an, brachte Alice aber nicht weiter. Also gab sie es auf weitere Nachforschungen anzustellen. – Bis zu dem Abend, als sie in ihre kleine Studentenwohnung kam und das Chaos eines Einbruchs vorfand.

Die Eindringlinge hatten alles durchwühlt. Ihre Bücher aus dem Regal gerissen, ihre Matratze und Kissen aufgeschlitzt, die Küchenschränke leergeräumt. Die Einbrecher hatten keinen Stein auf dem anderen gelassen und beinahe das gesamte Inventar in Schutt und Asche gelegt. Alice stand da. Fassungslos. Ihr traten Tränen in die Augen. Was hatten sie gesucht? Das, was am meisten kostete, ihren Laptop, hatten sie stehen lassen. Sonst besaß sie nichts von Wert, selbst ihr Schmuck bestand zu 90 % aus Modeschmuck. Zum Glück hatte ihr Vater eine kleine Hausratversicherung für sie abgeschlossen, Studentenrabatt. Trotzdem machte Alice die brutale Verwüstung Angst. Sie kramte ihr Handy aus ihrem Rucksack und wollte gerade die 110 wählen, als sie den Zettel auf ihrem Laptop bemerkte. In krakeligen Buchstaben stand da: „Wo ist der Schlüssel? 24 Uhr, Goethedenkmal. Komm allein, sonst wirst du es bereuen.“

Instinktiv fasste Alice nach dem Lederband, das sie um den Hals trug. Das hatten sie also gesucht! Einen silbernen Schlüssel, fein geprägt und ziseliert, mit einem kreuzförmigen Rubin in der Reite, dem Griff. Wie viel war der Schlüssel wert, dass jemand ihre Wohnung zerstörte und sie bedrohte?

Alice steckte ihr Handy zurück in den Rucksack, machte auf dem Absatz kehrt und rannte die Treppe hinunter. Sie schnappte sich eines der alten Fahrräder, die auf dem hässlichen feuchten Hinterhof schon seit ewigen Zeiten vor sich hingammelten und raste Richtung Uni. Professor Winter hielt heute Abend einen Vortrag über Bauten im Rokoko. Sie musste ihn unbedingt sprechen.

Dieser Anfang einer Geschichte enstand im Schreibkurs. Der fettgedruckte erste Satz war der Schreibanlass. Ich denke, dass es eine Fortsetzung geben wird 🙂 . Schließlich geht es jetzt erst richtig los.

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„Sara!“

Ich glaube, ich habe meinen Namen gehört. Suchend drehe ich nach einem bekannten Gesicht zwischen den vielen Menschen in der Lobby um. Patrick, einer unserer Studenten, die sich bei uns ihr Studium finanzieren, winkt mir zu und sieht mich mit einem strahlenden Lächeln an. Ich gehe zu ihm.

„Hi Patrick, ich dachte, du bist schon auf dem Weg nach Hause.“

Ich erwidere sein Lächeln.

„Dachte ich auch. Aber ich habe die blöde Straße so lange gesucht, dass ich es nicht eher geschafft habe. Dafür bist du ganz schön früh.“

Sein forschender Blick macht mich verlegen.

„Ach, ich bin gut durchgekommen.“

Ich zögere kurz und schaue ihn unter gesenkten Lidern an. Patrick grinst, fährt sich mit den Fingern durch die dunklen Haare.

„Bist du morgen auch da?“

„Nein. Morgen ist Schreibtag.“

Ich mache eine ungelenke Handbewegung. Oh, Gott, wie peinlich, ich führe mich auf, wie ein Schulmädchen.

„Na, dann viel Spaß.“

„Danke, dir auch.“

Ich nicke Patrick zu und gehe. Eigentlich wollte ich auf dem schnellsten Weg nach Hause, aber nach dem kurzen Gespräch mit Patrick hätte ich viel mehr Lust mich mit ihm irgendwo in ein Straßencafe zu setzen, einen Milchkaffee zu trinken und in seine bernsteinfarbenen Augen zu sehen.

Ich schließe mein Fahrrad auf, packe meine Tasche in den Korb und fahre los. Die lange ersehnten Sonnenstrahlen haben die Luft angenehm erwärmt und ich habe das Gefühl zehn Jahre jünger zu sein. Ich seufze und genieße den sanften Wind auf meinem Gesicht. Ich nehme den Weg unter den Kastanien, an der Bücherei vorbei. Ein Auto bremst hinter mir.

„Sara!“

Ich bleibe stehen und drehe mich um.

„Ja?“

Patrick lächelt. Er lächelt viel und verbreitet gute Laune, wo immer er auftaucht.

„Hast du jetzt Zeit?“, fragt er.

Mein Herz schlägt plötzlich wie verrückt.

„Ja“, erwidere ich vorsichtig.

„Hast du Lust einen Spaziergang mit mir zu machen?“

Ich sehe Patrick leicht irritiert an.

„Ich kenne einen schönen Weg und am Ende gibt es ein hübsches Cafe, für eine Pause in der Sonne“, fährt er fort und sein Blick hat plötzlich etwas Bittendes.  

„OK.“

Ich schaue mich um. An dem Zaun kann ich mein Fahrrad anschließen. Danach steige ich in Patricks Auto, schnalle mich an und vermeide es ihn anzuschauen, weil ich weiß, dass er mich beobachtet. Mir fällt auf, dass es sehr sauber im Auto ist. „Unheilig“ singt den Song „Geboren, um zu leben“.

„Danke, dass du ja gesagt hast.“

Seine Stimme hat einen ernsteren Klang, als es die Situation erfordert, denke ich.

„Warum nicht“, ich versuche locker und heiter zu sein, „ich gehe gerne spazieren. Besonders in der Sonne und Kaffee …“

„… geht immer“, ergänzt Patrick und lächelt wieder.

Ich drücke mich in den Sitz des Autos, Patrick legt den Gang ein und fährt los.

„Wo fahren wir hin?“

„Das ist eine Überraschung. Aber es wird dir bestimmt gefallen.“

„Da bin ich mir sicher.“

„Gefällt dir die Musik? Oder soll ich was anderes anmachen?“

„Nein, ich mag die Musik. Die Texte gefallen mir.“

„Echt?“, Patrick ist erstaunt.

„Ja. Ist das so ungewöhnlich.“

„Also bis jetzt bin ich da mit meinem Musikgeschmack ziemlich alleine. Sogar meine Freundin mag die nicht.“

Patrick räuspert sich. Ach, ja seine Freundin. Wie sie wohl aussieht?

„Geht sie auch nicht gerne spazieren?“, frage ich spöttisch.

„Doch schon“, antwortet Patrick zurückhaltend.

„Entschuldige“, ich lege kurz die Hand auf seinen Unterarm, „ich freu mich, dass du mich eingeladen hast.“

„Und ich freu mich, dass du mit gekommen bist.“

Patrick biegt auf die Landstraße ab und ich sehe aus dem Fenster, um meine angespannten Empfindungen unter Kontrolle zu bekommen.

 

Bad Loringen steht auf dem Ortseingangsschild. Der Kurort liegt zwischen sanften Hügeln, grünen Tälern und saftigen Wiesen. Ich komme mir fast vor wie in einem Heimatfilm, finde es aber nicht so schrecklich, wie ich es im TV finden würde.

„Wir sind da!“

Patrick lenkt den Wagen auf einen kleinen Parkplatz. Wir steigen aus. Zwischen den Parkbuchten stehen alte Kiefern. Ich hebe einen Zapfen auf und stecke ihn in meine Jackentasche.

„Du sammelst Tannenzapfen?“

„Ja, ich sammele alles“, ich lache, „Zapfen, Kastanien, Muscheln und was weiß ich noch.“

„Und was machst du damit?“

„Nichts Besonderes. Dekorieren oder malen, manchmal landen die schönsten Stücke auch auf meinem Schreibtisch nur zum Anschauen.“

„Zur Inspiration, sozusagen.“

Patrick bückt sich, hebt etwas auf und drückt es mir in die Hand.

„Hier, für deinen Schreibtisch.“

Ein sandfarbener Stein, mit einem Loch in der Mitte.

„Oh, ein Hexenstein“, ich zwinkere Patrick zu, „das passt ja.“

Wir gehen an dem kleinen Bach entlang, der vom Parkplatz aus zu dem Cafe führt, in dem wir Kaffee trinken wollen.

„Ein Hexenstein? Das habe ich noch nie gehört.“

„Nein? Die Menschen haben diese Steine, mit einem Loch in der Mitte, früher an Bändern über ihren Haustüren angebracht, als Talismane gegen die bösen Hexen.“

„Gibt’s auch gute Hexen?“

Patrick lacht.

„Ja, schau mich an.“

„Du bist alles andere als eine Hexe“, sagt er ernst.

„So? Was bin ich denn dann?“

Patrick sieht mich mit einem Blick an, der mir den Atem nimmt. Ich bewege mich plötzlich auf sehr dünnem Eis, aber jetzt kann ich es nicht mehr zurücknehmen. Zu spät. Wir gehen eine Weile schweigend nebeneinander her.

„Ich weiß nicht, was du bist. Auf jeden Fall bist du ungewöhnlich“, Patricks Stimme klingt dunkel, „und das reizt mich.“

Am liebsten würde ich ihm sagen, dass er mich auch reizt, sehr sogar, aber ich beiß mir auf die Zunge und verkneife es mir.

„Da ein Kneippbecken.“

Ich deute auf ein sechseckiges Bassin, in dessen Mitte ein Metallgeländer angebracht ist und von dessen Seiten Treppen in das glasklare Wasser führen.

„Komm, wir werden mutig sein und einmal rum gehen.“

Ich setze mich auf eine der umstehenden Bänke, ziehe meine Schuhe und Strümpfe aus und kremple meine Hosenbeine hoch.

„Siehst du, das meine ich mit ungewöhnlich. Die meisten Mädchen, die ich kenne, hätten jetzt gejammert: nee, das ist zu kalt.“

Während er das sagt, hat er ebenfalls seine Schuhe und Strümpfe abgelegt.

„Ich bin eben kein Mädchen“, versuche ich die Situation zu retten.

„Genau das wird es wohl sein.“

Patrick lächelt mich auf eine Weise an, die mein Herz aussetzen lässt. Das ist wohl in die Hose gegangen.

Wie die Störche staksen wir durch das Kneippbecken und Patrick bespritzt mich mit dem eiskalten Wasser.

„Na warte!“, ich lache und versuche es ihm heimzuzahlen.

Ich packe Patrick am Arm und rutsche aus. Im letzten Moment fängt er mich auf. Ich liege in seinen Armen. Mein Kopf lehnt an seiner Schulter. Ich höre seinen Herzschlag, spüre seine Hände auf meinem Rücken, seinen Mund und seine Nase in meinem Haar, sein Schnuppern. Mein Blick fällt auf seinen Hals und ich sehe, wie sein Puls unter der Haut schlägt. Patrick riecht so gut, nach Aftershave, Parfüm oder so was und nach sich. Ich schließe die Augen. Atme ihn ganz ein. Wir stehen einfach da. Patrick hält mich fest und ich rühre mich keinen Zentimeter. Da hören wir Gelächter und Stimmen. Wir erwachen wie aus einer Trance, sehen uns an.

„Ich glaube, wir müssen unsere Schuhe wieder anziehen, sonst erfrieren uns noch die Füße“, sagt Patrick, aber seine Augen sagen etwas ganz anderes.

Einen Moment später sitzen wir nebeneinander auf der Bank, ziehen uns unsere Strümpfe und Schuhe an. Mein Herz schlägt wie verrückt, mein Puls rast und alles in mir dreht sich. Meine Gedanken verknoten und verschlingen sich und ich vermeide es, Patrick anzusehen oder ihn zu berühren. Ich lehne mich zurück, lege meine Hände neben mich auf die Bank, spüre das raue Holz unter meinen Fingern, dann Patricks Hand, die sich auf meine legt. Ich halte den Atem an. Nur jetzt keine falsche Bewegung machen. Patricks Finger schließen sich um meine.

„Komm“, sagt er leise.

Hand in Hand gehen wir weiter. Wir reden nicht. Es ist nicht nötig etwas zu sagen.

 

Die Terrasse des Cafés Waldfrieden liegt unter schattenspendenden blühenden Kirschbäumen. Patrick sucht uns einen ruhigen Tisch, rückt mir den Stuhl zurecht. Seine Augen strahlen und mein Herz stolpert, mein Magen zieht sich zusammen und in meinem Unterleib beginnt es zu kribbeln. Ich sollte das Ganze stoppen! Das darf nicht sein, oder besser das kann nicht sein. Patricks Blick hält meinen gefangen und alle Warnleuchten fallen aus. Die kleine Stimme, die mich stoppen will, wird von einem Rauschen übertönt und als Patrick sich zu mir beugt und mir einen Kuss auf die Wange haucht, ist auch der Rest von Vernunft den Bach runter gegangen.

„Was trinkst du? Milchkaffee?“

Patrick öffnet die Karte, die in einem Plastikständer mit Metallstäben klemmte. Ich kann nicht antworten. Patrick hebt den Blick. Ich nicke mit fieberndem Gesicht und großen Augen.

„Was möchtest du für einen Kuchen?“

Seine Augen senken sich in meine, es gibt kein Entkommen.

„Ich glaube, ich habe keinen Hunger“, meine Stimme kommt von weit her.

„Was darf ich ihnen bringe?“, die Kellnerin lächelt.

Sie zückt den Block und notiert, zwei Milchkaffee und zwei frische Waffeln mit Vanilleeis und heißen Himbeeren. Diesmal lächele ich.

„Du hast Geschmack.“

„Ja, das habe ich“, erwidert Patrick. 

Ich bin mir ziemlich sicher, dass er weder den Kaffee noch die Waffeln meint.

Die Kellnerin stellt uns den Kaffee und die Waffeln auf den Tisch. Patrick nimmt seine Gabel und stibitz mir eine Himbeere und steckt sie in den Mund.

„Oh, Himmel, wie lecker!“, er verdreht die Augen und ich muss lachen.

„Die will ich wieder!“, ich ziehe einen Schmollmund.

Patrick pikst eine seiner Himbeeren auf und hält mir die Gabel hin. Mit gespitzten Lippen ziehe ich sie von den Spitzen. Ich zerdrücke sie im Mund mit der Zunge gegen meinen Gaumen und schließe die Augen. Als ich sie wieder öffne, ist Patricks Gesicht meinem ganz nah.

„Du bist schön“, betört mich seine Stimme. Sacht legt er eine Hand auf mein Knie. Ich bin wie gelähmt, kann mich nicht rühren. „Ich will dich.“

In seinem Blick erinnert nichts mehr an den Jungen. Alles an ihm, das vorher weich und sanft war, ist plötzlich kantig, wild, bestimmend und duldet keinen Widerspruch. Die Hand auf meinem Knie streicht über meinen Schenkel und das Ziehen in meinem Bauch durchläuft meinen ganzen Körper und verursacht mir eine Gänsehaut.

„Ich weiß, du fühlst es“, flüstert Patrick mir ins Ohr. Sein Blick wandert tiefer, hin zu meinem Busen. Dann berühren seine Lippen meinen Hals und ein Zittern läuft durch meinen Körper. Patrick nimmt seine Hand wieder von meinem Bein, lächelt und trinkt etwas von seinem Kaffee! Oh mein Gott! Er hat mir tatsächlich den Kopf verdreht und nicht nur das. Meine Gedanken, meine Gefühle, alles.

„Patrick“, fange ich an.

Es gibt so viel das mir durch den Kopf geht. Er hat eine Freundin, allein das sollte mich abhalten, ganz zu schweigen von dem Altersunterschied. Er unterbricht mich.

„Sag nichts. Ich kann mir deine Argumente vorstellen, aber nichts was du sagst, wird etwas an meinen Gefühlen ändern.“

Ich zucke hilflos mit den Schultern.

„Dein Eis schmilzt“, Patrick grinst, „erzähl mir, wie du zum Schreiben gekommen bist?“

„Ich bin mir nicht sicher, ob du das wissen willst. Ich schätze, das, was ich erlebt habe, ist nichts für einen jungen Mann, der mit seinen Kommilitonen auf dem Campus herumhängen und über das Mensaessen herziehen sollte.“

Patrick sieht mich erstaunt an und diesmal grinse ich, auch wenn mir nicht danach zumute ist. Patrick von meiner Initialzündung des Schreibens zu erzählen ist, glaube ich, nicht das Richtige für diesen sonnigen Nachmittag und ich sage es ihm auch. Patrick lehnt sich zurück und lacht schallend.

„Du musst mich für sehr oberflächlich halten.“

„Nein, keineswegs. Wenn ich dich dafür hielte, wäre ich nicht hier und würde mit dir reden, aber ich finde du solltest nicht unbedingt solche“, ich suche nach dem richtigen Wort, „solche Dinge über mich wissen.“

Patricks Blick wird ganz weich, er nimmt meine Hand.

„Was es auch ist, du kannst mir immer alles sagen, vertrau mir. Ich halte das aus.“

Mein Magen zieht sich zusammen.

„Ich glaube, dass du das ehrlich meinst, aber ich habe das schon oft gehört und leider hat es noch nie geklappt, irgendwann war Schluss mit Verständnis.“

Ich senke die Lider, weil ich nicht will, dass Patrick mir in die Seele schaut.

„Dann bleibt dir nichts anderes übrig, als mir zu vertrauen und es noch mal zu versuchen. Ich denke, dass ich eine Chance verdient habe.“

„Ja, das hast du“, erwidere ich kleinlaut.

„Gut, dann lass uns bezahlen und während wir zurückgehen, erzählst du mir davon, ok?“

Ich nicke und trinke den Rest meines Kaffees aus. Patrick zahlt trotz meines Protests die Rechnung, nimmt mich bei der Hand und zieht mich von der Sonnenterrasse um die nächste Ecke. Mit einem Schwung lande ich in seinen Armen und er küsst mich so heftig, dass ich kaum noch atmen kann.

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Für Sivvy

Elegie für Sivvy (Für Silvia Plath)

 

Sie ist fort

Einfach gegangen

Warum

Sie, die Einzige, die mich verstand

Die Tiefe, die Höhe, die Fülle

Meines Schmerzes, meiner Sehnsucht begriff

Ich bleibe zurück

Verzweifelt, allein

Mit so vielen Tränen

Meine Gedanken laufen ins Leere

Was soll ich tun

Ohne sie

Sie gab meinen Träumen einen Namen

Zeigte mir neue Wege

Und stahl sich einfach davon

Was werde ich tun

Wenn das Dunkel weicht

Die Dämmerung beginnt

Ich zünde ein Feuer für sie an

Das ich mit meinen Tränen nähre

Wort für Wort füg ich hinzu

Damit sie mir von einem fernen Ort

Ein Lächeln schenkt

Ihr jähes Ende nicht vergeblich war

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Über die Liebe

Nicht einfach atmen

 

Ich kann nicht einfach atmen

Denn du bist nicht da

Ich kann nicht einfach lachen

Denn du bist weit fort

 

Mein Herz schlägt nicht einfach

Denn meine Sehnsucht ist unbeschreiblich

Ich kann nicht einfach weiter leben

Denn du hast mich verlassen

 

Ich kann nicht einfach atmen

Denn meine Traurigkeit nimmt mir jedes Gefühl

Ich kann nicht einfach lachen

Wenn mein Herz mich zu Boden drückt

 

Mein Herz schlägt nicht einfach

Denn nur deine Liebe lässt mich leben

Ich kann nicht einfach weiter leben

Denn ich liebe dich unendlich

 

Du bist meine Luft zum Atmen

Du bist meine Hoffnung auf ein besseres Leben

Du bist die Kraft, die mich jeden Tag überstehen lässt

 

Ich kann nicht einfach atmen

Komm zurück und halt mich fest

Damit mein Herz wieder schlagen kann

Zusammen mit deinem.

 

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