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Archive for April 2014

Schlaf mit mir

Jede Zelle meines Körpers gierte nach Berührung. Ich hatte aufgegeben die Tage zu zählen, die ich vor Sehnsucht verging. An Schlaf war nicht zu denken. Ich stand auf und wollte in die Küche gehen. Als ich an Edwards Zimmer vorbei kam, hörte ich den Fernseher laufen. Ich blieb stehen und lauschte. War er allein? Seit 7 Monaten wohnten wir in einer WG zusammen und verstanden uns gut. Unsere gebrochenen Herzen hatten uns zusammengeführt. Halbes Leid, war geteiltes Leid. Edward versuchte seine Wunden mit schnellem Sex zu heilen, ich mit völligem Rückzug. Geholfen hatte es uns beiden nicht. Zaghaft klopfte ich.
„Komm rein.“

Immer noch zaghaft drückte ich die Klinke herunter, atmete einmal tief durch und stieß die Tür auf. Edward lag auf seinem Bett, nur mit Pyjamahose bekleidet. Er hatte einen Traumkörper. Breite Schultern, schmale Hüften, Sixpack, kräftige Beine, einen strammen Hintern, schöne Hände und ein gut geschnittenes Gesicht, seine dunklen Haare etwas zerzaust, auch das stand ihm.

„Was kann ich für dich tun?“
Edward lächelte und sah mich aufmerksam an.
„Schlaf mit mir.“
Es kam selbstbewusster über meine Lippen, als ich mich fühlte.
„Wie bitte?“
Er setzte sich auf.
„Schlaf mit mir. Du schläfst mit jeder Frau, die nicht bei drei auf dem Baum ist. Nun, ich bin eine Frau und ich werde nicht weglaufen.“
Edward sah mich an, als hätte ich die Apokalypse angekündigt.
„Nein, tut mir leid. Das kann ich nicht.“
Ohne ein weiteres Wort ging ich und schloss die Tür.

In meinem Zimmer warf ich mich aufs Bett, krümmte mich zusammen, wie ein angeschossenes Tier. Der Schmerz saß tief in der Mitte meines Körpers. Tränen quollen aus meinen geschlossenen Augen. Kein Laut kam über meine Lippen. Mir war bewusst, dass Sex das Loch in meinem Herzen nicht dauerhaft füllen würde, aber das Bedürfnis nach Zärtlichkeit und Lust schmerzte mindestens genauso, wie die Trauer einer verlorenen Liebe. Die Tür wurde geöffnet, ein Lichtstrahl fiel auf mein Bett, die Tür ging zu, es war wieder dunkel. Ich war nicht mehr allein.

„Ich kann nicht mit dir schlafen“, Edwards Stimme war sanft.
„Warum nicht? Bin ich dir zu dick? Nicht schön genug?“, presste ich wütend hervor.
„Nein, dass hat damit überhaupt nichts zu tun. Dein Körper ist wunderbar und du bist sehr hübsch.“
„Was ist es dann?“
„Wir sind Freunde. Alles würde sich ändern.“
„Das verstehe ich nicht. Was sollte sich ändern? Hast du Angst ich würde dich dran hindern mit anderen Frauen zu schlafen?“
„Glaubst du nicht, es würde dir schwer fallen, mich mit anderen Frauen zu sehen? Du bist keine von denen, die sich auf One-Night-Stands einlassen.“
„Woher willst du das wissen?“

Ein Schluchzen schüttelte meinen Körper. Ich spürte, wie sich die Matratze absenkte, dann fühlte ich Edwards warmen, festen Körper. Er zog mich gegen seine Brust, legte seine Arme ganz fest um mich. Oh Himmel, fühlte sich das gut an. Meine Anspannung legte sich und mein Körper wurde weich und geschmeidig.
„Ich weiß es. Ich kenne dich besser als du denkst“, flüsterte er mir ins Ohr.
Meine sämtliche Nackenhaare stellten sich auf. Ich drückte meinen Rücken und meinen Po fester gegen ihn. Edward ließ es geschehen. Sein heißer Atem auf meinem Hals und meinen Schultern ließ eine prickelnde Kaskade über meinen Körper rinnen.
„Ich kann diesen Zustand der Kälte nicht mehr aushalten“, wisperte ich.
„Aber ein One-Night-Stand ändert nichts daran. Glaub mir, ich hab Erfahrung.“

Schweigend lagen wir eng umschlungen in der Dunkelheit. Ich lauschte Edwards tiefen Atemzügen, sog seine Wärme auf. Fühlte jeden Zentimeter seines Körpers auf meinem.
„Warum tust du es dann?“, brach ich das Schweigen.
„Ich habe Angst, dass ich noch einmal so verletzt werden könnte. Darum nur hemmungsloser Sex, keine Liebe.“
„Du hast Angst es könnte dich in Stücke reißen und auch noch den Rest von dir auflösen, den du aus der Katastrophe gerettet hast.“
„Ja.“
Ich drehte mich in seinen Armen um. Schemenhaft konnte ich die Umrisse seines Gesichts erkennen.
„Könnte dich Liebe heilen?“, als er nicht antwortete, fragte ich, „eine Freundin, die dich liebt?“
„Ist das wahr? Du liebst mich?“
„Das tue ich“, sagte ich schlicht, „schon seit einer Weile.“

Ich streckte mich etwas und hauchte Edward einen Kuss auf den Mund. Er fasste fester zu und ich schmiegte mich noch enger an ihn.
„Du weißt, dass wir alles verlieren können?“
Ich hörte die Besorgnis in Edwards Stimme.
„Aber wir können auch alles gewinnen. Für dich gehe ich dieses Risiko ein.“
„Dann stehen die Chancen gut.“
„Ja“, flüsterte ich, „sehr gut.“
Edward küsste mich so erregend, dass in meinem Kopf und meinem Körper ein Feuerwerk abbrannte. In diesem Moment gab es nur uns beide. Im Schutz der Nacht öffneten wir unsere Herzen und Sinne, die unsere Körper in Sprache verwandelten. Erst in der Dämmerung eines neuen Tages schliefen wir eng umschlungen und zufrieden ein.

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Katzengedanken

Ich sitze hier ganz still
Nur meine Ruhe haben will
Doch da ein freches Federvieh
Macht schimpfliches Geschrei wie nie

Was willst du nur
Dich fress ich pur
Du dummer lauter Spatz
Gleich mach ich einen Satz

Vögelchen sind nicht sehr hell
So duck ich mich blitzschnell
Zeig meine scharfen Krallen
Lauere auf weichen Ballen

Plötzlich fliegt er fort
An einen anderen Ort
Das ist auch besser so
Sonst landet er im Katzenklo

😉

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Der kleine Herr Mann verließ an diesem Morgen sehr missmutig das Haus. Den dunkelblauen Hut tief ins Gesicht gezogen, den Wollmantel bis auf die Knöchel reichend. Zu seinem Unglück war es nebelig. Die schmutzigen und unschönen Dinge wurden vom Schnee der Nacht unter einer gnädigen Decke verborgen. Seine trübseligen Gedanken ließen nicht zu, dass er die seltsame Schönheit des Morgens genießen konnte. Er eilte durch den stillen Kurpark ohne ihn wahrzunehmen. In dieser Jahreszeit verirrte sich nur selten ein Spaziergänger hierher. Es kamen immer weniger Touristen und die Kurstadt würde langsam sterben.

Das berührte Herrn Mann nicht besonders. Für ihn ging jeder Tag im gleichen Trott dahin. Er war in diesem Ort geboren und hier würde er sterben. Er ging in den kleinen Uhrenladen, der vor ihm seinem Vater gehört hatte. Von genau 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr. Jeden Tag, das ganze Jahr. So war es immer. Bis auf die 14 Tage Betriebsferien im Januar. Dann versuchte Herr Mann in seinem Elternhaus, der Villa Louise, einen ruhigen Platz zu finden.

In seinen Jugendjahren hatte er sich oft gewünscht in die Welt hinaus zu gehen. Weit weg von der Villa Louise, noch einmal anzufangen. Heute fast fünfzig Jahre alt, lagen seine Träume im Park unter der alten Eiche begraben. Abgestreift und vergessen, wie die alten Handschuhe in der Schachtel für Fundsachen, die schon zum zweiten Mal überwinterten. Die Handschuhe würde er nachher sofort entsorgen.

In Herrn Manns Innern nagte der Neid, wie eine Maus, die ihn stetig und mit spitzen Zähnen immer weiter aushöhlte. Er ertrug es nicht, wenn andere träumten, weil er es nicht durfte. Zum Beispiel die junge Frau aus dem Buchladen gegenüber. Sie wohnte noch nicht lange hier. Kam irgendwo aus Norddeutschland. Ihre kleine Tochter hatte seiner Tochter erzählt, dass sie viel auf Reisen gewesen waren. Er sah sie oft hinter dem Tresen sitzen und in einem Buch lesen. Herr Mann las nicht gerne. Das lag in der Natur der Dinge. Die Bücher hätten seinen Geist auf Wanderschaft gehen lassen. Er hätte die sorgsam versteckten Träume wieder ausgraben müssen.

Auf dem Weg zu seinem Uhrenladen, wurde er unfreiwillig an seine Träume erinnert. An der alten Eiche begegnete er der Frau aus dem Buchladen. Fröhlich wünschte sie ihm einen schönen Tag. Er erschrak und konnte nur ein gemurmeltes „Morgen“ hervor stoßen. Sein Unbehagen wuchs, denn er ahnte dass ihn die Begegnung den ganzen Tag beschäftigen würde. Seine Verbitterung hätte sich noch gesteigert, hätte er gewusst, dass die Frau ihre Sachen für einen Umzug packte.

Er mochte sie nicht. Sie hielt sich nicht an die Regeln, nach denen er lebte. Er konnte nicht ausbrechen. Lustlos steuerte der arme Herr Mann auf seinen Laden zu. Schloss das Schloss dreimal auf, schaltete das Licht ein und entriegelte die Kasse. Er zog seinen Mantel aus, hängte den Hut an den Haken, stellte seine Aktentasche an den vorgesehenen Platz. Als er in den Verkaufsraum kam, sah er sie wieder. Einem Passanten zu lächelnd, schloss sie die Ladentür auf und verschwand in seinem geheimnisvollen Inneren. Herr Mann sah gebannt hinüber. Er wartete. An den sonnigen Tagen stellte sie immer den Postkartenständer vor die Tür. Heute geschah nichts.

Gedanken verloren stand er da, starrte auf das Schaufenster mit den niedergeschrieben Träumen. Abrupt stürzte er zu seinem Schrank, riss die Kiste mit den Fundsachen heraus und schleuderte die unschuldigen Handschuhe in den Papierkorb. Dass sich Träume nicht wegwerfen lassen wie ein Paar alte Handschuhe hatte er nicht bedacht. So wurde der kleine Herr Mann den ganzen Tag von den Gedanken an seine begrabenen Träume verfolgt.

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Linda rannte hinter ihm her.

„Sander! Warte!“, ihre Stimme hallte geisterhaft zwischen den Bäumen wieder.

Im Laufschritt stampfte sie über den schmalen Bohlweg. Sie musste sich konzentrieren nicht daneben zu treten. Ein falscher Schritt und sie landete ihm Sumpf. Atemlos erreichte sie die Treppe, die auf den befestigten Waldweg führte. Sander dieser Blödmann war schon soweit entfernt, dass sie ihn nur noch schemenhaft wahrnahm. Warum hatte sie sich nur auf diesen Mist eingelassen? Linda kannte die Antwort. Sander war der coolste Typ der Schule. Wenn er einen einlud, dann ging man mit. Ohne wenn und aber.

„Sander!“, rief sie zaghaft.

Linda hatte ihn endgültig aus den Augen verloren. Nicht einmal den Lichtkegel seiner Taschenlampe konnte sie erkennen. Dann hörte sie plötzlich wie ein Motor ansprang und der Wagen losfuhr. Sander hatte sie tatsächlich ausgesetzt. In dieser Wildnis. Lindas Herzschlag beschleunigte sich. Sie war eigentlich kein Angsthase, aber mitten in der Nacht in fremdem Gebiet, allein ohne Orientierung, dass war ein guter Grund um ängstlich zu sein. In der kanadischen Wildnis gab es Bären, Wölfe und andere Raubtiere. Ganz zu schweigen von Bärenfallen, Sümpfen und anderen furchteinflössenden Dingen, an die Linda jetzt lieber nicht denken wollte.

Zuerst überlegte Linda einfach dort stehen zu bleiben, wo sie gerade war und auf den Morgen zu warten. Aber nachdem ein leichter Regen einsetzte, beschloss sie weiter zu gehen. Auf dem Weg in das Naturschutzgebiet war Sander an einer kleinen Pension vorbei gefahren. Linda hatte Licht gesehen und naiv dran gedacht, dass er dort mit ihr die Nacht verbringen würde, wenn sie seine Mutprobe bestanden hätte. Jetzt war ihre einzige Chance es bis dorthin zu schaffen. Vorsichtig tastete sie sich zwischen den Bäumen entlang. Linda konnte nicht erkennen, ob sie sich noch auf dem ausgewiesenen Weg befand. Nur die Tatsache, dass der Pfad relativ eben war, bestärkte sie in ihrer Zuversicht.

Linda hatte jedes Zeitgefühl verloren. Sie bemühte sich so gerade zu gehen, wie es in der Dunkelheit möglich war. Sie wusste, dass sie an zwei riesigen Felsbrocken vorbei kam, wenn sie das Naturschutzgebiet verließ, aber bis jetzt waren sie noch nicht in Sicht. Der Wald wurde immer dichter, wo er lichter werden sollte. Linda wollte sich nicht eingestehen, dass sie den Weg verloren hatte und in die Irre ging.

Müde lehnte sie sich gegen einen dicken Baumstamm. Ihre Füße schmerzten und ihr war kalt. Der monotone Regen durchdrang inzwischen an einigen Stellen ihre dicke Daunenjacke. Zum hundertsten Mal fragte sich Linda, warum Sander ihr diesen miesen Streich spielte. Sie hatte ihm nichts getan – sich wirklich nichts zu Schulden kommen lassen. Und während sie dort stand, völlig erschöpft, fiel es ihr plötzlich ein. Susan! Sie war in Sanders Clique. Sie hatte Susan nicht beim Schummeln in der Mathe Klausur geholfen. Es war das erste Mal, dass Linda ihr etwas abschlug und das war ihr jetzt zum Verhängnis geworden.

Da ein Geräusch! Linda drückte sich enger an den Baum. Sie kauerte sich dicht an seine verknorpelten Wurzeln. Überraschend ertastete sie ein Loch, das große genug war, um sie aufzunehmen und ihr ein Versteck zu bieten. Drin war es trocken. Der Geruch von modrigem Holz stieg ihr in die Nase. Linda hörte Äste knacken, Laub rascheln und dann plötzlich eine Stille, die ihr Angst machte. Noch mehr, als sie eine Stimme hörte, die sie nur zu gut kannte.

„Wo kann das Miststück sein? Wir müssten sie längst aufgespürt haben!“

„Keine Ahnung. Ich bin mir sicher, sie ist in diese Richtung gegangen.“

„Ich dachte, du bist der große Jäger!“

„Mensch Sander halt die Klappe. Die Jagd ist doch das Spannendes an der Sache. Sie kann uns nicht entkommen. Entweder finden wir sie, oder die anderen und dann … .“

Der Sprecher ahmte das Geräusch eines Schusses nach.

„Ich hoffe, du triffst wenigstens, wenn wir sie haben.“

Sanders Stimme triefte vor Verachtung. Lena presste sich die Hand vor den Mund, um nicht aufzuschreien. Eiskalt lief es ihr den Rücken herunter. Sie drückte sich immer tiefer in das morsche Baumloch. In diesem Moment wünschte Lena sich einen hungrigen Grizzly, der sich auf die beiden jungen Männer stürzte und sie zu Gejagten machte. So gab es niemand, der ihr beistand und sie aus dieser ausweglosen Situation befreite.

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Wie hilflos kann man sein, denke ich und sehe auf den rauchenden Motor. Tja, wenn man als Frau eine Panne hat, dann sollte man entweder Mechatronikerin sein, ein Handy dabei haben, um den ADAC zu rufen, oder lange Beine und eine tiefes Dekolleté sein eigenen nennen, die einen Mann dazu bringen Mitleid zu haben. Da ich nichts von den drei Dingen zur Hand habe, bleibt mir nichts anderes übrig, als zu Fuß zu gehen.

Die letzte Behausung sah ich vor etwa 10 Kilometern. Ich habe die Qual der Wahl, entweder den Weg zurück oder darauf hoffen, dass ich in Fahrtrichtung eher auf einen hilfsbreiten Menschen treffe. Dass ich in Rumänien in der tiefsten Provinz liegen geblieben bin und kein Wort Rumänisch spreche ist das nächste Problem, aber darum werde ich mich kümmern, wenn ich einen Einheimischen vor mir habe.

Ich schnappe meinen Rucksack mit den wichtigen Sachen und entscheide mich, in Fahrtrichtung zu laufen. Da ein Unglück selten allein kommt, setzt die Dämmerung schlagartig ein, kaum das ich mich in Bewegung setze. Von Natur aus bin ich kein Angsthase, aber hier, nicht weit weg von Mythen und Legenden, beginne ich mir doch Gedanken zu machen.

Aber da mir keine Menschenseele begegnet und ich zwischen üppigen Wiesen und lichten Hainen wandere, schiebe ich meine wilden Fantasien beiseite. Irgendwo werde ich einen Parkplatz und einen Autofahrer finden, der mir weiter hilft. Auf meiner Fahrt die Landesstraße hinunter habe ich viele gesehen, manche kaum zwei Kilometer auseinander. Jetzt wo ich einen brauchte, kommt keiner. Murphys Gesetz geht mir durch den Kopf – du stehst immer an der falschen Schlange in der Kasse, das Brot fällt immer mit der Butterseite nach unten und wenn ich einen Parkplatz brauche, dann ist keiner da.

Während ich über den Ungerechtigkeiten des Lebens brüte, bemerkte ich nicht, dass ich beobachtet werde. Erst als mich jemand anruft und ich beinahe einen Herzkasper bekomme, seh ich sie. Am Wegesrand steht ein kleines Mädchen. Sie sieht ärmlich gekleidet aus, aber sauber. Ihr dunkles Haar ist zu Zöpfen geflochten. Sie starrt mich an, als hätte sie noch nie einen Menschen gesehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich zu ihr gehen soll. Was ist wenn sie plötzlich ihren kleinen Mund aufreißt, ihre Vampirzähne ausklappt und mich beißt. Wir stehen uns eine ganze Weile gegenüber und messen uns mit Blicken. Sie vertraut mir genauso wenig, wie ich ihr.

Das Ding ist, dass ich nicht mehr jungfräulich bin, was solche Erscheinungen betrifft. Meine letzte Begegnung mit einem kleinen bezopften Mädchen kostete meinen Partner das Leben. Ich gebe mir die Schuld, da ich auf sie herein gefallen bin und er mich rettete. Mein bisschen Leben schulde ich seinem Blut.
Plötzlich lächelt sie und winkt mir zu. Sie scheint wirklich harmlos zu sein, sieht aus wie ein ganz normales süßes Kind. Gerade will ich auf sie zugehen, als ich eine leise Stimme höre:
„Tu es nicht, lauf!“
Und ich laufe.

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