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Archive for August 2014

Ich brauche dich

und meine Freiheit.

Du willst das eine,

das andere nicht.

Ich brauche beides,

sonst verkümmere ich.

 

Verstehst du das,

frage ich.

Ja,

sagst du.

 

Wir beide wissen,

das ist nicht wahr.

Nur eine Illusion,

ein Trost auf Zeit,

mich nicht zu verlieren.

 

„Bleib noch ein bisschen!“

Du bist verzweifelt.

Ich ebenso,

mir wachsen Flügel.

 

Ich bin lieblos, kalt und hart,

sagst du.

Ich sprenge meine Fesseln,

sage ich.

 

Verstehen wie es ist,

kann niemand für einen anderen.

Verstehen kannst du nur allein,

und ich für mich.

 

Ich bemühe mich,

sagst du.

Ich mich auch,

sage ich.

 

Um dich nicht zu verlieren.

Ein Trost auf Zeit,

denn die Natur siegt.

Immer.

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Warten, warten, warten

Die Uhr tickt lautlos

Glas klirrt im Container

Autos rollen vorbei

Eine Tür fällt zu

Ein Hund bellt in der Ferne

 

Warten, warten, warten

Die Katze schläft auf dem Sofa

Ein Vogel zwitschert auf dem Dach

Ein Windstoß bewegt die Wäsche

Ein Windspiel klingt leise

Der Tag ist hellgrau

 

Warten, warten, warten

Lautlos Stunde um Stunde

Jeden Tag warten

Auf den nächsten Tag

Warten bis zum Ende

Alle Tage meines Lebens

 

Warten, warten, warten

Die hellgrauen Tage vergehen

Langsam löscht das Licht die Farben

Aus hellgrauen Tagen werden schwarze

Langsam löscht die Zeit das Leben

Warten, warten, warten

Bis ans Ende aller Tage

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… heißt das Buch von Mara Laue (erschienen im SiebenVerlag), das ich euch gerne weiter empfehlen möchte. Sicher hat jeder der schreibt, den einen oder anderen Schreibratgeber zu Hause (ich kann Regalreihen damit füllen). Trotzdem möchte ich euch heute diesen Ratgeber ans Herz legen.

Er ist übersichtlich aufgebaut und spricht wirklich jedes Thema an, sogar „Erotik (be)schreiben – ein Kapitel für sich“. Die Erklärungen sind gut zu verstehen (besonders wenn es um die Perspektive geht 😉 ) und dazu gibt es Beispiele, die das Thema verdeutlichen. Am Ende jeden Kapitels gibt es eine Zusammenfassung und zu jedem Thema praktische Übungen. Das Buch muss nicht chronologisch gelesen werden. Man kann sich das Thema heraussuchen, das einen gerade besonders interessiert.

Im zweiten Drittel des Buches geht es dann an die „Vermarktung“. Mara Laue zeigt wie ein Manuskript, ein Expose, ein Anschreiben (auch per Mail) aussehen sollte. Dazu gibt es eine Übersicht der einzelnen Genres, in die man seinen Text einordnen kann. Wichtig! Immerhin will man ja den richtigen Verlag wählen. Tipps für die Titelsuche, warum ein Pseudonym, Agentur oder nicht, und was uns alle irgendwann einmal bewegt: Schreibblockade – was tun?

Für mich ist dieser Schreibratgeber rundum gelungen. Genau das richtige Maß an Information, gespickt mit Übungen, die man sofort in die Tat umsetzen kann und Tipps für die Zeit danach,wenn der Roman fertig ist und seiner Veröffentlichung harrt. Dazu ist Mara Laue nicht dogmatisch oder besserwisserisch. Ein sehr angenehmer Umstand, den einige Ratgeber vermissen lassen. Sie steht nicht mit erhobenem Zeigefinger da, sondern sitzt freundschaftlich mit dir am Schreibtisch und sagt: „Schau, da ist ein Punkt, den du dir noch einmal  vornehmen könntest- ich weiß du kriegst das hin.“

Ein sympathischer Ratgeber, der zum Schreiben ermutigt! So sollte es sein. 🙂

P.S.: Das Buch kostet 16,50 Euro. Liegt etwa im Durchschnitt von dem was andere Schreibratgeber kosten. Ich habe das Gefühl mein Geld in diesem Fall gut inverstiert zu haben.

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… stimmt genau und ich hänge zu Hause fest. Fuß gebrochen. Mist! Eigentlich hätte ich Urlaub, eigentlich habe ich mir so viel vorgenommen, eigentlich säße ich in meinem Lieblingscafe und würde schreiben … Ich hadere mit mir und der Welt. Ok! Ich sitze auf dem Sofa und kann lesen und schreiben. Neben mir liegt meine Katze und leistet mir schlafend Gesellschaft. Lesen und schreiben ist ja auch toll – aber wenn man nichts anderes tun kann und schon wegen eines Kaffees Hilfe braucht -kochen geht ja noch, aber ich kriege den Becher nicht unfallfrei zum Sofa, dann nervt das schon. Inzwischen laufe ich mit meinem To-Go-Becher in einem kleinen Leinenbeutel durch die Gegend.

 *

Und dann heute Morgen noch der Knüller! Ich habe nach langer Zeit, hatte schon nicht mehr damit gerechnet, die Antwort-Mail eines Verlages bekommen. „…. hätte ich gerne eine Leseprobe ihres Romans – Lilith, Schwester des schwarzen Mondes“ angefordert…. was mir aber aus persönlichen Gründen nicht möglich ist. Weiterhin viel Erfolg mit ihrem Manuskript.“ Das treibt mir echt die Tränen in die Augen. – Und das nachdem ich heute Nacht von einem Schreibkurs träumte, an dem ich teilnahm, um noch mehr zu „lernen“ und die Schreibkursleiterin mich dermaßen zur Schnecke machte, dass ich wortlos meine Sachen packte und ging, mit dem festen Entschluss nicht zurückzukehren.

*

Verdammt, was ist los! Wo ist mein Selbstbewusstsein hin? Liegt es an den Lektionen von Sol Stein, durch die ich mich die letzten Tage gekämpft habe(Unter der Prämisse: irgendwo muss der Haken bei meinen Texten sein)? Vielleicht sollte ich das Buch verbrennen?

*
Ich habe einen erotischen Roman geschrieben, der sogar (für einen erotischen Roman) gute Kritiken bekommen hat (http://intern.blue-panther-books.de/app/isbn.asp?isbn=9783862770274). Maria Bertani (Psedonym), Aurelia, Nymphe der Lust, erschienen bei „blue panther books“. Ein echter Verlag mit allem drum und dran. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu schreiben, aber ich habe auch noch andere Sachen auf Lager.  Fantasy, Liebesgeschichten, Historie usw.
*
Lange Rede kurzer Sinn – ich bin heute irgendwie nicht in Stimmung oder mal wieder in Kampfstimmung. Ich mag meine Texte, meine Ideen, meine Geschichten, und bin doch so verunsichert, dass ich mich am liebsten ins Bett legen würde, um mir die Decke über den Kopf zu ziehen. Blöd nur, dass ich da gerade herkomme und ich vom Rumsitzen- und liegen völlig genervt bin.
 *
Ich humpele jetzt in die Küche und schnippele Kartoffelspalten … hübsch bequem auf meinem Stühlchen. (Die Ironie tropft gerade aus meinem Laptop.) Danach mache ich mich wieder an die Korrektur von Aldenham Park (Fantasy) und auf Sol Stein pfeife ich ganz geflissentlich.
*

PS.: Den Titel (Das Leben findet draußen statt) habe ich mir von der Seite: http://mbeyersreuber.wordpress.com/ entliehen. Er passt hervorragend zu meiner  Situation.

P.P.S.: Danke an meine liebe Familie, die mich umsorgt und  mir den Alltagskram abnimmt!!! 🙂

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