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Archive for September 2016

Sehr traurige Geschichten aus dem Leben eines Schriftstellers.

  • „Mir fällt nichts ein.“
  • „Verdammt, keine Sicherungskopie gemacht!“
  • „Die Tinte ist alle.“
  • „Die Kaffeemaschine ist kaputt.“
  • „Wo ist die Katze?!!!“

***

Schlimme Geschichten im Leben eines Paares:

  • „Ich gehe Zigaretten kaufen.“
  • „Ich habe schlimme Kopfschmerzen.“
  • „Ich muss Überstunden machen.“
  • „Das Kondom ist abgerutscht.“ alternativ: „Habe die Pille vergessen.“
  • „Bist du schon drin?“

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In meinem Kopf brüllten sämtliche Alarmglocken, aber ich konnte nicht anders seinem Willen zu folgen, als er seine Hände auf meine Hüften legte und flüsterte:

„Lass mich dich lieben.“

Er zog mich fest gegen seine Brust und küsste meinen Hals. Eine Gänsehaut rann über meinen Rücken, mein Bauch schwappte auf und ab, wie bei einer Achterbahnfahrt, und in meinem Unterleib zog sich ein kleiner roter Punkt zu einem wachsenden Knäul zusammen, das danach trachtete in einer Explosion zu zerbersten.

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Der Streit

Ich erinnere mich, dass meine beste Freundin und ich uns wegen einer Lappalie gestritten hatten. Natürlich nur aus heutiger Sicht. Wenn man mit acht oder neun Jahren einen Streit mit der Freundin hat, kommt der einem Weltuntergang gleich.

Ich saß auf der Schultoilette und weinte vor Wut, vor allem, weil sich andere mit in die Angelegenheit einbrachten, die überhaupt nichts damit zu tun hatten. Die „Meute“ stand vor der Klotür und klopfte dagegen, ich solle raus kommen. Ich weigerte mich solange, bis sie abgezogen waren.

Nach diesem Erlebnis redeten meine Freundin und ich tagelang nicht mehr miteinander und es dauerte eine ganze Weile, bis ich die Enttäuschung verdaut hatte. Was das wirklich Tragische an dieser Geschichte war, das Urvertrauen der Freundschaft – wir gegen der Rest der Welt – war verloren, auch wenn wir noch befreundet waren, diese ganz enge besondere Bindung war verflogen.

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Herzschmerzwurm, der: Er ist klein, ca. drei Millimeter. Dünn, wie ein Nähfaden. Glatt, glänzend schwarz. Das Auffälligste am H. sind die scharfen Zähne, die es ihm ermöglichen sich durch das Fleisch bis ins Herz zu fressen, wo er sich einnistet und Löcher und Gänge bohrt, um das Blut auszusaugen. Er ernährt sich von der Sehnsucht nach Liebe, gräbt die Hoffnung ab, lässt die Leidenschaft versiegen. Der H. verursacht Zweifel an der Liebe, entzündet Angst und Misstrauen, fördert Zynismus und Nörgelei. Hat er sich im Herzinneren festgesetzt, ist es beinahe unmöglich ihn wieder vollständig zu entfernen. Die einzige Möglichkeit zu genesen ist einer wirklich liebenden Seele zu begegnen, die durch Ausdauer und Entschlossenheit die Wunden schließt und den H. aushungert.

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Verloren

 

Ich habe dich verloren

Kenne nicht den Grund

So viele Fragen gestellt

Du bliebst die Antwort schuldig

 

Welcher Schnitt hat uns getrennt

Die Bindung vieler Jahre zerstört

Schlimmer ist dein Schweigen

Als ein Schlag ins Gesicht

 

Kann ich es ungeschehen machen

Ich reiche dir die Hand

Du schaust mich nicht an

Dein Stolz lässt es nicht zu

 

Die Zeit verrinnt beharrlich

Der Schmerz verblasst schleppend

Die Erinnerung an dich bleibt

Ein Splitter in meinem Herzen

 

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