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Archive for the ‘Wort – Spielereien’ Category

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Ein kurzer Sommer oder viel Lärm um Nichts

In den letzten Monaten waren die Zeitungen voll von Berichten über die NSA – Affäre. Da ich an diesem Skandal nicht unbeteiligt war, hielt ich es für das Beste den vor mir liegenden Sommer nicht in heimatlichen Gefilden zu verbringen, um mich nicht auch noch in die Schusslinie zu begeben. Gute Jobs sind rar gesät und außerdem gefiel es mir, ein heimlicher Lauscher zu sein. Wissen ist Macht.

Bei meinem Besuch im Reisebüro zog ich zuerst eine Afrika – Safari in betracht, verwarf den Plan aber schnell wieder, da ich bei einer „Weltreise in Turnschuhen“, die mir der nette Berater ans Herz legte, 36% sparen konnte. Tatsächlich war mir zu dem Zeitpunkt nicht klar, auf welch skurrilen Trip mich dieses Angebot führen würde.

Zwei Tage später stieg ich mit Rucksack und kleinem Trolley im Schlepptau an dem winzigen Provinz-Bahnhof von Almhütte aus, das noch nicht einmal ein Wartehäuschen und einen Bahnsteig besaß. Zum Glück hielt der Zug, wenn auch nur kurz, so dass es mir erspart blieb, während der Fahrt abzuspringen. Einiges an der Situation erinnerte mich an das Sujet eines Westerns. Allerdings gab es keinen Salon mit Pferdetränke, sondern ein Gasthaus direkt gegenüber der kleinen Kirche, die sich mit einigen Häusern um einen großen Brunnen drapierten. Für Ruhesuchende sicher ein lohnendes Reiseziel, war es nicht das, was ich erwartet hatte. Ich trug zwar Turnschuhe, war aber von einer Weltreise war ich weit entfernt. Meilenweit. An den Fenstern des Gasthofes prangten riesige Blumenkästen mit Geranien in allen Farben. Dies sollte also für die nächsten Wochen meine Bleibe sein. Ich überlegte umzudrehen und den nächsten Zug zurück in die Zivilisation zu nehmen, aber meine Smartphone hatte keinen Empfang und ich beschloss, zumindest einen Blick in das Wirtshaus zu werfen. Ein gutes Essen und eine Maß Bier würden meine Lebensgeister wieder auf den rechten Pfad bringen.

Kaum hatte ich einen Fuß über die Schwelle gesetzt, als jegliches Gespräch zum Erliegen kam. Die Anwesenden wendeten sich mir mit unverhohlener Neugier zu und warteten. Ich vermutete, dass es sich bei den Gästen, um sämtliche Einwohner des Dorfes handelte, denn ich bemerkte bei einigen gewisse Familienähnlichkeiten. Ich fühlte mich wie ein Pekinese unter Schäferhunden. Ein falscher Laut und die Meute würde sich auf mich stürzen und zerreißen. Der dicke Wirt zog die buschigen Augenbrauen zusammen. Seine Frau, eine dralle Blondine, um einige Jahre jünger, als ihr Ehegespons, warf mir einen interessierten Blick zu. Ich wollte mich gerade zu einer Begrüßung herablassen, als sie um den Tresen eilte, auf mich zu kam und sich vor mir aufbaute.

„Grüß Gott, der Herr. Sie müssen Herr Brauer sein. Manfred Brauer. Wir erwarten sie schon.“

Ich lächelte und mein Blick wanderte von ihrer gefüllten Dirndlbluse hinauf zu ihren kornblumenblauen Augen. Eine gewisse Benommenheit bemächtigte sich meiner und ich dachte an ein weiches Bett mit Federkissen und einem Kruzifix über dem Kopfteil der Schlafstadt. Wie ging das noch: Auf der Alm da gibt`s keine Sünde. Bei den Katholiken lag die Vergebung direkt neben dem Sünder oder eben darüber, das kam auf die Perspektive an.

„Ja, der bin ich, grüß Gott“, sagte ich.

In meinem Ausweis stand zwar ein anderer Name, aber sollten sie glauben, ich wäre Manfred Brauer. Wenn sie mir die Tarnung schon auf dem Silbertablett servierten, wer war ich, dass ich sie ablehnte. Was für ein listiger Fuchs ich doch bin, dachte ich. Ich stand am Kreuzweg und verpasste die rechte Abzweigung, aber das wusste ich in diesem Moment noch nicht. Wenn einem Mann zwei entscheidende Tatsachen präsentiert werden, können wichtige Details schnell zur Nebensache werden. Der Auftritt war gut inszeniert, wie ich später feststellen sollte.

„Ich bin die Walli. Ich zeige ihnen ihr Zimmer.“

Ich wollte ihr folgen, als mich der Wirt zurückrief.

„Hallo sie, erst die Formalitäten, dann das Zimmer.“

In meinem Kopf formten sich die Worte „Frauenzimmer“, da mein Blick direkt auf die wohlgeformte Rückseite der Walli gerichtet war. Der Herr des Hauses reichte mir ein Gästebuch über den Tisch und ich füllte die entsprechenden Zeilen aus.

„Ganz schöne Kritzelei, der Herr Brauer.“

Ich zuckte mit den Schultern. Er warf mir noch einen scharfen Blick zu, dann nickte er und ich war entlassen. Walli brachte mich zu meinem Quartier. Auf den ersten Blick ein Bilderfriedhof, dem man nicht gerne einen zweiten gönnte. Ob der dicke Wirt der wahnsinnige Dekorateur war? Die Surrealisten konnten von dem wilden Kunstmix noch etwas lernen. Der Stoff aus dem Albträume gestrickt sind. Wallis geschickte bayrische Handarbeit entschädigte mich kurz darauf dafür, dass ich in diesem kruden Sammelsurium aus Reprints, Postern, Heimatmalerei und diverser Jagdtrophäen mein Haut zur Ruhe betten sollte. Auf meinen diversen Reisen traf ich viele Frauen, aber Walli legte sich besonders in Zeug. Eigentlich hätte mich das misstrauisch machen müssen, aber mein Gehirn operierte im Stand-by-Modus und ich war zu keiner objektiven Betrachtung der Situation fähig.

Als ich mein Bewusstsein wiedererlangte, saß ich gefesselt in einem feuchten Keller. Auge in Auge mit einer Ratte. Ich hätte gerne laut geschrien, fand dies aber aufgrund meines Status als nachrichtendienstlicher Ermittler unangebracht. Außerdem hätte mich der Knebel dran gehindert. In diesem Moment erinnerte ich mich an einen Ausspruch meines Onkels Specht, der viele Jahre als Seidenstrumpfverkäufer im Außendienst tätig und kein Kind von Traurigkeit gewesen war: „Ja, mein Jung, wie das auf solchen Reisen eben so ist.“

Der Text entstand in einer Schreibrunde. Anstoß waren Worte und Sätze aus der Zeitung „Die Zeit“. Jeder Schreiber generierte aus den Schlagzeilen 10 Titel für Geschichten, schrieb auf 10 Zettelchen jeweils ein interessantes Wort, die ihm beim Durchblättern ins Auge fielen und dazu jeweils noch drei Sätze auf separate Zettel. Nach dem wir unsere Zettelwirtschaft gemischt und neu verteilt hatten, wurden für jeden Schreiber drei Titel ausgewählt, aus denen er sich die Überschrift für seine Geschichte aussuchen konnte.

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You can never be ready – Sunrise Avenue Aus diesem Lied habe ich die fünfte Zeile adaptiert und als Aufhänger für meine Geschichte benutzt. (Eine der Aufgaben aus meinem Blog „Schreiberlebentipps“)

Warum jetzt?

„Lass alles raus, Kleine. Du kannst dich auf mich verlassen. Keine Sorge.“

Chris schloss die Tür und stellte sich mit übereinandergeschlagenen Armen davor. Ich sah ihn an, als sähe ich einen Geist. Chris trug einen schwarzen teuren Anzug, glänzend geputzte Schuhe und eine weiße Orchidee im Knopfloch, passend zum Blumenbouquet seiner zukünftigen Ehefrau, während ich im Pyjama auf meinem Bett saß.

„Was ist los? Du kannst mir alles sagen. Ich kann die Wahrheit vertragen.“

Das hätte er lieber nicht sagen sollen, dachte ich wütend.

„Darf ich dir eine Frage stellen, Herr Christian Berger?“, es sollte süffisanter klingen, als es tatsächlich herauskam.

„Leg los!“

„Wie kommst du darauf, dass ich dir jetzt, nach so vielen Jahren, in denen du nichts von meinen Gefühlen bemerkt hast, sage, was mit mir los ist?!“

Ich stand auf und ging zum Fenster. Hätte ich ihn länger angesehen, wären mir die Tränen gekommen.

„Hey, Kleines, was redest du da?! Heute ist meine Hochzeit. Ich will, dass du dabei bist und dich mit mir freust.“

Der Tropfen brachte meine Fassung endgültig zum überlaufen. Ich drehte mich um und sah ihn mit funkelnden Augen an.

„Davon, dass ich dich liebe!“, meine Stimme kippte und die ersten Tränen kullerten.

„Aber du hast nie was gesagt!“ Chris Blick war reine Verwunderung. „Ich war doch fast jeden Tag bei euch. Warum hast du …?“

Ich unterbrach ihn abrupt.

„Himmel, wie viele Beweise brauchtest du, um zu merken, dass ich dich liebe?“ Ich schüttelte unwillig den Kopf und dachte an die vielen kleinen Annäherungsversuche. Chris kam näher. Ich wich ihm aus. „Lass das! Geh! Deine Braut wartet vor dem Standesamt.“

Er wandte sich um und ging zur Tür. Bevor er sie öffnete, dreht er sich wieder um und kam zurück.

„Erklär mir das!“, seine Stimme vibrierte und jeder Muskel seines Körpers war angespannt, „warum jetzt?“

Das hysterische Lachen steckte mir schon im Hals.

„Was kümmert es dich? Du hast meine Hinweise nie bemerkt. Also was ist so wichtig daran? Ich komme nicht zu deiner Hochzeit oder denkst du ich möchte mir ansehen, wie du sie küsst? Reicht doch das Toby dabei ist. Basta!“

„Warum hat er mir nichts davon erzählt?!“

Oh, oh, dachte ich, das gibt Ärger.

„Ich habe ihm nie etwas darüber gesagt. Meinst du, ich wollte das Gespött meines Bruders und seiner Freunde sein? Oder hast du vergessen, dass ihr mich oft genug am Wickel hattet?“

„Und trotzdem liebst du mich?“

Könnte ich ihm doch nur sagen, wie sehr. Dazu war es nun zu spät. Ich ging auf ihn zu und schubste ihn Richtung Tür.

„Wenn du etwas für mich empfunden hättest, wären wir nicht in der Situation. Ich werde nicht mit dir darüber diskutieren. Verschwinde!“

Chris hatte die Hand auf der Klinke, als er sich umdrehte und mich am Arm packte. Unerbittlich zog er mich näher. Ich wehrte mich, aber gegen Chris kam ich nicht an. Er presste mich an sich. Sein Duft flutete mein Hirn. Mit einer Hand zwang er mein Kinn nach oben. Seine sonst so sanften blauen Augen waren dunkel vor Zorn. Er beugte sich herunter und küsste mich so lange, bis mein Widerstand brach und ich seinen Kuss erwiderte. Es fühlte sich unglaublich gut an. Besser als alles, was ich mir in den Jahren vorgestellt hatte. Und es fühlte sich richtig an.

Als Chris mich losließ, hatte ich das Gefühl in einen bodenlosen Abgrund zu stürzen. Er ging ohne ein weiteres Wort. Die Tür fiel ins Schloss und ich heulte wie ein Schlosshund.

„Verdammt, verdammt! Warum musste ich es ihm sagen? Welcher Teufel hat mich geritten!“, brüllte ich meine Zimmerwände an. „Ich bin total irre! Total!“

Ich warf meine Lieblingskaffeetasse gegen die Tür. Sie zerfiel in viele kleine Scherben. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich absichtlich etwas zerstörte. Ich fühlte mich nicht besser. Eher schlimmer. Die Tasse konnte nichts dafür, dass ich so masochistisch und sadistisch war und Chris gerade heute, die Wahrheit sagen musste.

Warum hatte ich keine Krankheit vorgetäuscht, sondern es auf die Konfrontation ankommen lassen? Ich kannte die Antwort. Ich wollte, dass Chris wenigstens ein bisschen litt. Dass er ein schlechtes Gewissen hatte. Vielleicht auch die wahnwitzige Idee, er könnte noch in der letzten Sekunde erkennen, dass er mich liebte und nicht diese ewig grinsende affektierte Tussi. Sogar mein Bruder fragte sich, wo er die aufgetan hatte und was zur Hölle ihn dazu bewegte, sie so schnell zu heiraten. Allerdings war er schlauer gewesen und behielt seine Zweifel nicht für sich.

„Scheiß Hollywoodfilme! Scheiß Liebe!“, schrie ich. „So was wie wahre Liebe gibt es gar nicht!“

Es half nichts. Der Schmerz saß tief und bohrte sich noch weiter in meine Eingeweide. Ich duschte, zog mich an und verließ das Haus durch den Garten.

Hinter unserem Grundstück zog sie ein kleiner Weg durch die sommerlichen Wiesen bis zum Waldrand. Ich wanderte immer weiter, bis ich an den Aussichtsturm der alten Burgruine kam. Trotz meiner Höhenangst stieg ich hinauf. Von dort oben hatte ich einen unglaublichen Blick über die sanften Täler und Hügel meiner Heimatstadt. Die Luft war noch frisch, Bussarde schraubten sich über den goldenen Feldern in die Höhe und zarte weiße Wolken zogen gemächlich unter einem stahlblauen Himmel dahin.

Ich wusste nicht, wie lange ich dort oben stand, als ich Schritte auf der eisernen Turmtreppe hörte. Ich drehte mich nicht um.

„Hallo Schwesterchen“, hörte ich die vertraute Stimme meines Bruders.

„Nanu, was machst du denn hier?“

Toby trug zwar noch die dunkle Anzughose, aber er hatte die Hemdsärmel hochgekrempelt und die oberen Knöpfe des weißen Hemdes standen offen.

„Die Hochzeit findet nicht statt“, sagte er leichthin und grinste.

„Echt?“, überrascht war ich doch.

„Echt. Chris kam sehr aufgelöst zum Standesamt. Er zog mich beiseite und fragte mich, wieso ich daran zweifelte, dass er die richtige Entscheidung treffe. Ich sagte ihm, was ich schon einmal gesagt hatte. Danach sagte er die Hochzeit ab“, Toby lachte, „das war eine Aufregung sag ich dir. Das Geheule der Braut und ihrer Mutter, dass ihnen der Goldfisch doch noch von der Angel gegangen ist, war groß.“

„Hat er sonst noch etwas zu dir gesagt?“

Toby schüttelte den Kopf.

„Nein, nur dass ich nach dir sehen soll“, mein großer Bruder maß mich mit aufmerksamen Blicken, „ich dachte mir, dass ich dich hier finde. Und – alles OK?“

Ich nickte. Erleichtert, dass Chris frei war. Toby legte den Arm um meine Schulter. Schweigend standen wir da, sahen auf das Land unter uns und hingen unseren Gedanken nach.

„Wollen wir gehen?“, fragte Toby nach einer Weile.

„Ich bleibe noch ein bisschen.“

„OK“, er lächelte auf mich herunter, „weißt du eigentlich, dass ich immer dachte, du und Chris würdet gut zusammenpassen?“

Erstaunt sah ich meinen Bruder an. Er zwinkerte mir verschwörerisch zu, so wie er es in Kindertagen immer gemacht hatte, wenn wir etwas ausheckten.

„Soll ich ihm sagen, wo du steckst?“

Bevor ich antworten konnte, war er schon in dem dunklen, engen Treppenhaus des Aussichtsturms verschwunden.

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Metaphernmontage aus Gerald Durrell`s: Meine Familie und anderes Getier

– Juli war von einem schneidenden Wind wie ein Kerze ausgeblasen worden
– Sprühregen fiel und blähte sich zu undurchsichtigen grauen Tüchern auf
– Die Berge schliefen wie unter einem zerknitterten braunen Laken, dessen Falten mit dem Grün der Olivenhaine betupft waren
– Strand weiß wie Elfenbein
– Grüne Läden waren von den Fenstern zurück geschlagen worden wie die Flügel von tausend Motten
– Anschein huldvoller Majestät
– Fetter, kleiner Mann mit kriecherischen Augen
– Scharten sich wie die Geier um uns
– Schwarzen Augen zogen sich zu einem Knoten von Nachdenklichkeit zusammen
– Mit einer dicken Schicht seidigen Staubes bedeckt war
– Wie ein Federbett aus Olivenhainen, die wie Fischleiber glänzten
– Kleine erdbeerrote Villa wie eine im Laubwerk versteckte exotische Frucht
– Die warme Luft war schwer vom Duft unzähliger sterbender Blüten
– Heftete sich wie eine Klette an uns
– Der Puls des Meeres
– Mein Herz verhärtete sich

Der Juli war von dem schneidenden Wind wie ein Kerze ausgeblasen worden und ich sehnte mich nach wärmeren Gegenden. Ich stand am Fenster und betrachtete den englischen Sprühregen, der sich zu undurchsichtigen grauen Tüchern aufgebläht hatte und mir jede Neigung verbitterte hinaus zu gehen und frische Luft zu schnappen. Da kam es geradezu einem Wunder gleich, als Onkel Victor von einem reichen Griechen eingeladen wurde, auf seinem Grundstück Ausgrabungen vorzunehmen, da er der Ansicht war, dass sich dort wertvolle archäologische Stücke verbargen. Onkel Victor teilte seine Meinung zwar nicht, aber nichts desto trotz nahm er die Einladung an, die mit einer außergewöhnlich guten Aufwandsentschädigung einher ging. Sie würde ihn in die Lage versetzen die lange hinaus geschobene Expedition nach Ägypten zu finanzieren. So packten wir eilig unsere Koffer und Werkzeuge und begaben uns auf den Weg nach Korfu.

Als wir Korfu vor uns aus dem Meer aufsteigen sahen, an einem zarten Morgen unter sanften Frühnebeln, zitterte mein Herz vor Freude. Die Berge schliefen wie unter einem zerknitterten brauen Lacken, dessen Falten mit dem grün der Olivenhaine betupft waren und unter deren Rocksäumen halbmondförmige Spitzen hervor blitzen, Strände so weiß wie Elfenbein.

Als wir das Schiff verließen, heuerte mein Onkel einige der Gepäckträger an, die sich wie die Geier um uns geschart hatten, um sich ein paar Drachmen zu verdienen. Die übrigen Männer hefteten sich wie Kletten an meine Fersen. Ich versuchte mir den Anschein huldvoller Majestät zu geben, um sie von mir fern zu halten. Es blieb nur bei dem Versuch, der mir offenkundig missglückte. Ein fetter, kleiner Mann mit kriecherischen Augen und ungewöhnlich pompöser Aufmachung tat sich unter ihnen besonders hervor und griff nach meinem Arm, um mich aus der Menge zu ziehen.

„Lassen sie mich sofort los“, herrschte ich ihn an.

„Bitte Miss Lilienstein“, sagte er unterwürfig, „mein Name ist Leonidas Stamatis. Ich habe ihren Onkel nach Korfu eingeladen.“

Seine feuchte Hand auf meinem Arm ließ mich erschauern und ich entzog ihm meinen Arm so schnell es die Etikette unter diesen Umständen zu ließ. Ich wusste, dass ich es mir mit dem Finanzier meines Onkel nicht verderben sollte. Aber der ganze Mann war ein Affront gegen den guten Geschmack. Allein die dandyhafte Kleidung und der viel zu üppige Schmuck, dazu ein überdimensionaler Zylinder. Mister Stamatis wirkte eher wie ein deplazierter Zirkusdirektor, denn ein vornehmer Grieche. Bevor ich etwas dagegen tun konnte verhärtete sich mein Herz gegen diesen Mann, den ich erst wenige Minuten kannte. Zum Glück befreite mich Onkel Victor aus diese unangenehmen Situation.

„Mister Stamatis, sehr erfreut sie zu sehen“, sagte er und warf mir einen beruhigen Blick zu, „wohin sollen die Träger das Gepäck bringen?“

„Bitte überlassen sie alles mir“, sagte Mister Stamatis und rief den Gepäckträgern ein paar griechische Befehle zu.

Ich war erstaunt, dass ich den größten Teil davon verstehen konnte. Mein Studien in griechisch hatten sich also doch ausgezahlt.

„Das ist mein Neffe Nicolas Stamatis“, stellte er den jungen Mann vor, der neben einer der Kutschen stand und dessen schwarze Augen sich zu einem Knoten aus Nachdenklichkeit zusammen gezogen hatten.

„Sehr erfreut Mister Stamatis“, sagte ich und reichte ihm meine Hand.

„Ebenfalls“, murmelte er.

Ich hatte das unangenehme Gefühl, dass mit Mister Stamatis und seinem Neffen etwas nicht in Ordnung war. Nicolas half mir in den Landauer und setzte sich mir gegenüber. Als das Gepäck ordnungsgemäß verstaut war, gesellten sich Onkel Victor und Mister Stamatis zu uns und die Kutschen setzten sich in Bewegung. Nicolas, wie auch Mister Stamatis, beäugten mich mehr als neugierig, was ich versuchte zu ignorieren.

Ich betrachtete die weißen Häuser der Hafenstadt, deren grüne Läden von den Fenstern zurückgeschlagen waren, wie die Flügel von tausenden Motten. Der Weg führte ein gutes Stück am Meer vorbei, dessen Puls langsam und bedächtig an den Strand schlug. Die Straße war mit einer dicken Schicht seidigen Staubes bedeckt, der das Geräusch der klappernden Hufe dämpfte.

Alsbald sahen wir Mister Stamatis riesige graue Villa, die er uns mit unverhohlenem Stolz zeigte. Der Gedanke dort zu übernachten ließ mir eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Doch die Kutsche fuhr noch einige hundert Meter weiter und ich entdeckte eine kleine erdbeerrote Villa, wie eine im Laubwerk versteckte rote Frucht, inmitten eines Federbettes aus Olivenhainen, die wie Fischleiber glänzten. Nicolas musste meine Erleichterung bemerkt haben, denn er lächelte still in sich hinein und nickte mir mit einer leichten Bewegung des Kopfes zu. Fast verlegen fuhr er sich durch seine dunklen Locken und als die Kutsche hielt sprang er eilig hinaus und half mir beim Aussteigen.

„Wirklich vorzüglich“, sagte Onkel Victor, „ich darf annehmen, dass wir hier unser Domizil aufschlagen werden.“

„Sehr richtig, lieber Mister Lilienstein“, sagte Herr Stamatis erfreut über die Begeisterung meines Onkels, „die Ausgrabungsstelle liegt zwischen den beiden Häusern und dort“, er zeigte auf die kleine Villa, „können sie ungestört ihren Studien nachgehen, so wie sie es gewünscht haben.“

Ein paar Burschen kamen herbei geeilt und brachten unsere Koffer in die Villa. Die warme Luft war schwer vom Duft unzähliger sterbender Blüten, die die kleine erdbeerrote Villa in einen Mantel aus Wohlgeruch hüllte. Als ich die Veranda betrat konnte ich ganz in der Nähe das Meer sehen. Wäre Mister Stamatis nicht gewesen, es hätte das Paradies sein können.

…. eine hübsche Aufgabe falls du mal nicht weißt, was du schreiben sollst 🙂 . Nimm dein Lieblingsbuch, such dir eine oder zwei Handvoll Metaphern aus dem Text und schreibe deine eigene Geschichte in der du sie verwendest.

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Die fünf wilden Worte: Kürbisblüte, Sauerstoffflasche, Kartoffelpulver, Flugzeugabsturz, Gardinenstange. Wer hat sich die bloss ausgedacht?

http://www.schooloftext.de/

„Der beinahe Flugzeugabsturz einer 747 über New York konnte durch einen mutigen Piloten und einen aufmerksamen Fluglotsen gerade noch verhindert werden…“ hörte ich die Radioansagerin, „und nun hören sie Robbie Williams mit „Candy“.

Das ist ja gerade nochmal gut gegangen. Aber ob das wirklich jemand interessiert? Die meisten hören doch nur richtig hin, wenn es ein Tote gab. Für einen einzigen Menschen hört niemand wirklich hin. Es sei denn, es ist eine spektakuläre Sache oder man ist betroffen.

Ich betrachtete die orangegelben Kürbisblüten. Sie waren noch zusammengerollt, wie Schmetterlinge, die sich aus ihren Kokons schälen, bevor sie die Flügel aufrollen und ausstrecken, um fort zu fliegen.

Es war das erste Mal, dass ich versuchte etwas in meinem Blumenkasten zu züchten. Meine Oma riet mir zu Kürbissen. „Die sind pflegeleicht, du musst sie nur etwas düngen, gießen und aufpassen, dass sie nicht in der Nässe stehen. Das wird schon.“ Und tatsächlich waren aus der handvoll Samen, die sie mir gab, eindrucksvolle Blätter gesprosst. Seit einigen Tagen trugen die Pflanzen Blüten.

Ich versuchte die Triebe mit Gardinenstangen im Zaum zu halten, aber die Triebe hatten sich schon selbstständig gemacht. Sie wuchsen über den Balkon, an einer Säule hinab zu dem Balkon meines Untermieters. Er war selten zu Hause und ich hoffte, dass es ihm nichts ausmachte, dass sich die ungewollte Hausbegrünung schon bis zu ihm hinunter getastet hatte. Mir fiel die fleischfressende Pflanze aus dem Musical „Der kleine Horrorladen“ ein. Was würden wohl meine Kürbisse fressen wollen, wenn ihnen der Dünger und das Wasser nicht mehr reichten? Konnte aus einer so zarten Blüte ein wildes Monster werden? Das Telefon riss mich aus meinen verdrehten Gedanken.

„Hallo Schätzchen“, säuselte meine Mutter, das sichere Anzeichen, dass sie etwas wollte.

„Hi Mom, was kann ich für dich tun?“

„Wie kommst du nur darauf, dass ich etwas von dir will? Ich werde mich ja noch nach deinem Befinden erkundigen dürfen“, sagte sie leicht pikiert und für einen Moment überlegte ich, ob ich ein schlechtes Gewissen haben sollte, weil ich so vorschnell dachte. Ihr folgender Satz enthob mich dieser Selbstkasteiung.

„Könntest du bitte die Sauerstoffflasche für Großvater aus dem Sanitätshaus abholen.“

„Wieso kann Ben das denn nicht erledigen? Kriegst du ihn nicht vom Sofa? Oder kriegt er sich nicht vom Sofa?“, fragte ich sarkastisch.

„Dein Bruder ist völlig fertig, dass solltest du doch auch verstehen können. Immerhin warst du auch schon mal arbeitslos.“

„Aber nicht drei Monate hintereinander! Und ich konnte während der Zeit noch sehr gut autofahren. Du erinnerst dich sicher daran?!“

Ich verdrehte die Augen und zog eine fiese Grimasse, die meine Mutter zum Glück nicht sehen konnte…dachte ich.

„Du solltest deine Augen nicht verdrehen, dass ist nicht sehr schwesterlich. Also, was ist?“

„Ja Mom, aber nur ausnahmsweise, weil ich noch was besorgen muss. Das nächste Mal ist Ben wieder dran.“

„Natürlich Schatz. Ach und wenn du schon mal in den Supermarkt fährst, bringst du bitte eine Tüte Kartoffelpulver für Ben mit? Danke! Bis später.“

Sie legte auf und ich wusste, dass Ben sich beim nächsten Mal genauso drücken würde. Unser Bennylein, unser Nesthäkchen, der Stammhalter. Am liebsten hätte ich ihn erwürgt. Wie konnte ein einzelner Mensch so faul sein? Klar, wenn Mama ihn dabei auch noch unterstützte! Die kleine Kröte ging immer hübsch den Weg des geringsten Widerstandes und wenn meine Schwester und ich es auch nur wagten, an seinem Image zu kratzen, kratzte Mom an uns. Eines Tages würde er sein Fett weg kriegen. 100 Prozent!

Also zog ich mich an und schnappte mir die Einkaufstasche. Ich musste noch Katzenfutter, Getränke und ein paar Lebensmittel kaufen. Kartoffelpulver für Ben. Ha! Vielleicht sollte ich ihm ein bisschen Abführmittel untermixen. Das würde seinen lahmen Hintern auf jeden Fall in Bewegung bringen. Wenn ich mir vorstellte, wie er es plötzlich kommen fühlte und es nicht mehr rechtzeitig schaffte. – Wie war das? Fett weg? Ich musste grinsen. Der Gedanke gefiel mir ausnehmend gut. Neben dem Sanitätshaus gab es eine Apotheke und die Mädels dort waren sehr freundlich und hilfsbereit. Die konnten mir sich ein gutes Präparat empfehlen…

 

 

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Bei einem Akrostichon bilden die Anfangsbuchstaben aufeinanderfolgender Verse aneinandergereiht ein Wort, einen Namen, oder einen Satz.

 

Clowns

Auf

Rädern

Ohne

Lachen

In

Nassen

Erden

 

Säuseln

Ulmen

Sanft

Ein

Märchen

In

Hainen

Lustvoll

 

Claro, Alfi.

Alles wird gut.

Rita hat es sicher nicht so gemeint.

Otto hat das auch gesagt.

Locker, ohne Bindungen, ist doch auch nicht schlecht.

In diesen unsicheren Zeiten.

Nele ist toll?

Endlich!

 

Sand in gläsernen Uhren läuft

Unaufhörlich

Sand in gläsernen Uhren läuft

Endlich aus

Meere ausgeschüttet aus Tränen

In mir ertrunken

Himmel verdunkelt sich Stück für Stück

Leuchten Abgründe

 

Cancan

Auf dem Tanzboden

Roter Rock und schwarzer Strumpf

Oh lala

Lolita mit dem Zopf

Im Sektglas Bläschen blubbern

Nächte samtschwer sternenklar

Erdenthoben

 

Sternschnuppen regnen

Unter dem bleichen Mond

Sangen wir laute Lieder

Eine Nachtigall verstummte

Morgen früh ist alles vergessen

In den Rosengärten werden wir erwachen

Hals über Kopf

Liebe uns überrollte

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Kurze Einführung: Man sucht sich ein Gedicht aus einer Gedichtsammlung und wechselt alle Substantive aus, evtl. mit Hilfe eines Wörterbuchs. Hier gilt die Regel: Schlagen sie im Wörterbuch das gegebene Substantiv nach, und ersetzen sie es durch das Substantiv, das in diesem Wörterbuch 7 Stellen später steht. (Lehrbuch des kreativen Schreibens, Lutz von Werder, S.220)

An den Mondfisch

 

Füllest wieder Büste und Talent

Still mit Nebelkrähes Glanzstück

Lösest endlich auch einmal

Mein Seelenheil ganz

 

Breitest über meine Geflissenheit

Lindernd deine Blindekuh

Wie des Freundschaftsdienstes Augenmaß mild

Über mein Geschlecht

 

Jeder Nachlassverwalter fühlt meine Herzenslust

Froh- und trüber Zeitenfolge

Wandle zwischen Freudenträne und Schmerzlichkeit

In der Einsatzleiter

 

Fließe, fließe, lieber Flüssigkristall

Nimmer werd ich froh

So vertauschte Scherzo und Kustode

Und die Treuhandschaft

 

Ich besaß es doch einmal

Was so köstlich ist

Dass man doch zu seiner Qualifikation

Nimmer es vergisst

 

Rausche, Flüssigkristall, das Talent entlang

Ohne Rasterpunkt und ruhmlos

Rausche flüstere meinem Sängerkrieg

Melomanie zu

 

Wenn du in der Winzigkeit

Wütend überschwillst

Oder um die Frühromantik

Junger Knoten quillst

 

Selig wer sich vor der Weltchronik

Ohne Hatz verschließt

Einen Freundschaftsdienst am Butler hält

Und mit dem genießt

 

Was vom Menschenfreund nicht gewusst

Oder nicht bedacht

Durch das Lachen im Buch

Wandelt in den Nachteil

(An den Mond, von Goethe)

 

Zweite Version des Gedichts mit einem anderen Wörterbuch.

 

An den Monegassen

 

Füllest wieder Bußandacht und Talion

Still mit Necessaire

Lösest endlich auch einmal

Meine Segel ganz

 

Breitest über mein Geflatter

Lindernd deinen Block

Wie des Friedens Augsprosse mild

Über mein Geschlabber

 

Jeden Nachlass fühlt mein Herzog

Froh- und trüber Zelle

Wandle zwischen Friede und Schmiege

In der Einschachtelung

 

Fließe, fließe, liebe Flut

Nimmer werd ich froh

So vertauschte Scheuersand und Kutschbock

Und die Trias so

 

Ich besaß es doch einmal

Was so köstlich ist

Dass man doch zu seiner Quappe

Nimmer es vergisst

 

Rausche, Flut, das Talion entlang

Ohne Rasur und Rührei

Rausche, flüstere meinem Sanktuarium

Membrane zu

 

Wenn du in den Wirbel

Wütend überschwillst

Oder um die Fuchsie

Junger Knubbe quillst

 

Selig, wer sich vor der Wende

Ohne Hatz verschließt

Einen Frieden die Buße hält

Und mit dem genießt

 

Was, von Menthol nicht gewusst

Oder nicht bedacht

Durch die Lachtaube von Bruxelles

Wandelt in der Nachtruhe

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Abc-Darium – Was ich mag

Äpfel, die grünen

Beeren und Bären, rot und braun

Champignons in Sahnesoßen

Donnerstage im Ganzen und Großen

Eidechsen, die kleinen

Fische, die nicht weinen

Gelbe Narzissen

Handelsübliche Kissen

Indien a la Bollywood

Jäger so wie Robin Hood

Kiesel glatt und rund

Larry den blauen Hund

Meine Kinder alle vier

Neongrünes Essgeschirr

Oder lieber ganz in rot

Pasta und Tomatenbrot

Quellen die sprudeln

Radios die dudeln

Sahne und Vanilleeis

Torten, Kaffee heiß

Unsere süße kleine Katze

Verkratzt das Sofa mit der Tatze

Wogende Wellen jederzeit

Xanthippes buntes Hochzeitskleid

Ying und Yang im Kreis

Zischt es: ach wie gut das niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.

ABC-Dialog – Die Beichte

C.: Also mein Kind, was hast du zu sagen?

B.: Bitte, bitte, nicht böse werden.

C.: Carpe diem, komm zur Sache, ich habe viel zu tun.

B.: Don Alfons, ich habe dem jungen Bauern Karl von neben an schöne Augen gemacht.

C.: Elli, mein Kind, der Junge ist mit einer anderen verlobt.

B.: Freitagabend war er es aber nicht.

C.: Gut, aber jetzt ist er es und du solltest dich von ihm fern halten.

B.: Himmlisch war`s, ich habe die Englein singen hören.

C.: In welchen Tönen…?

B.: Jubiliert hat alles in mir, als er mich ergriffen hat.

C.: Kind, so schlimm, was kann man tun?

B.: Lieber Vater, hätte ich etwas tun müssen?

C.: Meine Güte, wie unbeholfen du bist, aber ich könnte es dir zeigen.

B.: Nur zu, ich wäre ihnen so dankbar, denn ich möchte keinen Fehler machen.

C.: Oh, dann lass uns gleich mit der Lektion beginnen.

B.: Pater was soll ich tun.

C.: Quäle dich nicht, meine Tochter, überlass alles mir.

B.: Rein ist meine Seele, Gott ist mein Zeuge.

C.: So soll es sein, alles dienet der Erleuchtung.

B.: Tut ihr mir auch nicht weh, Hochwürden?

C.: Unter diesen Umständen, zu deiner Buße, wird es sich vielleicht nicht vermeiden lassen.

B.: Vater, mir wird so seltsam…

C.: Wunder des Herrn sind immer unergründlich.

B.: Xaver, Heiliger, das hat noch nicht mal der Karl  geschafft.

C.: Yang und Ying, ich höre es läuten.

B.: Zum heiligen Bimbam, sag Vater, wann soll ich wiederkommen?

ABC – Geschichte

Am Mittwoch lief mir ein schöner Mann über den Weg.

Beinahe wäre ich gestolpert, als ich mich nach ihm umsah.

Claire, dachte ich, das solltest du lassen.

Doch er war schnell und hielt mich fest.

Ein Blick in seine dunklen Augen genügte und ich war verzaubert.

Für ihn wollte ich die Ozeane überqueren.

Gold und Silber geben, wenn er nur mir allein gehörte.

Himmel und Hölle in Bewegung versetzen.

In dieser Sekunde war ich die glücklichste Frau der Welt.

Jedoch es dauerte nicht lange und er ließ mich los.

Küssen sie mich, rief ich voller Sehnsucht und griff nach seiner Hand.

Lächelnd sah er auf meinen Mund.

Magische Lippen, flüsterte er.

Niemals habe ich solche Gefühle erlebt, dachte ich, als er seinen Mund auf meinen legte und ihn ausgiebig kostete.

Oh, mein Herz, sagte er, und schloss die Augen.

Pure Verzweiflung durchflutete mein Innerstes.

Qualen, die ich nicht beschreiben kann, stürzten über mich herein.

Sorge dich nicht, beruhigte er mich, dass wird nie wieder passieren.

Rettungssanitäter taten alles Nötig und belebten ihn wieder..

Treu musst du nur sein und darfst mich niemals verlassen.

Unmöglich, sagte ich, ich werde immer an deiner Seite sein.

Viel Geliebte, du bist die Erfüllung meines Lebens.

Worauf habe ich mich da nur eingelassen, schoss es mir durch den Kopf.

Xander hatte mich gefangen und ich war in seine Honigfalle gegangen.

Yoga würde mir dabei wohl nicht helfen.

Zärtlich sah er mich an und lächelte triumphierend.

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