Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Ich habe Angst’ Category

Ich habe Angst, dass es mich zerreißt. Keine Minute des Tages, in der meine Gedanken nicht zu ihm abschweifen. Seine Augen, sein Mund. Wie riecht sein Haar? Wie wäre es, wenn er mich küsst? Wie fühlt sich seine Haut auf meiner an, er in mir? Ich werde es nicht erfahren. Wir werden nie zusammen sein. Du kennst meinen Namen nicht, nicht mein Gesicht. Nur aus der Ferne darf ich dich begehren. Muss mich der verzehrenden Sehnsucht ergeben, weil ich dich niemals haben kann.

Advertisements

Read Full Post »

Ich habe Angst vor meine eigenen Courage, dachte ich und sah auf Sean herunter. Er lag wie Gott ihn schuf auf dem Bett und atmete gleichmäßig. Seine ebenmäßigen Gesichtszüge waren völlig entspannt. Ich versuchte mir jeden Zentimeter seines erregenden Körpers, seines Gesichts, seines Duftes einzuprägen. Der Gedanke, ihn nie wieder zu sehen, war ein Messerstich in mein Herz. Tränen drückten energisch an die Oberfläche. Ich wollte nicht weinen, aber wenn ich noch länger blieb, konnte ich es nicht aufhalten.

Ich legte den Brief auf das Nachttischchen, beugte mich zu ihm herunter, küsste ihn sanft auf die Wange und ging. Es musste sein, sagte ich mir, wie eine Platte mit Sprung, immer wieder vor. Wir stammten aus verschiedenen Welten und ich wollte nicht, dass er sich irgendwann für mich schämte oder mich mit verständnislosem Blick ansah. Ich hatte immer daran geglaubt, dass Liebe alles übersteht, aber die Illusion war mir brutal geraubt worden. Ich erlebte, wie aus Zärtlichkeit Verachtung wurde und sich Liebe in Hass verwandelte. Das konnte ich nicht noch einmal durchstehen.

Read Full Post »

Ich habe Angst vor der Nacht. Vor der Finsternis, die nicht nur meinen Körper, sondern auch mein Herz und meine Seele umfängt. Ich bin ein vom Krieg verwüstetes Land. Die Sonne mag auf- und untergehen, aber da ist nur Dunkelheit. Wenn diese Nacht zu Ende geht, wird sie vollständig sein. Nie mehr das Licht der Sonne sehen. Ewig.
Ich bin allein. Den einzigen Menschen, der mir etwas bedeutet, habe ich so sehr verletzt, dass er mich verließ. Ich weiß nicht mehr, wie viele Abscheulichkeiten und Gemeinheiten ich sagte, damit er geht. Aber schließlich tat er es. Ich habe sein Vertrauen mit Füßen getreten. Sein Blick verriet es mir. Nun ist er weit genug von mir entfernt um am Leben zu bleiben, wenn ich meine Seele verliere und den Weg der Finsternis beschreite. Ich bete darum, dass die Wunde eines Tages heilen möge. Für mich ist es zu spät.

Read Full Post »

„Ich habe Angst“, flüstert Lea.

„Wieso?“

Declans steht so nah bei ihr, dass seinen warmer Atem über ihren bloßen Nacken streicht.

„Sie werden merken, dass ich nicht hier her gehöre.“

„Niemand wird es heraus finden“, erwidert Declan mit Nachdruck. „Lass dich von mir führen und alles wird gut.“

Er nimmt ihren Arm und ehe Lea groß nachdenken kann, steht sie auf dem Teppich, der von den ankommenden Autos zur Villa führt, damit sich die Damen ihre teuren Schuhe und Roben nicht beschmutzen. Lea strafft den Rücken, hebt ihren Kopf und schreitet langsam neben Declan her. Sie bemerkt seinen aufmerksamen Blick und errötet, als sie feststellt, dass er an ihrem üppigen Dekolleté hängen geblieben ist.

„Wundervoll“, raunt er ihr zu und lächelt, „ich weiß, dass du es kannst.“

„Klar, mit diesem Kleid, sehe ich geradezu wie eine Einladung zum Essen aus.“

„Oh, dein Sarkasmus kehrt zurück. Jetzt wird alles gut“, neckt Declan sie.

Die beiden betreten die festlich geschmückte Eingangshalle. Lea spürt, wie sie die Aufmerksamkeit anderer Gäste auf sich zieht. Nicht verwunderlich. Sie trägt als einzige Rot! Auffälliger kann ihr Abendkleid nicht sein. Dazu eng anliegend und mit kleiner Schleppe. Lea muss zierliche Schritte machen, um nicht zu stolpern.

„Ist es nicht zu offensichtlich, dass du mich auf dem Silbertablett servierst?“

Declan grinst und seine grünen Augen glitzern erregt. Wenn er auf der Jagd ist, gibt es kein Halten.

„Mag sein, aber du bist so verführerisch, dass dir keiner widerstehen kann“, seine Stimme klingt rau und Lea blickt zu ihm auf, „ – und dann komme ich ins Spiel.“

Lea denkt an das Waffenarsenal, das Declan unter seinem perfekt sitzenden Anzug versteckt hat. Nichts zeichnet sich unter dem teuren Stoff ab. Obwohl er mindestens zwei silberne „Pfähle“ unter dem Jacket trägt, ganz zu schweigen von silbernen Wurfsternen, und zwei Pistolen mit Silberkugeln.

„Und du bist sicher, dass wir keine Verstärkung brauchen?“

„Ich bin nicht das erste Mal auf so einer Mission“, er senkt seine Stimme, als ein eindrucksvoller Mann auf sie zu kommt, „Showtime!“

„Guten Abend, es freut mich, sie in meinem Haus begrüßen zu dürfen“, der Gentleman lächelt und seine dunklen Augen bleiben an Leas Gesicht haften, „mit wem habe ich das Vergnügen.“

„Declan Galbraith“, antwortet Declan und schiebt Lea etwas nach vorne, „darf ich ihnen meine Schwester Lea vorstellen, Mylord.“

Die Lüge geht im leicht von den Lippen. Eine gute Tarnung ist lebenswichtig.

„Mylord.“

Lea macht einen vollendeten Knicks und neigt anmutig den Kopf. Aus ihrer Hochsteckfrisur lösen sich ein paar vorwitzige Löckchen, dadurch kommt ihr schlanker Hals noch auffälliger zur Geltung. Lord Vulcan streckt ihr die Hand entgegen. Lea legt ihre Hand in seine. Erstaunt registriert sie, dass sie nicht kalt ist, wie sie es erwartet hat.

„Nicht so förmlich bitte. Nennen sie mich Marcus“, Lea nickt und Marcus wendet sich an Declan“, darf ich ihre Schwester zum Tanz entführen?“

„Wenn sie es wünscht“, erwidert Declan höflich.

Lea weiß, dass er sich innerlich die Hände reibt, weil sein Plan aufgeht. Marcus wirft Lea einen fragenden Blick zu.

„Sehr gerne eure Lordschaft“, ein feine Röte überzieht ihr Gesicht, „entschuldigen sie, Marcus.“

„Eine schöne Frau muss sich niemals entschuldigen“, sagt Marcus galant und blickt auf sie herunter.

Lea ist feingliedrig, ohne dürr zu sein, ihre helle Haut lässt das Blau ihrer Augen und den glänzenden Kupferton ihrer Haare deutlich hervor stechen. Marcus reicht ihr den Arm und Lea folgt ihm in den Ballsaal. Seine Bewegungen sind geschmeidig, wie sie es nur von Declan kennt und unter dem weichen Stoff seiner Jacke fühlt Lea einen muskulösen Arm.

„Darf ich ihnen ein Kompliment machen, Lea“, fragt Marcus.

Als sie seinen dunklen forschenden Augen begegnet, senkt sie verlegen den Blick.

„Wenn es sein muss, Mylord – Marcus. Ich bin nicht daran gewöhnt Komplimente zu bekommen.“

Dafür muss sich Lea nicht einmal verstellen, weil es stimmt. Seit Kindertagen ist sie für die meisten die kleine rote Hexe und auch wenn es meistens lustig sein soll.

„Dann lasst mich sagen, wie aufsehenerregend schön ihr seid. Noch nie in meinem ganzen Leben“, und Marcus weilt schon lange unter den Lebenden, „habe ich so eine Schönheit gesehen.“

„Danke, Marcus. Das ist sehr freundlich von ihnen.“

„Ist es nicht“, Marcus Stimme hat plötzlich einen melancholischen Ton angenommen. „Im Grund ist es sehr egoistisch.“

„Wie meinen sie das?“

Marcus bleibt Lea die Antwort schuldig, da sie inzwischen den Ballsaal erreicht haben. Er gibt den Musikern ein Handzeichen. Der Dirigent nickt und die ersten Takte der Musik erklingen. Marcus legt Lea zart den Arm um die Taille und zieht sie sacht auf die Tanzfläche. Declan hatte darauf bestanden ihr das Tanzen beizubringen, aber seine Ungeduld führte mehr als einmal zu unschönen Szenen. Er wollte alles und zwar am liebsten sofort. Marcus behutsame Führung dagegen, macht es Lea leicht ihm zu folgen. Sie schaut zu ihm auf und bemerkt seinen sehnsüchtigen Blick.

„Was macht sie traurig, Mylord?“

Ein flüchtiges Lächeln huscht über seine sinnlichen Lippen. Marcus zieht Lea dichter an sich heran, beugt sich zu ihr herunter und flüstert:

„Es macht mich traurig, dass ich deine Schönheit nicht jeden Tag sehen kann.“

Irritiert dreht Lea etwas den Kopf. Seine seidigen dunklen Locken kitzeln ihre Wange. Sein Mund ist ihrem ganz nah. Sie fühlt seinen Hauch über ihre Lippen fliegen. Ein Schauer läuft ihren Rücken herunter.

„Mylord“, Lea ringt nach Worten.

Sein Mund streift ihre Wange, ihren Mundwinkel.

„Ich wünschte, du könntest mich lieben“, Marcus drückt Lea fest an sich. „Aber ein Monster kann man nicht lieben, nicht wahr?“

Seine Lippen finden ihre. Weich und warm. Die Berührung erschüttert Lea zu tiefst. Marcus ist so sanft und doch, Lea spürt, wie sehr er sie will. Aber am meisten erschüttert sie die Erkenntnis, dass auch sie ihn will. Die letzten Takte der Musik erklingen. Marcus löst sich von Lea.

„Es ist Zeit gehen. Ich möchte nur ungern, dass Mister Galbraith ein Blutbad vor meinen Gästen anrichtet. Lebt wohl, Lea.“

Er hebt ihr Gesicht zu sich empor und küsst sie erneut. Er schmeckt ihre Tränen auf seiner Zunge. Mit ungläubigem Blick sieht Marcus Lea an. Er hört Declans schnelle Schritte, kann seinen rasenden Herzschlag unter den Anwesenden ausmachen. Marcus kann nicht länger bleiben.

„Nein, bitte nicht.“

Lea streckt ihre Hand nach seiner aus. Aber Marcus ist in der Menschenmenge verschwunden.

Read Full Post »

„Ich habe Angst, dass uns gleich alles um die Ohren fliegt!“

Skeptisch betrachtete Sabrina die Kabelkonstruktion, die Dean an der Tür angebracht hatte.

„Oh bitte! Wer ist hier der Profi?“

„Wenn du hören möchtest, dass du das bist, sorry, da muss ich passen.“

Sabrina sah Dean mit unschuldigem Blick an.

„Warum musst du eigentlich immer das letzte Wort haben?“

Über Deans Nase zeigte sich eine steile Zornesfalte. Sabrina grinste. Sie liebte es ihn aus der Fassung zu bringen und seine Selbstsicherheit schwinden zu sehen. Das gelang ihr nur zu gut.

„Weil ich es kann.“

Dean wollte den Streit gerade auf die nächst Ebene heben, als sie ein lautes Krachen hörten.

„Die Tür wird nicht mehr lange standhalten“, bemerkte Sabrina.

„Danke für die Info, das ist mir auch klar.“

„Bitte, ich wollte nur helfen, für den Fall, dass du es nicht bemerkt hast.“

In diesem Moment ertönte das Krachen erneut, Holz splitterte und flog durch den Raum.

„Jetzt!“, sagte Sabrina.

Aber Dean drückte nicht auf den Auslöser. Nur noch eine Sekunde, bis die Meute die Schwelle übertrat.

„Tu es!“

Er antwortete nicht, den Blick starr auf die Tür gerichtet. Jeder Muskel seines Körpers stand unter Spannung. Nur ein Zucken und der Knopf würde die Explosion auslösen. Stille trat ein. Sabrina hielt den Atem an. Sie hatte erwartet, dass die Bande sich sofort auf sie stürzen würde. Nichts geschah.

„Wo sind sie?“, wisperte Sabrina.

„Hier sind wir!“

Dean und Sabrina fuhren herum. Die Vampire hatten einen Halbkreis um die beiden gebildet.

„Lauf!“, brüllte Dean.

Er packte Sabrina am Handgelenkt und zog sie hinter sich her. Noch bevor sie die Schwelle erreichten, drückte Dean den Auslöser und zerrte Sabrina durch die einstürzenden Schuttmassen.

Read Full Post »

Die Tür fiel ins Schloss. Celia drehte sich zu Tom um und sah ihn ernst an.

„Ich habe Angst.“

„Wovor?“, fragte er und zog erstaunt die Augenbrauen hoch. „Du bist die mutigste Frau, die ich kenne.“

„Vor dir.“

Tom trat einen Schritt auf Celia zu. Ganz dicht stand er vor ihr. Sie fühlte seinen Atem auf ihrem Gesicht. Ihr Herz schlug schneller.

„Wieso?“

Tom legte Celia die Hand auf die Hüfte und zog sie näher zu sich. Das hatte er noch nie getan. Celia sog heftig die Luft ein. Celia wich zurück, bis sie die Wand im Rücken spürte, aber Tom ließ sie nicht entkommen. Er war beinahe zwei Meter groß, muskulös und seine Reflexe waren ihren weit überlegen.

„Fang einfach an.“

Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und zeichnete mit dem Zeigefinger die Linien ihres Gesichts nach. Celia erzitterte innerlich. Es kostete sie unglaubliche Selbstbeherrschung ihre Stimme im Zaum zu halten.

„Du bist anders.“

„Anders? Wenn du attraktiv, unwiderstehlich und erfolgreich meinst, das war ich schon immer“, er grinste.

„Stimmt.“

Tom beugte sich zu Celia herunter, seine Wange berührte ihre.

„Du riechst fantastisch“, flüsterte er.

„Tom. Ich wollte dir was sagen“, Celia drängte sich enger an die Wand. Tom lächelte verführerisch. „Du bist einer der besten Jäger, dass warst du immer. Vielleicht bist du jetzt noch besser, aber deine Freundlichkeit, dein Mitgefühl, die menschliche Seite an dir – wo sind sie?“

„Bedeutet dir das so viel?“

Tom hauchte Celia einen Kuss auf den Mundwinkel. Sie seufzte leise. Ihr Körper spielte verrückt. Seit sie Tom das erste Mal begegnete, träumte sie davon, dass er ihr so nah kam. Nun, da es endlich soweit war, stand Celia mit dem Rücken zur Wand und machte Small Talk, statt sich an seine breite Brust zu werfen und sich die Kleider vom Leib reißen zu lassen.

„Ja“, sagte sie leise, „du bedeutest mir etwas.“

Tom hob den Kopf und sah Celia interessiert an.

„Kannst du noch lieben?“, fragte sie.

Tränen stiegen Celia in die Augen. Tom konnte den Blick nicht von ihr wenden. Ihre Augen waren von einem tiefen Kornblumenblau, beinahe violett. Celias Lippen waren voll und rot. Toms Puls schoss nach oben. Er begehrte es sie zu küssen, ihre Zunge mit seiner zu necken, jeden Zentimeter ihres geschmeidigen Körpers zu berühren.

„Kannst du noch lieben?“, wiederholte Celia die Frage.

„Ich weiß es nicht.“ Lea hörte wie ratlos er war. „Aber ich will dich lieben – oder was immer es bedeutet mit dir Sex zu haben.“

Sie lächelte, stellte sich auf die Zehenspitzen und hauchte Tom einen Kuss auf den Mund.

„Ich will dich auch lieben“, flüsterte Celia, „und das würde auch einschließen Sex mit dir zu haben.

„Bist du dir sicher?“, Toms Stimme klang nervös. In seinen schönen Bernsteinaugen konnte sie die Frage lesen. „ich habe Angst dir weh zu tun. Das könnte ich mir nicht verzeihen.“

„Das ist Liebe“, sagte Lea leise.

Für einen Moment hielten sie inne, dann riss Tom Celia in seine Arme und küsste sie so intensiv, als könne ihn nur das am Leben erhalten.

Read Full Post »

„Ich habe Angst“, wispere ich.

Sam dreht sich zu mir um.

„Wieso?“

„Weil ich fürchte, dass ich dich mehr behindere, als dir nütze.“

Er lacht leise.

„Unmöglich. Ich habe selten jemand so geschickt mit dem Bogen umgehen sehe. Halt dich einfach dicht hinter mir. Und versuch nicht gebissen zu werden.“

„Klar, kein Ding.“

Ich versuche meine Stimme zuversichtlich klingen zu lassen, was mir aber nicht ganz gelingen will. Sich nachts auf einem Friedhof herumzutreiben ist eigentlich nichts Schlimmes. Aber nachts auf einem Friedhof einen blutrünstigen Geist zu jagen oder was auch immer Sam vermutet, dass ist eine ganz andere Angelegenheit. Ich kann wirklich gut mit dem Bogen umgehen, aber auf einen Menschen – lebendig oder tot – habe ich noch nie geschossen, nicht einmal auf ein Tier. Mich beschäftigt nicht so sehr die Frage, dass ich treffe, sondern wie ich es fertigbringe auf eine Person zu schießen.

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: