Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Nachdenkliches’ Category

Folgende Worte stammen aus einem Roman Arthur C. Clarkes, dem Verfasser von „2001 Odyssee im Weltraum“:

„Man hat mich oft gefragt, ob ich irgendeine besondere Weisheit angesammelt habe, die ich künftigen Generationen weitergeben möchte … Meiner geliebten Tochter, Nicole, und allen anderen jungen Menschen auf der Erde, habe ich nur eine einzige, ganz schlichte Erkenntnis anzubieten. Ich habe in meinem ganzen Leben zwei Dinge von unbezahlbarem Wert gefunden – Lernen und Lieben.

Nichts sonst – nicht Ruhm und auch nicht Macht, nicht Erfolg um des Erfolgs willen – kann jemals so dauerhaft wertvoll sein. Denn wer am Ende seines Lebens wirklich sagen kann: „Ich habe gelernt“ und „Ich habe geliebt“ – der kann auch sagen: „Ich war glücklich.“

Read Full Post »

„Ich lebe, um zu schreiben.“

Katherine Mansfield

Ich kann Katherine zu 100 Prozent zu stimmen. Egal, wie gut oder schlecht meine Texte sein mögen, ob sie „veröffentlicht“ werden oder nicht. Schreiben ist das, was ich tun will. Nicht mehr, nicht weniger. Mich darüber freuen einen geneigten Leser zu finden, der meine Texte liest und für ein paar Minuten die Zeit vergisst.

Seid ich meinen neuen Job habe, rotiere ich an allen Fronten. Ich habe nette Kollegen und die Arbeit macht mir Spaß. Trotzdem schmerzt es mich, dass ich sehr viel weniger Zeit zum Schreiben habe und in der Zeit, die ich habe müde oder geistig erschöpft bin. In mir ist eine innere Unruhe und Nervosität, die sich nur vertreiben lässt, wenn ich schreibe oder in anderer Hinsicht kreativ sein kann.

Im Gespräch mit einer Freundin, sagt sie: „Ich wäre dankbar, wenn ich wieder etwas Routine in meinem Leben hätte.“ Eins der Dinge, die man oft verachtet. Routine – laufen im Hamsterrad des Lebens – nein, das will niemand und doch, auch ich bin dankbar für eine gewisse Arbeitsroutine, die sich langsam einstellt. Sie enthebt mich des ständigen Nachdenkens. Wie war das nochmal? Machst du alles richtig? Hast du nichts vergessen?

Ich lebe nicht, um zu arbeiten. Ich lebe, um zu schreiben! Darum habe ich eine Arbeit gewählt, die mir so viel freie Zeit zum Schreiben wie möglich gibt und trotzdem meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Das Ganze ist ein Teufelskreis. Hab ich Zeit und kann schreiben, muss ich mir Gedanken machen, wie ich den nächsten Monat rumbringe. Hab ich Arbeit, die mir ermöglicht nicht jeden Euro zweimal umzudrehen, habe ich wenig Zeit und mein Kopf ist voll mit „unnützen“ Gedanken.

Doch am Ende des Tages zählt nur eins: Schreiben. Jedes Wort, jeder Satz, vielleicht ein Absatz oder eine Seite lässt mich aufatmen – lässt mich atmen. Luftholen! Aussteigen aus dem Hamsterrad, einsteigen in das Reich meiner Fantasie.

Ich lebe, um zu schreiben! Und schreibe, um zu leben. Das eine bedingt das andere. Ich schreibe, um einem geneigten Leser und mir selbst einen Moment des Luftholens zu verschaffen. Und so wird es bis zum Ende bleiben. Mein Leben ohne Schreiben ist möglich, aber undenkbar.

Read Full Post »

Ein sehr interessantes Thema! Im Rahmen des Uniseminars „Sucht kennt keine Altersgrenzen“ an der U3L der Goethe Uni Frankfurt entstanden. In meinem jugendlichen Leichtsinn dachte ich, klar kein Ding, kriegst du hin! Über Liebe schon so viel gelesen, geredet, nachgedacht, durchdiskutiert. Es wurde dann doch nicht so einfach das Referat aus dem Ärmel zu schütteln. Aber es hat sich allemal gelohnt, auch wenn es sicher noch eine ganze Menge zu dem Thema zu sagen gäbe. Aber in ca 1 1/2 Stunden muss man sich eben auf das Wesentliche beschränken.

Liebe ist eben eines der schönsten, interessantesten, wichtigesten und schwierigsten Dinge in unserem Leben.

Caroline Susemihl, Referat, Liebessucht

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und nachdenken. 🙂

Read Full Post »

Hermann Hesse, Die Marmorsäge

„Heiraten?“, lachte Becker, „Junge, du bist reizend.“

Da wurde ich ernstlich zornig, lief aber doch nicht fort, sondern ließ mich darauf ein, dem Verwalter meine Gedanken und Pläne in dieser Sache weitläufig zu erzählen.

„Du vergisst eine Hauptsache“, sagte er dann ernsthaft und nachdrücklich. „Die Lamparts sind nichts für dich, das sind Leute von einem schweren Kaliber. Verlieben kann man sich ja in wen man will, aber heiraten darf man nur jemanden, mit dem man nachher auch fertig werden und Tempo einhalten kann.“

 

Read Full Post »

„Da rackern sich die Menschen unermüdlich in der Mühle der Gemeinplätze ab, und doch erwächst daraus nichts, was nicht zuvor schon dagewesen wäre.

In dem Augenblick jedoch, in dem sie sich um eines spontanen Gedankens willen von der Tradition abwenden, strömen ihnen Poesie, Geist, Hoffnung, Tugend, Gelehrsamkeit und Anekdoten alle hilfreich zu.“

Ralph Waldo Emerson, „Literary Ethics“ 1838

Tatsächlich hat sich daran nichts geändert. Wer immer der Herde hinterher läuft, entdeckt keine neuen Wege. Außerdem ist es unendlich langweilig.

Read Full Post »

… Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

… singt Reinhard Mey. Alle Wolken dieser Welt können nicht verschleiern, welche Schrecken sich auf unserer schönen Erde abspielen. Die Dinge, die mir „wichtig“ sind, sind dermaßen unwichtig, vor dem was in der Welt draußen passiert, dass ich mich frage, was tust du da eigentlich? Was bedeutet es Bücher zu schreiben, auf einen Verlag zu hoffen, der sie veröffentlicht? Was soll die Sorge um all die Alltäglichkeiten? Menschen sterben, Menschen hungern, Menschen leben auf verseuchtem Land.

Das Publikum interessiert sich dafür, welcher Promi (A bis Z Promi) sich trennt und mit wem zusammen ist. Schaut arroganten reichen Typen dabei zu, wie sie ihr Geld ausgeben und dummes Zeug reden. Nehmen Anteil daran, wie sich Leute in Pseudodokusoaps an hausgemachten (Drehbuch) Problemen abarbeiten. Wie kann das sein?

Wie ist es möglich das Menschen, die Brüder, Väter, Mütter, Schwestern, sind und Töchter, Söhne, Geschwister, Eltern, haben, andere Menschen umbringen? Was geht in Menschen vor die glauben, für eine Religion, Ideologie oder was auch immer, das „Recht“ zu haben, anderen Menschen das Leben zu nehmen?

Doch es ist nicht nur das Große, es fängt im Kleinen an. Wer hat wirklich Zeit zu zuhören, wenn es jemandem schlecht geht? Es wird lieber Geld verschenkt, als Zeit. Mitgefühl und Rücksicht verschwinden zusehends und sind schon fast veraltete Tugenden. Verständnis kostet Zeit, die wir nicht haben und die uns vielleicht einen Teil unserer Bequemlichkeit kostet.

Unser Planet ist so winzig geworden, wird sitzen alle im selben Boot und es ist erstaunlich mit welcher Vehemenz manche Menschen Löcher in dieses Boot schlagen, als würden sie nicht mit ihm untergehen.

Ich würde gerne über Hoffung schreiben – aber selbst die großen Schriftsteller sind sich nicht einig – ist Hoffnung unverzichtbar oder hoffen nur die Narren? Ich weiß es nicht. Ich wünsche, das trifft wohl eher zu.

Ich wünsche uns Hoffnung auf ein besseres Morgen.

Read Full Post »

…wenn man ihn hat unbezahlbar, denke ich und schreibe seit knapp vier Wochen wie entfesselt an zwei Büchern. Meine Gedanken sind ständig im Text. Ich lebe mit meinen Figuren,  sehe sie vor mir, denke sie hin und her, sehe sie agieren.

Ich schlafe nur noch stückweise, sobald ich aufwache bin ich wieder bei meinen Geschichten. Da war doch noch was, da muss der Satz noch hin, da habe ich eine Beschreibung vergessen, da muss noch mehr Gefühl, noch mehr Sinnlichkeit hinein geschrieben werden.

Manchmal kurz bevor ich in den Schlaf dämmere geht mir ein wichtiger Satz durch den Kopf oder wie die Geschichte weitergeht – ich muss mich aufraffen, es notieren, denn morgen früh ist es weg, das weiß ich genau.

Umso besser, dass das erste Buche heute fertig geworden ist. Manuskript und Klappe verschickt. Yeah! Funkenregen und Feuerwerk! Nun kann ich mich etwas entspannter dem zweiten Buch widmen. Mein Notizbuch und mein Kopf platzen aus allen Nähten. Ich genieße es in vollen Zügen.

„Schreiben ist eine köstliche Sache;

nicht mehr länger man selbst zu sein,

sich aber in einem Universum zu bewegen,

das man selbst geschaffen hat.“

Gustave Flaubert

Und wie recht er doch hat!!!

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: