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Eigentlich hatte ich geplant, spätestens mit dreißig reich, seriös und gesetzestreu zu sein, doch die Umstände waren eindeutig gegen mich.

Jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt wird es besser, kam etwas dazwischen. Meine kranke Mutter, eine verhängnisvolle Liebschaft, ein unverschuldeter Unfall, unglückliche Zufälle usw. Ich weiß kaum, wo ich anfangen und aufhören soll. Eine Zeitlang zog ich in Erwägung, dass ich in einem früheren Leben ein schlechtes Karma auf mich gezogen hätte. Inzwischen habe ich akzeptiert, nichts so sicher ist, wie die Veränderung. Es scheint mein Schicksal zu sein, dass die Veränderungen nicht zu meinen Gunsten ausschlagen.

Damit ihr meine Situation besser verstehen könnt, möchte ich euch folgende Geschichte aus meinem bewegten Leben erzählen:

Vor einer Woche, es war ungewöhnlich ruhig und friedlich, ich saß an meinem Schreibtisch und wollte gerade eine Kaffeepause einschieben, als das Telefon klingelte.

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Benutze folgende Worte im Text: Fahrradschlauch, Lilien, Schnapsflasche, Laternenpfahl

Der Fahrradschlauch lag am Boden, zwischen Scherben einer zerschmetterten Schnapsflasche. Er wickelte sich um den Laternenpfahl wie die abgestreifte Haut einer Schlange. Der Zweck seines Daseins, der Schutz des Fahrrads, war aufgehoben, nachdem Diebe ihn aufgesägt und zurückgelassen hatten. Er hatte ausgedient. Es fehlte nur der schwere süße Duft der Lilien und die Sterbeszene wäre perfekt gewesen.

Schon sehr früh hat es sich ergeben, dass ich nie ohne Auftrag einflussreicher Leute handelte und ich hätte nie gedacht, dass es einmal eine Ausnahme geben würde.

Bis zu einem kalten, regnerischen Tag im November, von dem ich nichts weiter erwartete, als mich in meiner Agentur durch einen Haufen Akten zu wühlen, den mir meine Sekretärin zurückgelassen hatte, nachdem sie mir eine Woche zuvor fristlos gekündigt hatte.

Ich hatte mir gerade einen Kaffee aufgesetzt und betrachtete missmutig den Aktenberg, als es klingelte. Ich betätigte den Knopf der Gegensprechanlage, erstaunt, dass sich jemand bei diesem Wetter heraus traute.

Eine Meile gehen

„Wenn dich jemand nötigt eine Meile mit ihm zu gehen, so gehe mit ihm zwei.“ Dies ist ein Zitat aus der Bibel. (Mat 5:14) So hart möchte ich es nicht ausdrücken. Statt nötigen setze ich bitten ein.

„Wenn dich jemand bittet eine Meile mit ihm zu gehen, so gehe mit ihm zwei.“

Die Einstellung „mehr tun als erbeten“ findet man heute selten. Bitten ist möglich, aber ob sich jemand deines Wunsches annimmt oder gar bereit ist mehr als das Erbetene zu tun ist fraglich.

In der Mehrzahl der Fälle habe ich festgestellt, dass nur die „Aufgabe“ erfüllt wird und keinen Deut mehr. Freiwillig etwas zu tun oder mehr als das Nötige ist so besonders, dass es tatsächlich wert scheint das abzufeiern.

Natürlich gibt es diejenigen, die den Hilfsbereiten ausnutzen und sich auf seinem Rücken ausruhen oder die, die nicht lernen wollen Dinge selbst zu tun. Aber von diesen soll an dieser Stelle nicht die Rede sein und ich bin nicht dafür, dass Faulheit und Dreistigkeit unterstützt werden sollen. Man darf auch „Nein“ sagen.

Doch ist es wirklich so schwierig, die eigene Komfortzone störend, mit offenen Augen durch den Tag zu gehen und anderen einen Gefallen zu tun, wenn sie darum bitten oder wenn man sieht, es braucht nur eine Handreichung, um jemand glücklich zu machen? Und das ohne Augen verdrehen und stöhnen, oder gleich gefeiert werden zu wollen?

Die Hilfsbereiten, Bescheidenen tun das sowieso nicht. Sie fassen mit an und brauchen keine Orden. Allerdings kann man es ihnen nicht verübeln, wenn sie sich ausgenutzt vorkommen und ebenfalls keine zwei Meilen mehr gehen wollen. Die Folge davon, es trifft die Falschen.

Wenn jeder bereit ist (in seinem Maß) zwei Meilen zu gehen und für die geleistete Hilfe dankbar ist (und es auch zeigt), dann wird das Zusammenleben um vieles leichter und angenehmer. Wenn wir Gutes tun, erhalten wir immer etwas zurück.

Freude, die man teilt, verdoppelt sich.

Unfassbar! Wie cool ist das denn? Ich wurde von meinem neuen Verlag eingeladen auf der Buchmesse in Leipzig nächstes Jahr meine Buch (Bücher?) zu signieren!!!

Die wichtigste Frage nach: Wann ist der Termin, wo soll ich übernachten? ist: Was ziehe ich an? Natürlich *g*. Frauen könnte Mann sagen. Allerdings signiere ich keinen Fantasyroman oder Krimi, sondern erotische Kurzgeschichten. Nicht, dass jemand auf den Gedanken von schwarzer Spitze, wahlweise roter kommt. Das ist eher etwas für die Stories oder drunter *g*. Aber ein nettes kleines Schwarzes und bequeme Pumps, das wäre doch was?! Das zieht die nächste Frage nach sich – bequem und Pumps – ein Paradox?

Egal! Jetzt sonne ich mich erst einmal in dem super tollen Gefühl als Autorin eine Signierstunde zu geben. Die Sache mit dem Outfit werde ich in meiner Euphorie auch noch in den Griff kriegen!

R.I.P Liebe

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