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Posts Tagged ‘Antwort’

„Sehen sie denn nicht, dass dort ein Schild „Nicht hinauslehnen“ angebracht ist?“

Sagte eine schnippische Stimme hinter mir. Ich drehte mich um und sah in zwei blaue Augen, über denen sich die Brauen zu einer Gewitterfront zusammengezogen hatten.

„Guten Tag, mein Fräulein“, erwiderte ich ruhig und mit einem spöttischen Lächeln, obwohl es mir in den Fingern kribbelte der jungen Dame eine gepfefferte Antwort zu geben, „ich wusste gar nicht, dass die Royal-Railway-Companie adelige Damen als Zugbegleiter einstelllt.“

Sie schnappte sichtbar nach Luft.

„Mir ist klar“, fuhr ich fort und die Ironie tropfte aus meiner Stimme, „sie wollten mich nur warnen, weil ich ihnen im Speisewagen so überaus gut gefallen habe, und es ihnen ein Greul wäre mich aus dem Zug stürzen zu sehen. Zerschmettert auf den Gleisen.“

Ihre Augen funkelten erbost über meine Spitze. Sie war mir beim Diner aufgefallen, da sie mich unverhohlen anstarrte, ja geradezu sezierte, während sich die anderen Anwesenden nach diesem kurzen Moment des Erschreckens wieder ihrem Menü zuwendeten. Ich konnte die Abscheu direkt in ihren Augen lesen. Entweder hatte man ihr keine Manieren beigebracht oder sie besaß eine sensationslüsterne Neugier auf alles was anders war und ergötzte sich daran. Oder beides.

Da ihr keine adäquate Antwort auf meinen Sarkasmus einfiel, drehte sich um und stolzierte hocherhobenen Hauptest davon. Ihr würdevoller Abgang wurde durch ein unerwartetes Ruckeln verhindert, da der Zug um eine Kurve bog und leicht schlingerte.

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Verloren

 

Ich habe dich verloren

Kenne nicht den Grund

So viele Fragen gestellt

Du bliebst die Antwort schuldig

 

Welcher Schnitt hat uns getrennt

Die Bindung vieler Jahre zerstört

Schlimmer ist dein Schweigen

Als ein Schlag ins Gesicht

 

Kann ich es ungeschehen machen

Ich reiche dir die Hand

Du schaust mich nicht an

Dein Stolz lässt es nicht zu

 

Die Zeit verrinnt beharrlich

Der Schmerz verblasst schleppend

Die Erinnerung an dich bleibt

Ein Splitter in meinem Herzen

 

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Bis heute: 120 Seiten überarbeitet.

Frage: Warum habe ich einen Roman mit 560 Seiten Umfang geschrieben?

Frage: Warum befindet sich kein Wort mehr dort, wo es vorher stand?

Frage: Verdammt nochmal, warum dauert das solange?

Antwort: Ich kann nicht anders. Fantasy auf sechs Seiten? Nee!

Antwort: Nach längerer Ruhezeit sieht alles anders aus.

Antwort: Alles relativ. (Blöder Spruch, aber irgednwie, muss ich mich ja motivieren.)

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Fensterblick

Grau in Grau, hinter einer grünen Wand aus Kirschbäumen, Thuja und Ebereschen. Wieso heißt ein Baum, von dessen Beeren sich Vögel ernähren, Eber-Esche? Die Frage ist rein rhetorisch. Ich suche nicht nach einer Antwort. Ich suche nach gar nichts. Denn ich bin gefunden worden. Und schon bricht aus dem Grau ein Sonnenstrahl und erhellt meinen Tag.

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