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Posts Tagged ‘Arm’

„Hätt ich des Himmels reichbestickte Tücher

Bestickt aus Golden- und aus Silberlicht

Die dunklen, blauen und die hellen Tücher

Aus Nacht, aus Tag und aus der Dämmerung

Legt ich dir Tücher dir zu Füßen

Doch ich bin arm und habe nichts als Träume

So leg ich meine Träume dir zu Füßen

Tritt sanft, denn du trittst auf meine Träume.“

                                                                W.B.Yeats

Der Text löst eine Menge an Assoziationen aus. Einerseits könnte eine fantastische Geschichte dahinterstecken oder eine Liebesgeschichte – vielleicht Richtung Historie.

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Die Vorgabe war ein Lebkuchenmann und ein Lift(Aufzug) und so kam ich zu meiner diesjährigen Weihnachtsgeschichte. 🙂

Verdammt, wie bin ich bloß hierhergekommen? In einen viereckiger Kasten aus Metall. Nicht viel größer als eine Keksdose. Ha, aber nicht besonders gemütlich und stinken tut es hier – iiiihhh bäh, da wird mir echt übel. Es riecht nach nassem Hund und Pippi, aber darüber möchte ich lieber nicht nachdenken. Ich bin so fluffig und lecker, der Gestank wird mich verderben, dann wird mich niemand mehr essen wollen.

Am liebsten würde ich heulen, aber dann weicht mein Zuckerguss auf. Wie viel besser wäre es in einer Keksdose mit silbernen Schneeflocken und kleinen Engelchen. In der Gesellschaft von Zimtsternen und Vanillekipferl fühle ich mich besonders wohl, das ist wenigstens ein vernünftiger Geruch! Und erst der Tannenduft, Orangen, Nelken und natürlich Lebkuchenduft.

Darum mögen mich die Leute auch so gerne. Ohne Lebkuchen kein Weihnachten. Nur mal so unter uns, die ersten gewürzten Honigkuchen gab es, wenn man den Historikern glauben darf, schon 350 v.Chr. in Ägypten.
Und DIE vergessen mich einfach hier in diesem dreckigen, stinkenden Kasten. Dabei hat mich ein Meisterbäcker aus Nürnberg gebacken und ich bin mein Geld wert!

Es macht ein surrendes, brummendes Geräusch. Ein Bing ertönt. Es zischt. Tageslicht fällt in den Kasten. Tapsen und Schritte erfüllen den Raum. Plötzlich leckt eine raue Zunge an mir herum. Es kitzelt. Meine bunten Schokoknöpfe lösen sich. Die Zunge schiebt mich über den stinkigen, feuchten Boden. Iiiihhh, holt mich hier raus! Die Zunge leckt weiter, spitze Zähne kauen an mir herum. Inzwischen fehlen mir ein Bein und ein Arm. Wo ist der Weihnachtsmann, wenn man ihn mal braucht?

Das Bing ertönt. Es zischt. Die Zunge lässt von mir ab. Tapsen und Schritte entfernen sich. Ich bin nur noch ein braunes, unansehnliches Häufchen Lebkuchen. Zuckerguss weg, Schokoköpfe weg. Leute weg. Mir reicht`s! Ich habe keinen Bock mehr auf Weihnachten! Im nächsten Leben werde ich Marzipankartoffel, die kommt nur im Rudel und in der Tüte.

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Poem 7.4

Mein Blau

Himmel
Meer
Vergissmeinnicht
Abschiedsstunde
Zwischen Tag und Nacht

Mein Blau
Bist du
In mir

Legst tröstend Arm und Schatten
Um mich herum
Gibst meiner Seele Ruhe
Nahrung meiner Fantasie

Ich seh das Blau in allen Dingen
Teil dieser Welt
Teil meines Lebens
Mein Blau

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