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Posts Tagged ‘Asche’

Du bist meine Achillesferse

Mein kostbarstes Stück

Kein Schmerz soll dich treffen

Mein Verständnis ohne Ende

Nur du bist wichtig

Wenn du unglücklich bist

Kommen mir dir Tränen

Fühlst du eine Sorge

Trifft sie mich doppelt

Bist du Glücklich

Bin ich zufrieden

 

Und doch

Mit jedem Wort von mir

Entfernst du dich

Baust eine Mauer

Aus Widerwillen

Gute Argumente sterben

Verwehen – Asche im Wind

Platzen wie Seifenblasen

Auf rauem Grund

 

Meine Liebe ist armselig

In deinen Augen

Du denkst ich bin bedürftig

Kannst nicht sehen

Dass es echt ist

Ohne Täuschung und Hintergedanken

Ich habe mein Herz geöffnet

Auf dem Silbertablett serviert

Nichts zurückgehalten

 

Liebe muss nicht kämpfen

Liebe ist

Liebe muss nicht betteln

Liebe gibt

Liebe muss nicht reden

Liebe versteht

Liebe schwankt nicht

Liebe besteht

Liebe muss nichts beweisen

Liebe existiert

Liebe läuft nicht davon

Liebe bleibt

 

Ich bin meine Achillesferse

Mein kostbarstes Stück

Du kannst mich nicht sehen

Dich nicht ganz erfassen

Mein Gefühl für dich

Hat mich verwundbar gemacht

Ich klebe Pflaster auf die Wunde

Lerne aus dem

Was man Leben nennt

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Nach dem Bild: Furcht vor dem Großen, von Michael Ludwig

Ich falle
In den Schatten
Stürze in den Abgrund
Niemand der mich sieht
Keine Hand
Die meine hält
Einsamkeit
Zerstörte Hoffnung
Verbranntes Herz

In einer Illusion
Von Dämmerung
Trifft mich ein Strahl
Leuchten blendet
Den stumpfen Blick
Eingehüllt in Silber
Dunkler Geist
Namenlos
Versprichst mir
Alles oder Nichts

Linderst den Schmerz
Gibst deinen Anteil
Forderst
Einen hohen Preis
Das Feld der Ehre
Nimmt die Seele
Für ein Trugbild
Täuschungen
Sind harte Währung

Ich lehne ab
Erhebe mich
Aus Staub und Asche
Verletzt
Doch nicht gebrochen
Verschmäht
Doch immer Ich
Bin frei
Geh meinen Weg

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Die Texte entstanden aus einer Aufgabe heraus. Schreibe eine schwarze, weiße, graue Geschichte. 🙂

Grau

Die Welt ist ein Ort aus Grau. Durch Asche verschmutzte Luft schluckt jede Farbe und legt sich als undurchlässige Schicht über Haus, Baum, Tier und Mensch. Der Wechsel zwischen Nacht und Tag findet zwischen Schwarz, dunklem Grau, hellerem Grau statt.

Ich bilde mir manchmal ein, ich sähe ein Stück blauen Himmel. Obwohl ich weiß, dass es nicht möglich, nur ein Déjà-vu aus einer anderen, besseren Welt ist. Ich sehne, ja verzehre mich, nach diesem Blick auf das azurblau eines Sommerhimmels.

Das Blau verfolgt mich bis in meine Träume. In dieser lichtlosen, menschenfeindlichen Umgebung, in der es kein Lächeln, keine süßen Blumendüfte, keine Schönheit zu geben scheint, sind es die Träume, die mich am Leben halten.

Weiß

Vor mir liegt eine Welt aus weißen dicken Flocken, die schläfrig vom Himmel fallen und sich wie eine sanfte Decke auf die kahlen Felder und die blattlosen Bäume legt. Es ist früh am Morgen. Ich stehe am Fenster meiner Kindheit und sehe fasziniert hinaus. Im Licht der Straßenlaterne glitzern die silberweißen Eissterne wie Diamantstaub. Ich halte den Atem an, kann die Stille beinahe fühlen. Sie breitet sich in mir aus, immer weiter, tiefer. Ich bekomme Angst, dass sie mich verschluckt und ich nie wieder ein Wort sprechen kann.

Plötzlich höre ich einen hellen Ton. Dann noch einen. Erst leise, dann lauter. Aus den einzelnen Tönen wird eine wundersame Flötenweise. Ein Märchen aus Melodien.

Suchend schaue ich mich nach dem virtuosen Spieler um. Ich kann ihn nicht entdecken. Eilig schlüpfte ich in meine Winterjacke und Stiefel. Ich öffnete die Haustür. Da steht er. Nur ein paar Armlängen von mir entfernt. Noch nie begegnete mir ein schönerer Mann. Ich blicke ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Er sieht aus wie ein Engel oder so, wie ich mir einen Engel vorstelle. Als er meine Verwunderung bemerkt, hält er im Spiel inne und lacht. Es klingt wie Perlen, die auf Marmorboden fallen.

Schwarz

Es war ein Tag im Sonnenschein. Mai. Ich saß im Cafe und las „Stolz und Vorurteil“. Er kam an meinen Tisch und stellte sich vor. Aidan. Sein Lächeln versüßte mir den Tag, die Woche, zehn Jahre. Jeder Tag Sonnenschein. Ab und zu ein Wölkchen, aber sein Lächeln pustete sie immer fort.

„Kommst du Liebes?“
Sara sieht mich fragend an. Ich nicke und stehe auf. Jede Bewegung fühlt sich steif und verkrampft an. Ich trete aus der Haustür. Es ist ein Tag im Sonnenschein.

Die Tür eines Autos öffnet sich vor mir. Ich steige ein. Sie klappt zu.
Die Autotür öffnet sich. Ich steige aus. Sie klappt zu.

Der Kies knirscht unter schwarzen Schuhen. Meinen Schuhen. In ihnen stecken Füße in schwarzen Strümpfen. In einem schwarzen Kleid ein Körper, den tiefste Finsternis ausfüllt. Mein Körper.

Ich bin verloren. Verirrt in der Dunkelheit. Ich finde keinen Gedanken. Kein Gefühl. Ich kann kaum atmen. Schlägt mein Herz? Wo ist der Schmerz, wenn ich ihn brauche?

Ich höre Worte. Der Sarg senkt sich in die Grube. Ich starre hinab. Erdklumpen donnern auf den Deckel. Es hallt in meinen Ohren, wird vom Nichts in mir gefressen. Ich drücke Hände. Mehr Hände. Mehr Worte.

Keine Worte dieser Welt können Aidans Lächeln ersetzen. Kein Mitleid dieser Welt bringt mir Aidan zurück. Mit ihm erlosch mein Licht.

An einem Tag im Sonnenschein.

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Im Spiegel sehe ich dich – mich
Du und ich sind eins geworden
Verschmolzen zu einem Gesicht

Heute und gestern vereint
Sehe dich – mich
Mit weiseren Augen

Deine Angst, dein Schmerz
Vergangen in den Jahren
Des Lernens und Erkennens

Du wolltest gehen
Ich hielt dich
Fest auf dem Boden

Die Zeit verging
Du wuchst mit dem Leben
Wurdest die ich bin

Der Funke entfachte das Feuer
Der Phönix erhob sich
Aus der Asche der Vergangenheit

Legte die goldene Spur
Den Weg in die Zukunft zu erkennen
Ich bin die du sein wolltest

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