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Posts Tagged ‘Düfte’

Ich komme nun zu der vielleicht merkwürdigsten Episode meiner ganzen langen Karriere in Indien.

Obwohl manche Leute meinen mögen, dass allein die Karriere einer jungen Frau, als Hotelbesitzerin in Indien, das Prädikat skurril verdient hat. Ich würde gerne widersprechen, doch tatsächlich bin ich auf eine ungewöhnliche Weise dazu gezwungen worden, diesen Weg einzuschlagen.

Der Bruder meiner Mutter holte mich nach dem Tod meiner Eltern nach Indien. Er führte in Bombay das erste Hotel am Platz. Ich war kaum zehn Jahre alt und fand mich innerhalb weniger Wochen aus meinem kalt-feuchten Lebensraum in England versetzt in eine Welt aus „Tausend und einer Nacht“. Die farbenfroh gekleideten Menschen, die mich wegen meiner hellblonden Haare anstarrten und versuchten sie zu berühren, die labyrinthischen Basare mit den verschiedensten Düften, überbordenden Warenlagern aller Art, Paläste mit Wasserspielen und fantastischen Gärten, daneben die Armenviertel, die undurchdringlichen Urwälder und heißen Steppen.

Ich war wissbegierig, lernte die Sprache schnell und genoss die Freiheiten, die sich reichlich boten und die ich in England niemals gehabt hätte. Als mein Onkel nach einem Malariaanfall starb, war ich gerade 19 Jahre alt, auf mich allein gestellt und durch Erbschaft in den Besitz des Hotels gelangt.

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Das Unbekannte lockt mit tausend Farben, Düften, Bildern.

Mein Herz tanzt im Sommerwind mit den Träumen um die Wette.

Immer weiter den Regenbogen entlang, der Unendlichkeit entgegen.

Glück besteht im Augenblick.

Willst du wissen, wie es geht?

Komm.

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Die Hitze der letzten Tage hat die Luft mit den Aromen des Sommers angefüllt. Es duftet nach reifem Korn, erinnert mich fast etwas wehmütig an den Herbst, gemähtem und vertrocknendem Gras. Angereichert mit den Essenzen sterbender Blüten. In einer anderen Zeit wird mich der Duft immer an diesen besonderen Sommer erinnern, in dem ich alles viel stärker fühlte, Glück, Unglück, Farben, Düfte, Musik, mich selbst.

Ich sitze auf dem Balkon, lausche in die sternklare Nacht. Von den nahen Teichen höre ich die Frösche quaken, einige Grillen zirpen im Gras, scheinbar selbst erschöpft von der Hitze des Tages. Nur die Fledermäuse huschen in einem rasanten Tempo durch die samtene Nacht, auf Beutezug. Alles andere geht langsam vor sich. Jede Bewegung, sogar die Gedanken verlangsamen sich in diesem südlich anmutenden Sommer. Ich frage mich, teils bang, teils neugierig, ob ich diese betörenden Gefühle über die Grenze des Herbstes in den Winter tragen kann, oder ob es mir nicht vergönnt sein wird, nachdem ich mich so lange danach gesehnt habe.

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