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Posts Tagged ‘Faul’

Band, faul, Spiegel, Spitze

„Sei nicht so faul, Eliza! Gib mir das Spitzenband da. Das weiße mit den goldenen Röschen.“

Kitty stampfte mit dem Fuß auf und sah Eliza mit zusammengezogenen Augenbrauen und herunterhängenden Mundwinkeln an. Eliza hatte die Arme untergeschlagen und machte keine Anstalten sich zu bewegen.

„Ich muss auf dem Ball wunderschön sein! Austin muss sehen, dass er keine bessere haben kann!“, jammerte sie.

„Wie heißt das Zauberwort?“

Eliza verkniff sich ein Grinsen. Kitty war eitel, launisch, hager und verbissen, aber ihre Mitgift war so hoch, dass die Freier Schlange standen. Nur Austin nicht. Obwohl keine Aussicht bestand, dass er in nächster Zeit zu Vermögen kommen würde. Er hatte nur den Titel und seine Ehre.

„Bitte!“, Kitty versuchte ein Lächeln. Es verunglückte. „Siehst du nicht, dass ich hier nicht weg kann?“
Kitty stand auf einem Podest, die Arme in die Höhe gestreckt und wedelte mit den Händen in Elizas Richtung. Eine Schneiderin steckte ihr gerade die Seiten über der Taille ab.

„Bitte Miss Kitty, stehen sie still. Ich übernehme keine Verantwortung dafür, wenn sie von einer Nadel gestochen werden“, tadelte die Schneiderin Kitty.

Kitty presste die Lippen zusammen und versuchte still zu halten. Mit den Augen gab sie Eliza ein Zeichen. Aufreizend langsam setzte sie sich in Bewegung und brachte Kitty das geforderte Band. Der Ball wird spannend, dacht sie, Kitty beißt sich an Austin die Zähne aus.

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Eintauchen…

Faul sein. Das wäre jetzt toll. Nichts tun, nichts denken. Keinen Gedanken an ein Problem oder eine Arbeit verschwenden. Faul in den Dünen liegen, die Sonne auf mich scheinen lassen, das Rauschen des Meeres hören, des ewige rauschenden Meeres. Keine Zeit, keine Termine, keine finanziellen Sorgen im Nacken. Einfach da sein und den Tag genießen. Die Zeit durch die Finger rinnen lassen, wie Sand. Aufatmen. Keine Eile. Morgen, morgen nur nicht heute, sagen alle faulen (entspannten) Leute.

Die Hetze bringt uns keinen Schritt weiter. Höchstens näher an den Infarkt. Am schönsten ist faul sein mit einem Menschen, den man liebt. Auf dem Sofa liegen, seinen warmen Körper spüren, seine Hand, die meinen Arm streichelt, ein leichter lauer Windhauch, der über meine nackte Haut streicht… ich glaub, ich werde gerade ganz schwer und schläfrig. Ist Faulsein ansteckend? Vielleicht ein Bisschen, aber was macht das schon? Die Arbeit läuft nicht weg und da wir nur ein Leben haben, gehört eben auch das Genießen dazu.

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