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Posts Tagged ‘Gang’

„Die Batterie ist leer.“

Sam bewegte den Schalter der Taschenlampe ein paar Mal. Ich hörte das Klicken.

„Genau die Worte, die ich gerade nicht hören will“, seufzte ich.

„Na, ich kann mir auch was Besseres vorstellen. Du bist diesmal nicht besonders gut vorbereitet. Kann es sein, dass du mit den Gedanken nicht ganz bei der Sache bist?“

„Scheint so.“

Ich hätte ihm den Grund gerne verraten, aber warum sollte ich ihn auch noch beunruhigen. Wir tasteten uns weiter in dem engen Gang vorwärts.

„Was meinst du, wie weit es noch ist?“

„Nicht sehr weit. Wir müssten gleich an die Abzweigung kommen, von dort gehen wir nach rechts.“

Sam blieb abrupt stehn. Ich prallte auf seinen breiten Rücken.

„Sorry“, sagte ich.

„Wir sind da“, stellte er fest, „gib mir deine Hand. Ich glaube, wir kommen demnächst an eine Treppe.“

„Stimmt. Es können höchstens noch hundert Meter sein.“

Ich griff nach Sams Hand. Seine kräftigen Finger schlossen sich um meine. Ich war froh, dass er bei mir war.

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Name: Robert Cross
Alter: 39 Jahre
Größe: 1,85 m
Gewicht/Körperbau: 90 kg, kräftiges Muskelpaket
Geburtsort: Schottland, Edinburgh
Haare: dunkelbraun, kurz geschnitten
Augen: blaugrau
Körperliche Besonderheiten: Narbe über dem linken Auge, großes Tribal-Tattoo auf Schultern, Rücken und Brust
Bildung/Herkunft: Heimkind, Collegeabschluss, ehemaliger Elitesoldat, Sozialarbeiter
Sexualität: hetero
Bester Freund: sein ehemaliger Betreuer aus dem Heim
Beste Freundin: hat er nicht, im weitesten Sinn seine Sekretärin
Feinde: seine Herkunftsfamilie, alle denen er auf die Füße getreten ist
Familie: unbekannt – noch
Kernbedürfnis: Gerechtigkeit für Schwächere, sich selbst treu sein,
Macke: er „sammelt“ ausgesetzte und hilflose Tiere, er ist Vegetarier,
Ziel im Leben: ein guter Mensch werden/sein
Gang: geschmeidig, aufrecht
Stärkste Charaktereigenschaft: Mut, Ausdauer,
Schwächste Charaktereigenschaft: Selbstfürsorge
Lacht über: Mister Bean, Monty Pythons
Philosophie: Leben und Leben lassen, es sei denn, jemand ist unbelehrbar, dann muss er mit aller Härte „verfolgt“ werden.
Politische Einstellung: die da oben reden, ich handele, darum ist er aus der Armee ausgetreten/gegangen worden
Hobbys: tanzen
Was andere zuerst an ihm bemerken: seinen aufrechten Gang und seinen sehr aufmerksamen Blick
Was tut er, wenn er allein ist: hört laut Musik und tanzt
Die Leser mögen die Figur/mögen sie nicht weil: sie mögen ihn, weil er sich einsetzt und Mitleid mit Schwachen hat
Veränderung im Lauf des Romans: er muss lernen einem Menschen komplett zu vertrauen, den er nicht kennt, ohne zu wissen, ob die Person ihn ins Messer laufen lässt
Ereignis, das ist typisch für die Figur: er mischt sich ein, sobald er eine „Ungerechtigkeit“ bemerkt, egal bei wem und wer es ist, dadurch kommen Dinge ins rollen, die nicht vorhergesehen waren, dabei spielt Ansehen und Geld keine Rolle.
Ereignis, das die Figur prägte: sein bester Freund im Kinderheim wurde von anderen Jungs verprügelt und er war zu schwach, zu helfen, der Freund starb an den Folgen, das will er nie wieder erleben, egal was es ihn kostet.

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Waldweg

Sam wartete seit einer Viertelstunde. Erst saß er ganz ruhig auf der Bank, genoss die Stille und die angenehme Kühle der Waldluft. Er sah zu, wie sich die Sonnenstrahlen durch das filigrane Blattwerk bis hinab auf den Waldweg fallen ließen. Doch inzwischen ging er nervös auf und ab. Sam sah auf die Uhr. Nic war immer pünktlich. Warum tauchte er nicht auf?

Sam hielt inne, als er Stimmen hörte. Er lauschte. Das durfte nicht sein! Er sah sich gehetzt um. Sie durften ihn hier nicht finden. Sam warf sich auf den Bauch und kroch in das Buschwerk hinter der Bank. Äste schlugen ihm ins Gesicht, er schürfte sich die Haut an den Armen auf. Sam biss die Zähne zusammen.

Die Stimmen waren dicht bei ihm. Sam atmete flach und lag ganz steif da. Die trauen sich was, dachte Sam und versuchte einen Blick auf Donnie und seine Gang zu erhaschen. Er konnte nicht glauben, was er sah. Nic und Donnie. Zusammen. Nic bot Donnie eine Kippe an und der legte den Arm um Nics Schultern. Wut stieg in ihm auf und er ballte die Fäuste. Nic war ein mieser Verräter.

Am liebsten wäre Sam aus seinem Versteck gesprungen und hätte sich auf Nic gestürzt, aber gegen Donnie und sein Pack hatte er keine Chance.

„Also, wo ist denn dein kleiner Kumpel Sam?“

Donnie und Nic hatten sich auf die Bank gesetzt und pafften.

„Keine Angst, er wird schon kommen“, beruhigte Nic ihn.

„Du weißt ja, wenn er nicht auftaucht, dann …“, Donnie brach ab.

„Ja, ja, dann wirst du ihr wehtun. Schon klar“, presste Nic hervor.

Sams Magen zog sich schmerzhaft zusammen. Er konnte sich denken, wen Donnie meinte. Scheiße, was jetzt, in Sams Kopf rasten die Gedanken durcheinander und er versuchte fieberhaft eine Lösung zu finden.

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