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Posts Tagged ‘Grübchen’

Eineiige Zwillinge, eine Einladung zu einer Party und eine verschlosse Tür

Sandra und Maria betrachteten sich begeistert in dem großen Flurspiegel im Foyer des Schlosses. Beide waren als Prinzessin verkleidet.

„Niemand wird uns auseinanderhalten können“, Sandra sah ihre Schwester mit einem breiten Grinsen an.

„Hauptsache wir finden unsere Prinzen“, Maria zupfte an ihrem Ausschnitt herum.

„Wenn nicht, was solls? Selbst ist die Frau“, wischte die resolute Sandra den Einwand hinweg.

Sandra nahm Marias Arm.

„Komm“, sie gingen die Treppe zum Ballsaal hinauf, „alles wird wunderbar.“

Der livrierte Diener streckte die Hand aus und Maria übergab ihm die Einladung. Er warf einen kurzen Blick darauf, nickte und ein weiterer Diener öffnete die Tür zum Saal. Sandra strahlte und zog Maria hinter sich her.

„Schau dir das an! Umwerfend.“

Auf der riesigen Tanzfläche unter gleißenden Kronleuchtern tanzten weitere Prinzen und Prinzessinnen, andere standen am Rand, stranken Champagner und redeten. Das Orchester saß auf einer Emphore und spielte Wiener Walzer.

„Ich glaube dort drüben sind sie.“

Maria deutete auf eine Gruppe junger Männer, die lachend die Köpfe zusammensteckte und ins Gespräch vertieft waren.

„Dann lass uns die Herren genauer betrachten.“

Sandra steuerte direkt auf die Gruppe zu.

„Nicht so schnell“, hielt Maria ihre Schwester zurück. „Lass es uns langsam angehen.“

„Langsam“, Sandra lachte und auf ihrem hübschen Gesichten sich zeigten sich zwei charmante Grübchen, „komm, trau dich, alles wird gut.“

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Ich sah ihn in dem Moment, als er den Raum betrat. Mein Herz tat einen zusätzlichen Schlag. Groß, athletisch, schmale Hüften, breite Schultern. Mein Bruder ging auf ihn zu und begrüßte ihn herzlich. Er lächelte und ich hielt den Atem an. Seine sinnlich vollen Lippen gaben zwei Reihen weißer Zähne frei, von denen einer etwas schief stand. Die hohen Wangenknochen, das Kinn mit dem angedeuteten Grübchen und die schmale Nase luden mich zu näherer Betrachtung ein. Im Geist malte ich jede Linie seines Gesichts nach, bis zu seinen faszinierenden Bernsteinaugen.

„Darf ich dir meine Schwester Larissa vorstellen?“ Riss mich die Stimme meines Bruders aus meiner Träumerei. „Larissa, das ist David.“

David streckte mir die Hand entgegen. Unsere Blicke trafen sich. Ein namenloser Schrecken raste durch meine Gedanken und meinen Körper. Ich drehte mich um und rannte davon.

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