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Posts Tagged ‘Herzblut’

Nein, dies ist kein Thema meines 365-Tage-Projekts 🙂 . Obwohl man auch mit einer Schublade zu einer Geschichte kommen kann. Tatsächlich handelt es sich um meinen (Dark) Fantasy-Roman, der sich seit geraumer Weile in der Schublade herumdrückt und, nachdem ich mich endlich durchgerungen habe einigen Verlagen (in zweiter Runde) das Exposé zu schicken, unbedingt heraus will. Das bedeutet: noch einmal komplett Korrektur lesen, immerhin verändert sich der Blick auf den Text nach so viel Zeit und das kostet Zeit. Als Erfolgserlebnis kann ich werten, dass ich inzwischen ca 70 Seiten überarbeitet habe. Von 550. Aber was tut man nicht alles, wenn einem etwas wirklich am Herzen liegt?! Alles. Und ich muss sagen, nicht nur am Herzen liegen, auch Herzblut drin stecken. Kein schöner Satz? Macht nichts. Es ist spät und ich war heute echt fleißig. Als Belohung habe ich mir eine halbe Stunde Schreiben an meinem Mini-Krimi gegönnt und bei meinem Roman gebe ich mir wirklich sehr viel Mühe, ehrlich 😉 .

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Wie vor einer leeren Wand, einem Abgrund ohne Boden, einem luftleeren Raum, sitze ich vor dem PC. Mir fällt nichts ein. Dabei habe ich so viele Doc`s, die ich als Anfangsnotizen gespeichert habe und an denen ich schreiben könnte. Teilweise stehen sogar schon einige Sätze (Absätze) drin.

Noch nicht mal jetzt kommt das Schreiben flüssig. Die Gedanken stolpern durcheinander, als hätte ich eine Gehirnerschütterung. Dazwischen schwebe ich, versuche die Gedanken zu sammeln. Wenn ich einen habe, dann fliegt er fort, sobald ich nach einem Neuen greife. Es ist wie verhext. So werde ich nie fertig.

Da habe ich endlich meine Blockadeszenen geschrieben und bin auch einigermaßen zufrieden damit, nachdem ich sie zig Mal überarbeitet habe. Und nun, nach dem ich so viele gute Ideen hatte, die Story zu vertiefen, hänge ich mehr denn je. Ich habe das Gefühl ich bring es nicht fertig und es wird so eine Sache wie mit Anwar. Damals war ich so enthusiastisch und dann die Absagen. Wenn mir wenigsten jemand gesagt hätte, wo es hängt. So viel Herzblut und so viel Hoffnungen. Dabei ist die Story an sich gut, aber ich sehe ein, ich müsste noch viel daran arbeiten (will ich das überhaupt…).

Am liebsten würde ich jetzt eine Liebesgeschichte schreiben. Oder die Anwar-Geschichte überarbeiten, aber dazu brauchte ich Zeit und Muße und keine nervenden Störungen.

Andererseits sind es wohl auch Ausreden. Einfach! Da kann ich mein schlechtes Gewissen beruhigen, für ein paar Stunden. Ich denk mir, die anderen (Schriftsteller, besonders die Männer) haben es besser. Aber ich sollte mich nicht an denen orientieren, die sich damit finanzieren können, sondern lieber da hinsehen, wo es schwieriger ist. Ich kann mir vorstellen in dritte Weltländern haben es Schriftsteller viel schwieriger und werden womöglich auch noch verfolgt. Also nicht der Hit.

Und ich jammere wahrscheinlich auf hohem Niveau (wie man so schön zu sagen pflegt.)! Ich habe PC, Drucker, Papier, verschiedene Plätze zum Arbeiten und Zeit…die ich nur nutzen muss, statt zu meckern.

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Herzbluten

In der Menge fing ich seinen Blick auf. Keinen dieser beiläufigen, schweifenden Blicke. Nein, einen der mitten ins Herz trifft. Er hielt mich für den Bruchteil einer Sekunde so fest, dass es schmerzte und als sein Blick weiter wanderte, spürte ich schon, dass mein Herz anfing zu bluten.

Was hatte er getan? Wie konnte er es wagen mit einem einzigen Blick aus diesen unergründlichen Augen mein Herz zu durchbohren?

Ich wandte mich um und huschte in den kleinen Buchladen an der Ecke. In der Stille zwischen den Regalen mit geduldigem Papier, versuchte ich den Aufruhr in mir zur Ruhe zu bringen, als eine sanfte Stimme hinter mir sagte:

„Ich hatte schon befürchtet, ich hätte dich verloren.“

Als ich mich umdrehte sah ich in dunkle, tiefe Augen. Ich konnte nichts sagen. Meine Stimme gehorchte mir nicht, mein Herz stand still.

War es dieser eine Blick? Dieser eine erste magische Blick, der ewiges Glück bedeutete?

Er legte seine Arme um mich, zog mich zu sich heran und küsste mich in der Stille der Bücherregale. Es war so gut – und es tat so weh. Ich werde ihn lieben bis ans Ende meiner Tage, aber diese Liebe wird mich mein Herzblut kosten.

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