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Posts Tagged ‘Hoffnung’

„Da rackern sich die Menschen unermüdlich in der Mühle der Gemeinplätze ab, und doch erwächst daraus nichts, was nicht zuvor schon dagewesen wäre.

In dem Augenblick jedoch, in dem sie sich um eines spontanen Gedankens willen von der Tradition abwenden, strömen ihnen Poesie, Geist, Hoffnung, Tugend, Gelehrsamkeit und Anekdoten alle hilfreich zu.“

Ralph Waldo Emerson, „Literary Ethics“ 1838

Tatsächlich hat sich daran nichts geändert. Wer immer der Herde hinterher läuft, entdeckt keine neuen Wege. Außerdem ist es unendlich langweilig.

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Liebe wohin gehst du

Schleichst dich leise hinaus

Löst dich auf im Alltagseinerlei

 

Strecke die Hände nach dir aus

Will dich halten

Du bist nur noch ein Hauch

 

Ich fleh dich an

Mit jeder Faser meines Herzens

Du hörst nur ein Flüstern

 

Du drehst dich nicht um

Meine Einsamkeit rührt dich nicht an

Verzweifelt ringe ich nach Luft

 

Dein Schweigen martert meine Seele

Schüttet Schmerz in meinen Körper

Der mich lähmt und hilflos macht

 

Du warst ein Teil von mir

Hieltest mich am Leben

Stilltest meinen Hunger

 

Du erfülltest mich mit Träumen

Gabst mir Hoffnung

Wo ich keine sah

 

Nun bist du vergangen

Aufgelöst im Alltagseinerlei

Geblieben ist nur Leere

 

Das Licht wird schwächer

Bald kommt die Dunkelheit

Lass meine Hände mutlos sinken

 

Liebe ist alles

Es gibt kein Morgen ohne sie

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Mauern brechen auf

 

Tag für Tag

Grau in Grau

Lauf über Straßen aus Beton

Sehe nur Stahl und Steine

Die meine Seele lähmen

Mein Herz einfrieren

 

Schließ die Augen

Träume mich fort

Breche die Mauern auf

Spüre das Wasser an den Füßen

Noch hüllt mich Schatten ein

Ist nicht alles Licht

 

Wolken verwehen zu Blau

Geben Farben frei

Freude meiner Augen

Fliege mit dem Wind

Zu neuen Ufern

Wo Hoffnung blüht

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… Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

… singt Reinhard Mey. Alle Wolken dieser Welt können nicht verschleiern, welche Schrecken sich auf unserer schönen Erde abspielen. Die Dinge, die mir „wichtig“ sind, sind dermaßen unwichtig, vor dem was in der Welt draußen passiert, dass ich mich frage, was tust du da eigentlich? Was bedeutet es Bücher zu schreiben, auf einen Verlag zu hoffen, der sie veröffentlicht? Was soll die Sorge um all die Alltäglichkeiten? Menschen sterben, Menschen hungern, Menschen leben auf verseuchtem Land.

Das Publikum interessiert sich dafür, welcher Promi (A bis Z Promi) sich trennt und mit wem zusammen ist. Schaut arroganten reichen Typen dabei zu, wie sie ihr Geld ausgeben und dummes Zeug reden. Nehmen Anteil daran, wie sich Leute in Pseudodokusoaps an hausgemachten (Drehbuch) Problemen abarbeiten. Wie kann das sein?

Wie ist es möglich das Menschen, die Brüder, Väter, Mütter, Schwestern, sind und Töchter, Söhne, Geschwister, Eltern, haben, andere Menschen umbringen? Was geht in Menschen vor die glauben, für eine Religion, Ideologie oder was auch immer, das „Recht“ zu haben, anderen Menschen das Leben zu nehmen?

Doch es ist nicht nur das Große, es fängt im Kleinen an. Wer hat wirklich Zeit zu zuhören, wenn es jemandem schlecht geht? Es wird lieber Geld verschenkt, als Zeit. Mitgefühl und Rücksicht verschwinden zusehends und sind schon fast veraltete Tugenden. Verständnis kostet Zeit, die wir nicht haben und die uns vielleicht einen Teil unserer Bequemlichkeit kostet.

Unser Planet ist so winzig geworden, wird sitzen alle im selben Boot und es ist erstaunlich mit welcher Vehemenz manche Menschen Löcher in dieses Boot schlagen, als würden sie nicht mit ihm untergehen.

Ich würde gerne über Hoffung schreiben – aber selbst die großen Schriftsteller sind sich nicht einig – ist Hoffnung unverzichtbar oder hoffen nur die Narren? Ich weiß es nicht. Ich wünsche, das trifft wohl eher zu.

Ich wünsche uns Hoffnung auf ein besseres Morgen.

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Ohne Hoffnung auf Rückkehr gefangen
In den Untiefen eines flüchtigen Lebens
Türen schließen schneller
Als sich andere öffnen

Freunde gehen ohne Wiederkehr
Die dunklen Stunden mehren sich
Obwohl die Tage heller werden

Nichts hat Bestand
Nichts ändert sich
Am Ende des Tages Ratlosigkeit

Die Zeit rennt unerbittlich
Lässt mich hinter sich zurück
Treibt mich vor sich her

Suche meinen Platz
In der hektisch eilenden Menge
Bin ich ausgegrenzt

Kann nicht leben ohne Träume
Verloren in einem monotonen Leben
Abgegriffener Tage und Nächte

Ich suche nach Nähe
In einer sprachlosen Welt
Verletzter Seelen und blutender Herzen

Erschöpft ausgeschüttet
Drehen sich meine Gedanken
Im Kreis des tosenden Strudels

Zerbrochen in eiserner Faust der Vergangenheit
Hält mich der Augenblick zusammen
Zögert eine ungewisse Zukunft hinaus

Lohnt sich der Kampf
Hallt das Echo wieder
Vergeblich warte ich auf Antwort

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Hochhaus, Hoffnung, Besteck, Baiser

Hoffnung ist wie ein frisch aufgeschlagenes Baiser. Ein Luftzug und mit einem Ruck fällt es in sich zusammen, wie ein Hochhaus, an dem ein Sprengmeister kunstvoll seine Sprengladungen angebracht hat. Ein Besteck aus Ladung und Zünder, das Beton und Glas in seine Einzelteile zerlegt.

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Nach dem Bild: Furcht vor dem Großen, von Michael Ludwig

Ich falle
In den Schatten
Stürze in den Abgrund
Niemand der mich sieht
Keine Hand
Die meine hält
Einsamkeit
Zerstörte Hoffnung
Verbranntes Herz

In einer Illusion
Von Dämmerung
Trifft mich ein Strahl
Leuchten blendet
Den stumpfen Blick
Eingehüllt in Silber
Dunkler Geist
Namenlos
Versprichst mir
Alles oder Nichts

Linderst den Schmerz
Gibst deinen Anteil
Forderst
Einen hohen Preis
Das Feld der Ehre
Nimmt die Seele
Für ein Trugbild
Täuschungen
Sind harte Währung

Ich lehne ab
Erhebe mich
Aus Staub und Asche
Verletzt
Doch nicht gebrochen
Verschmäht
Doch immer Ich
Bin frei
Geh meinen Weg

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Wenn du dich meiner

Entledigen willst,

eine andere Schönheit

Vorziehst, mich in den Sandsturm

Schickst dass mir Hören und Sehn

vergeht

Meine Hände nichts fassen die Haut

Im Staub fast erstickt

Will ich dich längst nicht verlassen

 

Ich warte auf andere Tage warte

Töricht? auf deine Reue,

schon morgen

Setzt die vorgezogne Geschminkte

Du vor die Tür ziehst eilig den Riegel

Nelken bringt mir der Mittag

am Abend

Läufts mir hungrig entgegen bietest

Mir deinen Mantel ich

 

Gehe nicht ohne dich Tausend-

Äugiger Antreiber millionen-

Fingrige Faust Hoffnung auf Hoffnung

 

Sara Kirsch

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Dies ist mein Aufruhr: Liebe, Hoffnung und Tod –

Noch nie lebt`jemand ein vergleichbar Leben.

Die Liebe führt mein Herz erst an den Tod,

und kommt der Tod, und scheint er mir ein Segen,

so schleicht sich kalt mein Feind, die Hoffnung, ein,

nährt meinen Atem, schafft mir Linderung,

schenkt Leben: und mit Leben neue Pein –

dagegen wär der Tod nur halbe Kränkung.

So hab ich keinen andern Trost als den:

nie fehlt die Hoffnung, meinen Schmerz zu heilen,

mit solcher Hoffnung schleicht das Leben hin,

mit solchem Leben wird der Kummer bleiben.

Verworrne Sehnsucht. Leben voller Plage.

Weil, zuviel hoffend, ich nicht Hoffnung habe.

Edward De Vere (1550 – 1604) aus „Der zarte Faden, den die Schönheit spinnt“

Ja, dieses Gedicht stammt aus dem späten Mittelalter. Und da behaupte jemand die Zeiten ändern sich. Die Umstände vielleicht, aber die Gefühle der Menschen bleiben. Schmerz, Hoffnung, Liebe, Tod, Verzweiflung. Immer neu und immer alt. Ein wunderschöner Gedichtband, dessen Autor schon mit dem Staub verweht ist und dessen aufgezeichneten Worte und Empfindungen trotzdem ins Herz treffen.

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Es gibt diese Tage, da dreht sich alles um sich selbst. Regenverhangen der Himmel, tränenverhangen mein Herz. Warum das alles? Warum das Leid, der Schmerz?

Wir alle sind auf der Suche nach Liebe, einem Zuhause. Und doch, nichts bleibt. Nur eine Drehung nach rechts oder links kann unser Leben aus dem Gleichgewicht bringen. Die Diagnose eines Arztes, die Entscheidung eines geliebten Menschen, eine Firmenpleite – und nichts ist mehr, wie es war, es hätte sein können. Alle Pläne sind dahin.

Die Stimme in deinem Kopf schreit immer wieder: „Steh auf! Steh auf!“ Aber dein Körper rührt sich nicht vom Fleck. Kein Gedanke lässt sich fassen. Sie rasen dahin, wie ein Sturm und wirbeln alles durcheinander. Und alles, was du dir wünscht, ist eine Hand, die deine hält und Stille in dem Brüllen deines Gedankentornados.

Wo du auch bist – in Gedanken reiche ich dir meine Hand. Schicke dir einen Funken Hoffnung, der deine Glut entfacht und dein Herz erwärmt. Der Sturm geht vorüber. Narben mögen bleiben, aber wir leben noch. Am Ende hat nichts Bedeutung, nur die Liebe.

Die Musik zu dem Text ist aus der Serie: Parade`s End (Ford Madox Ford), Main Titles, Komponist Dirk Bosse

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