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Posts Tagged ‘Indien’

Ich komme nun zu der vielleicht merkwürdigsten Episode meiner ganzen langen Karriere in Indien.

Obwohl manche Leute meinen mögen, dass allein die Karriere einer jungen Frau, als Hotelbesitzerin in Indien, das Prädikat skurril verdient hat. Ich würde gerne widersprechen, doch tatsächlich bin ich auf eine ungewöhnliche Weise dazu gezwungen worden, diesen Weg einzuschlagen.

Der Bruder meiner Mutter holte mich nach dem Tod meiner Eltern nach Indien. Er führte in Bombay das erste Hotel am Platz. Ich war kaum zehn Jahre alt und fand mich innerhalb weniger Wochen aus meinem kalt-feuchten Lebensraum in England versetzt in eine Welt aus „Tausend und einer Nacht“. Die farbenfroh gekleideten Menschen, die mich wegen meiner hellblonden Haare anstarrten und versuchten sie zu berühren, die labyrinthischen Basare mit den verschiedensten Düften, überbordenden Warenlagern aller Art, Paläste mit Wasserspielen und fantastischen Gärten, daneben die Armenviertel, die undurchdringlichen Urwälder und heißen Steppen.

Ich war wissbegierig, lernte die Sprache schnell und genoss die Freiheiten, die sich reichlich boten und die ich in England niemals gehabt hätte. Als mein Onkel nach einem Malariaanfall starb, war ich gerade 19 Jahre alt, auf mich allein gestellt und durch Erbschaft in den Besitz des Hotels gelangt.

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Abc-Darium – Was ich mag

Äpfel, die grünen

Beeren und Bären, rot und braun

Champignons in Sahnesoßen

Donnerstage im Ganzen und Großen

Eidechsen, die kleinen

Fische, die nicht weinen

Gelbe Narzissen

Handelsübliche Kissen

Indien a la Bollywood

Jäger so wie Robin Hood

Kiesel glatt und rund

Larry den blauen Hund

Meine Kinder alle vier

Neongrünes Essgeschirr

Oder lieber ganz in rot

Pasta und Tomatenbrot

Quellen die sprudeln

Radios die dudeln

Sahne und Vanilleeis

Torten, Kaffee heiß

Unsere süße kleine Katze

Verkratzt das Sofa mit der Tatze

Wogende Wellen jederzeit

Xanthippes buntes Hochzeitskleid

Ying und Yang im Kreis

Zischt es: ach wie gut das niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.

ABC-Dialog – Die Beichte

C.: Also mein Kind, was hast du zu sagen?

B.: Bitte, bitte, nicht böse werden.

C.: Carpe diem, komm zur Sache, ich habe viel zu tun.

B.: Don Alfons, ich habe dem jungen Bauern Karl von neben an schöne Augen gemacht.

C.: Elli, mein Kind, der Junge ist mit einer anderen verlobt.

B.: Freitagabend war er es aber nicht.

C.: Gut, aber jetzt ist er es und du solltest dich von ihm fern halten.

B.: Himmlisch war`s, ich habe die Englein singen hören.

C.: In welchen Tönen…?

B.: Jubiliert hat alles in mir, als er mich ergriffen hat.

C.: Kind, so schlimm, was kann man tun?

B.: Lieber Vater, hätte ich etwas tun müssen?

C.: Meine Güte, wie unbeholfen du bist, aber ich könnte es dir zeigen.

B.: Nur zu, ich wäre ihnen so dankbar, denn ich möchte keinen Fehler machen.

C.: Oh, dann lass uns gleich mit der Lektion beginnen.

B.: Pater was soll ich tun.

C.: Quäle dich nicht, meine Tochter, überlass alles mir.

B.: Rein ist meine Seele, Gott ist mein Zeuge.

C.: So soll es sein, alles dienet der Erleuchtung.

B.: Tut ihr mir auch nicht weh, Hochwürden?

C.: Unter diesen Umständen, zu deiner Buße, wird es sich vielleicht nicht vermeiden lassen.

B.: Vater, mir wird so seltsam…

C.: Wunder des Herrn sind immer unergründlich.

B.: Xaver, Heiliger, das hat noch nicht mal der Karl  geschafft.

C.: Yang und Ying, ich höre es läuten.

B.: Zum heiligen Bimbam, sag Vater, wann soll ich wiederkommen?

ABC – Geschichte

Am Mittwoch lief mir ein schöner Mann über den Weg.

Beinahe wäre ich gestolpert, als ich mich nach ihm umsah.

Claire, dachte ich, das solltest du lassen.

Doch er war schnell und hielt mich fest.

Ein Blick in seine dunklen Augen genügte und ich war verzaubert.

Für ihn wollte ich die Ozeane überqueren.

Gold und Silber geben, wenn er nur mir allein gehörte.

Himmel und Hölle in Bewegung versetzen.

In dieser Sekunde war ich die glücklichste Frau der Welt.

Jedoch es dauerte nicht lange und er ließ mich los.

Küssen sie mich, rief ich voller Sehnsucht und griff nach seiner Hand.

Lächelnd sah er auf meinen Mund.

Magische Lippen, flüsterte er.

Niemals habe ich solche Gefühle erlebt, dachte ich, als er seinen Mund auf meinen legte und ihn ausgiebig kostete.

Oh, mein Herz, sagte er, und schloss die Augen.

Pure Verzweiflung durchflutete mein Innerstes.

Qualen, die ich nicht beschreiben kann, stürzten über mich herein.

Sorge dich nicht, beruhigte er mich, dass wird nie wieder passieren.

Rettungssanitäter taten alles Nötig und belebten ihn wieder..

Treu musst du nur sein und darfst mich niemals verlassen.

Unmöglich, sagte ich, ich werde immer an deiner Seite sein.

Viel Geliebte, du bist die Erfüllung meines Lebens.

Worauf habe ich mich da nur eingelassen, schoss es mir durch den Kopf.

Xander hatte mich gefangen und ich war in seine Honigfalle gegangen.

Yoga würde mir dabei wohl nicht helfen.

Zärtlich sah er mich an und lächelte triumphierend.

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