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Tee mit einem Todesengel

Der Todesengel empfängt uns stilecht in einem Mausoleum im Westteil des Highgate Cemetery, London. Im Eingangsbereich des Grabmals ist ein Tisch für Zwei gedeckt. Weiße gestärkte Tischdecke und Servietten gehören ebenso zum guten Ton, wie feines chinesisches Porzellan.

In einer Ecke lehnt das Arbeitswerkzeug meines Gastgebers, die große Sense mit stabilem Eichenholzgriff und glänzender, speziell gehärter Stahlklinge.

Der Todesengel sieht etwas blass aus, begrüßt mich aber mit einem festen Händedruck und bietet mir galant einen Platz an. Der Gastgeber selbst gießt Tee ein und bietet Gebäck an. Meine Bedenken bezüglich der Verträglichkeit entkräftet er mit einem winzigen Lächeln und dem Kommentar, er würde nur in der hiesigen Edelbäckerei Candy&Cake kaufen. Tatsächlich lässt er einen erlesenen Geschmack erkennen, beim Gebäck ebenso wie bei der Wahl des Tees.

Der Todesengel ist in den edlen schwarzen Anzug eines angesagten Designers gekleidet. Auf die Frage nach der Zweckmäßigkeit seiner Kleidung, antworte er, dass es für Männer seiner Profession angemessen sei, sich dem Ernst des Anlasses anzupassen und den Kunden in Würde die letzte Ehre zu erweisen.

Hier ein Auszug aus dem Interview:

„Herr Todesengel … .“

„Bitte, sagen sie Azrael. Ich hasse Formalitäten. Mein Beruf liegt weit außerhalb der gesellschaftlichen Normen, da können wir uns die Wahrung der Konventionen sparen.“

„Gerne, Azrael. Würden sie ihren Beruf auch als Berufung bezeichnen?“

„Eher nicht. Einer musste den Job erledigen. Nachdem ich die Sache mit der Sintflut zur Zufriedenheit vom Boss gelöst hatte, übertrug er mir den Job des Projektleiters.“

„Das heißt also, sie sind nicht der einzige Vollstrecker.“

„Stimmt. Gerade in der heutigen Zeit, mit den schnell wachsenden Konflikten, Bürgerkriegen, länderübergreifenden Auseinandersetzungen, Drogen, den verschiedenen mafiösen Organisationen, Autounfällen usw., suche ich immer fähige Leute, die mich unterstützen.“

„Interessant. Wer kommt ihrer Meinung nach für diesen Job infrage?“

„Eine gute Konstitution muss der Bewerber auf jeden Fall mitbringen. Immerhin muss die Sense jederzeit mitgeführt werden und wir haben einen 16 bis 18 Stundentag. Schlaf und Freizeit sind Luxus. Außerdem sollte man Geduld und Scharfblick beweisen. Nicht jeder, der dafür gehalten wird oder danach aussieht, steht auf der schwarzen Liste.“

Bei diesen Worten lächelt Azrael müde und nippt an seinem Tee. Bei diesem immensen Arbeitspensum verwundert es nicht, dass er erschöpft und abgespannt wirkt.

„Wollen sie damit andeuten, dass nicht jeder Kunde zu seiner vorgegebenen Zeit abtritt?“

„Das ist richtig. Aber es ist schwierig gute Mitarbeiter zu finden. Der Lohn ist ausgesprochen gut. Innerhalb weniger Jahre kann es der Mitarbeiter zu einem kleinen Vermögen bringen, abgesehen von der stattlichen Abfindung beim Ausscheiden. Doch in Anbetracht der Menge an Kunden und der schwindenden Mitarbeiterzahlen – können Fehler beim Abarbeiten der Liste auftreten.“

„Das ist nachzuvollziehen, aber sehr bedauerlich.“

„Niemand bedauert das mehr als ich. Immerhin bin ich der Verantwortliche in der ganzen Sache. Ich habe Controller eingestellt, die die Außendienstmitarbeiter über eine Deadline unterstützen. Wir sind mit der neusten Technik ausgestattet – aber ein gewisser Fehlerquote besteht trotz aller Vorsichtsmaßnahmen. Doch manchmal hatte dies durchaus einen positiven Effekt.“

„Können sie Namen nennen?“

Azrael schmunzelt und seine schwarzbraunen Augen glänzen. Er zögert einen Moment, bevor er antwortet.

„Ich weiß, das wird für Tumult sorgen und der Boss wird nicht erfreut sein, aber ich möchte die Gelegenheit nutzen unser Metier etwas aus der Zone des Negativen herauszuheben. Der Führer des dritten Reiches hätte zum Beispiel noch nicht das Zeitliche gesegnet, wäre ich nicht eingeschritten.“

„Darf ich mir die Frage erlauben, warum diese Maßnahme nicht eingeleitete wurde, bevor der Mann so viel Unheil anrichten konnte.“

Mein Gegenüber scheint auf diese Frage gefasst zu sein.

„Diese Frage höre ich immer wieder und ehrlich? Ich bin es leid. Ihr Menschen macht es euch einfach. Denkt ihr vielleicht mir macht es Spaß tausende Menschen zu töten in Kriegen, die ihr angezettelt habt? Wer treibt ganze Völker durch gewaltsame Konflikte in die Flucht? Wer zündet Flüchtlingsheime an? Verprasst Millionen für Vergnügungen und lässt gleichzeitig Menschen verhungern? Wer schädigt die Umwelt und schröpft die Ressourcen? Wer ist so machtgierig und geldgeil, dass ihm seine Mitbewohner egal sind? Das seid ihr und nicht wir! Wir machen die Drecksabreit und müssen uns dann solche Fragen gefallen lassen.“

In diesem Moment ertönt ein Klingelton. Mein Gastgeber zieht einen Pieper aus der Tasche. Ein besorgter Blick auf das Display, dann er erhebt er sich und greift zur Sense. Unser Gespräch scheint beendet zu sein. Azrael entschuldigt sich für den hastigen Aufbruch. Auf meine Frage nach dem Grund, wird er sehr ernst. Leider könne er zu diesem Zeitpunkt noch keinen Kommentar zur Sache abgeben, verspricht aber mich auf dem Laufenden zu halten.

Dieses aufschlussreiche Interview mit einem außergewöhnlichen Gesprächspartner führt uns allen einmal mehr vor Augen wie wichtig Toleranz, Akzeptanz und Hilfsbereitschaft in unserer von Krisen geschüttelten Zeit sind. Dadurch können Menschenleben geschont und überflüssige Tode vermieden werden. Eine Sache, die uns allen am Herzen liegen sollte.

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Ab heute gibt es die neue und erste Ausgabe der Literaturzeitschrift – Die Schreibmaschine – für die ich zwei Artikel geschrieben habe. Sie wird vom Charles Verlag herausgegeben und ist als Print-Ausgabe oder PDF – Download zu erwerben.  http://www.charlesverlag.de/schreibmaschine.html

Meine Beiträge sind ein Interview mit Eva Lirot einer Autorin aus Limburg, die sich dem Krimi-Genre verschrieben hat und die ich anlässlich einer Lesung kennenlernte. Außerdem einen Artikel über das Buchkontor Bad Nauheim – Buchhandlung mit Geschichte(n). Es war toll mit diesen interessanten Menschen zu tun zu haben und von ihnen etwas über ihr Schreiben, ihre Bücher und ihre Geschichte zu erfahren.

In den nächsten Ausgaben wird es ein Interview mit meiner Verlegerin Nicola Heubach vom blue panther books-Verlag geben, http://www.blue-panther-books.de/. Es sind weitere Autoreninterviews geplant 🙂 ! Ich bin schon sehr gespannt meine eigene Ausgabe in Händen zu halten.

 

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(Stück für zwei Personen und eine Katze)

Sie: Serafina Seide, Mitte 30, exzentrisch, arbeitet als Heilerin, stadtbekannt
Er: Oliver Sommer, junger Reporter, führt sein erstes größeres Interview für die Lokalzeitung
Ort des Interviews: ein kleines Bistro, am Rand der Stadt

Der junge Reporter sitz mit seiner Interviewpartnerin in einer kleinen Nische und bestellt sich einen Kaffee. Schwarz, drei Stück Zucker. Frau Seide hat ein Glas funkelnden Rotwein vor sich stehen und ist die Ruhe in Person. Nervös vor seinem ersten großen Interview, zückt Oliver Block und Stift.

Sie: Eigentlich hatte ich Frau Müller erwartet?
Er: Sie bittet sie um Entschuldigung. Leider ist sie krank geworden. Ich hoffe, sie nehmen auch mit mir vorlieb.
Sie: Aber natürlich. Wir werden uns die Zeit schon vertreiben.

Dass seine Kollegin nicht kommen wollte, als sie das Gerücht hörte, dass Frau Seide nicht nur Heilerin ist, sondern auch einem Hexenzirkel angehört, verschweigt Oliver vorsichtshalber. Da er nicht an solchen mystischen Kram glaubt, hat er sofort zugegriffen, als man ihm den Job angeboten hat. Die Heilerin lächelt spöttisch, beugt sich zu ihm herüber, er riecht ihr betörendes Parfüm, und sie fragt mit rauchiger Stimme:

Sie: Was möchten sie von mir wissen Oliver?
Er: Woher wissen sie meinen Namen? Ach, der stand bestimmt auf der Terminbestätigung. Tja, also ich habe da einige Fragen.
Sie: Und die wären?
Er: Äh, also wie sind sie auf den Beruf Heilerin gekommen, Frau Seide?

Sie lehnt sich entspannt zurück, schlägt ihre seidenbestrumpften Beine übereinander. Oliver wird heiß und kalt. Er klammert sich an seinen Stift und versucht an seine hübsche kleine Freundin zu denken. Aber Frau Seides unergründlicher Blick zieht ihn magnetisch an. Mit einer kessen Handbewegung fährt sie sich durch ihre langen schwarzen Locken. Als sich ihre glänzenden roten Lippen zu einer Antwort öffnen hat er alles andere vergessen.

Sie: Sagen sie doch Serafina zu mir?
Er: Ja, natürlich.
Sie: Also, um auf ihre Frage zurückzukommen, das liegt in unserer Familie. Wir Seidefrauen erben das Amt der Heilerin von unseren Müttern.
Er: Und was bedeutet ihnen ihr Job?

Ihre Augen funkeln zornig. Oliver zuckt zusammen.

Sie: Für euch junge Leute bedeutet Arbeit nur eine lästige Pflicht. Aber die Arbeit einer Heilerin, ist nichts Alltägliches, sondern etwas Besonderes, Außergewöhnliches. Es ist eine alte Kunst!
Er: Was sind denn ihre Aufgabengebiete?
Sie: Wir leisten Geburtshilfe, Hilfe bei Kinderwünschen oder Liebeskummer, Krankheiten oder Fernhaltungen und noch einiges andere.

Oliver macht sich eifrig Notizen. Vorsichtig fragt er:

Er: Wieso helfen sie als Heilerin jemand der Liebeskummer hat?
Sie: Liebe ist eine Krankheit. Manchmal geht es gut aus, manchmal endet sie tödlich.
Er: Und was tun sie dagegen oder dafür?
Sie: Zum Beispiel stelle ich einen Liebestrank her. Außerdem helfe ich der liebeskranken Person das Ritual zu vollziehen.
Er: Was für ein Ritual?
Sie: Darüber kann ich leider nicht sprechen. Das ist ein Berufsgeheimnis. Es sei denn, du bräuchtest meine Hilfe.

Oliver schüttelt energisch den Kopf. Von dem Humbug hält er überhaupt nichts. Frau Seide beugt sich vertraulich zu ihm über den Tisch und legt ihre Hand auf seinen Arm. Ihre Fingernägel sind signalrot.

Sie: Wollen wir nicht mit dem Geplänkel aufhören und zu den interessanteren Themen kommen?
Er: Welche meinen sie?
Sie: Zum Beispiel warum ihre Kollegin glaubt, ich sei eine Hexe?

Oliver zuckt erschrocken zusammen. Er stottert.

Er: Wie kommen sie denn darauf. Sie sind doch keine Hexe? Denke ich jedenfalls.

Sie: Nein, bin ich nicht?! Zumindest nicht in dem Sinn des Wortes, den die Leute im Allgemeinen vermuten. Dass die Menschen verunsichert sind, ist nichts Neues für mich. Das könnte an meiner Erscheinung liegen, oder an dem Job, wie du es nennst.

Oliver traut sich kaum zu atmen. Er ist sich nicht sicher ob sie ihn verspottet oder es ernst meint.

Sie: Ich könnte dir ja erzählen, wie ich der Inquisition entkam? Das wäre doch die Story für dich?! Der Titel könnte heißen: Aus dem Leben einer Hexe.
Er: Die Inquisition?
Sie: Willst du nun deine Story oder nicht?
Er: Ja, Entschuldigung.
Sie: Dann solltest du deinen Stift aber geschwind über das Papier gleiten lassen, denn ich erzähle die Dinge nicht gerne zweimal.

Oliver spürt, wie sich eine Gänsehaut über seinem Rücken ausbreitet. Gebannt blickt er in Frau Seides grüne Augen.

Sie: Es war im Jahr 1590. Es war die Zeit kurz vor der Pest. Die Menschen litten oft Hunger, was zu weiteren Krankheiten führte. Das machten sich die Kirchenoberen zunutze, die den Glauben des Volkes dahin manipulierten, dass die Hexen unter der Führung des Teufels diese Übel über sie gebracht hatten. Ich war Witwe und lebte in der Nähe eines kleinen Dorfes, bei Nürnberg. Meinen Mann Leon, hatte ich im Krieg gegen die Spanier verloren.

Frau Seide hält inne, lächelt versonnen. Sie scheint mit ihren Gedanken weit weg zu sein. Oliver räuspert sich.

Sie: Leon war ein einfacher, aber ein guter Mann. Er sorgte für mich und akzeptierte meine Arbeit als Heilerin, auch wenn er nicht verstand, dass ich mich dadurch in Gefahr begab. Aber Heilerinnen gab es schon immer. Seit es Menschen auf dieser Erde gibt. Niemand zweifelte die Macht der weisen Frauen an. Sie waren geachtet und in der Gesellschaft akzeptiert. In Canterbury ließ der Kerkermeister sogar eine bereits verurteilte Hexe frei, weil er der Ansicht war, dass sie mit ihren Hausmitteln mehr Gutes für die Kranken tue, als alle Priester mit ihren Gebeten und ihrem Exorzismus. Das war ein kluger Mann! Wusstest du, dass das Wort „Hexe“ in den meisten Sprachen aus den Stammwörtern für Weisheit und Wissen abgeleitet wird?

Serafina sieht Oliver fragend an. Er weiß es nicht und schüttelt wahrheitsgemäß den Kopf. Bedauernd tätschelt sie seine Hand. Oliver spürt ein Ziehen in der Bauchgegend.

Sie: Nun, jetzt weißt du es. Auf jeden Fall war es eine schwere Zeit damals. Meine Großmutter war noch eine der meist geachteten Frauen des Dorfes, während ich mein Handwerk im Geheimen ausüben musste. Ich gebe zu, es gab oft Momente, in denen ich darüber nachdachte, meine Arbeit aufzugeben. Aber wenn ich von einem verzweifelten Vater aufgesucht wurde, dessen Frau in den Wehen lag, dann machte ich mich auf den Weg. Egal ob Regen oder Schnee! Statt die arme Gebärende einem dieser Schlachtärzte zu überlassen, die keine Ahnung von Hygiene und Sauberkeit hatten. Ich habe einige Mütter und Kinder sterben sehe, nur weil sich vorher so ein Stümper an ihnen zu schaffen machte.
Ihre Stimme klingt wütend. Sie greift nach ihrer Handtasche und wühlt solange darin herum, bis sie ihre Zigaretten gefunden hat. Oliver zückt eilig sein Feuerzeug.

Sie: Danke, Kleiner.

Frau Seide zieht heftig an ihrer Zigarette, wirft ihren Kopf in den Nacken und bläst eine Rauchwolke in die Luft. Etwas gereizt schnipst sie nach der Kellnerin.

Sie: Noch einen Rotwein, für den jungen Mann auch!
Er: Nein, danke. Lieber nicht, ich muss noch schreiben.

Frau Seide lacht und zwinkert ihm vertraulich zu.

Sie: Du musst etwas lockerer werden, mein Lieber. Wein erfreut das Herz. Steht schon in dem Buch der Bücher.

Fragender Blick von Oliver.

Sie: Ja, die Bibel. Ich kenne das Buch. Im Gegensatz zu der üblen Nachrede glauben Heilerinnen sehr wohl an eine Gottheit. Wir glauben an eine heilende gute Mutter und nicht an einen harten kriegführenden Gott. Natürlich anders, als die Pfaffen es von uns verlangten. Aber sicher haben Heilerinnen oder Hexen, wie wir im Mittelalter tituliert wurden, nicht so viel Schaden angerichtet, wie die christliche Kirche. Egal ob Papst oder Luther gegen die weisen Frauen hetzten, sie folterten und verbrannten. Aber was kann man schon von einer Institution erwarten, die von Männern dominiert wird?!

Serafina wirft die Frage ganz locker hin, wie einen alten Mantel. Der Ausdruck, den ihre leicht angehobene Augenbraue ihrem Gesicht verleiht, lässt keinen Zweifel an dem Fehdehandschuh, den sie ihm hinwirft. Oliver weiß nicht was er sagen soll und rutscht nervös auf seinem Stuhl hin und her. Frau Seide lacht. Es hört sich bitter an. Mehr zu sich selbst, als zu ihm, sagt sie:

Sie: Männer, die Frauen foltern, weil sie keine Kontrolle oder Macht über sie ausüben können, sie foltern und verbrennen, sich die schlimmsten Strafen ausdenken. Die unschuldige Katzen verbrennen oder ersäufen, weil sie glauben, Hexen würden die Gestalt von „unheiligen“ Tieren annehmen, um sich zu schützen. Stell dir vor, in der Renaissance verbreitete sich ein geradezu abartiges Interesse an schwarze Messen und Orgien. Sie wurden nach den Aufzeichnungen der Inquisitoren in den Hexenprozessen gestaltet. Wie sie von den Pfaffen unter der Folter abgepresst wurden. Zurzeit König Ludwigs XIV pflegte die halbe Priesterschaft, fast der ganze Hof und sogar Ludwigs Mätresse, Madame de Montespan die Beziehung zu einer „Gesellschafts-Hexe“, die sich La Voisine nannte. Aber die schwarzen Messen wurden nicht nach den Ritualen der großen Mutter durchgeführt, sondern waren eine abartige Verkehrung der heiligen Messe ins Gegenteil. Da frage ich dich, wer die wahren Satanisten sind?

Oliver zuckt ratlos mit den Schultern. Von solchen merkwürdigen Praktiken hat er noch nie gehört. Frau Seide nickt gnädig.

Sie: Entschuldige, du kannst das nicht wissen, aber wenn es um dieses Thema geht, gehen die Pferde mit mir durch. Es ist nicht einfach, sein Leben lang angefeindet, falsch verklagt und verfolgt zu werden.

Er: Wollten sie mir nicht etwas über ihre Flucht vor der Inquisition erzählen?
Sie: Ach, ja. Ich bin abgeschweift. Also, es war an einem Freitag im April. Übrigens, ein verhexter Tag, weil er der Göttin Freya gewidmet ist. Ich war schon einige Jahre Witwe und hatte mich erfolgreich gegen die Wiederheirat mit einem dieser Heuchler aus dem Dorf widersetzt, die mich unter Kontrolle bringen wollten. Du musst wissen, selbstständige Frauen waren den Männern ein Dorn im Auge. Eine eifersüchtige Ehefrau, deren Mann mir oft nachstieg, streute das Gerücht, ich hätte den letzten Hagelschauer, bei dem einige Tiere der Dorfbewohner ums Leben gekommen waren, heraufbeschworen und sie verflucht. Außerdem hoffte sie auf eine Belohnung dafür, dass sie mich ans Messer geliefert hatte. Die Hexenverfolgung war ein einträgliches Geschäft, bei dem jeder, ob Pfaffe, Adliger oder Dorftrottel, seinen Anteil aus dem Nachlass des Opfers bekam. Mein Haus hatte keinen übermäßig hohen Wert, aber es war in gutem Zustand. Ich besaß eine Ziege, übrigens ein Teufelstier und eine hübsche kleine Kuh. Ich wusste, meine Zeit weiter zu ziehen war gekommen. Längst hätte ich fort sein sollen, aber ich hing an dem Haus. Es war eine schöne Gegend und ich hatte keine Lust mir schon wieder ein neues Leben aufzubauen. Ich war nicht besonders ängstlich. Die meisten Sorgen machte ich mir, dass mich der Bischof von Nürnberg in seine schmierigen Finger bekommen könnte. Er war als ein brutaler Vergewaltiger verschrieen, der jede halbwegs ansehnliche Frau durch seine Vorlieben fast zu Tode vögelte. Und die, die sich ans Leben klammerten, fanden das Ende auf andere Weise.
Er: Und wie seit ihr dem Bischof entkommen?
Sie: Nur keine Eile, das kommt noch. Also, ich war gerade dabei mein Schmutzwasser zu entsorgen, als ich bemerkte, dass jemand in der Nähe herumlungerte. Erst dachte ich, es sei das dumme Weib, das mich verraten hatte. Sie war ganz wild darauf mich in Fesseln zu sehen. Aber nach einer Weile spürte ich, dass es ein Mann war.
Er: Der Ehemann?
Sie: Nein. Es war einer der Soldaten des Bischofs. Jan.
Er: Ihr kanntet ihn?
Sie: Ja. Er stammte aus meinem Dorf und ich kannte ihn einige Jahre. Er war einer der Männer, die mir einen Antrag gemacht hatten, nach dem mein Mann gestorben war. Aber zu seiner Ehre muss ich feststellen, dass er mich nie bedrängte und unter anderen Umständen hätte ich seinen Antrag vielleicht auch angenommen. Er war ein hübscher großer Kerl, den ich nicht aus meinem Bett vertrieben hätte.

Frau Seide zwinkert Oliver erneut verschwörerisch zu und trinkt einen Schluck Rotwein.

Sie: Hexen sind eben auch Frauen. Aber eine Verbindung mit dem Bediensteten eines Pfaffen, nein danke!

Oliver nickt verständnisvoll und nimmt auch einen Schluck aus seinem Glas. Der Wein ist stark und würzig. Er läuft fast ölig seine Kehle hinab und macht sich wärmend in seinem Bauch breit.

Sie: Feuer?
Er: Ja, natürlich.

Als er ihr Feuer gibt, sieht Frau Seide ihm tief in die Augen und berührt seine Hand. Oliver spürte ein gewisses Kribbeln in seinem Bauch. Lasziv lehnt sie sich zurück.

Er: Was passierte dann mit diesem Jan?
Sie: Das, was immer passierte. Er beobachtete mich und dachte, ich würde es nicht merken. Ich glaube, er war wirklich in mich verliebt.
Er: Weiter passierte nichts?
Sie: Aber Oliver, wo denkst du hin … natürlich passierte etwas! Der Mann bekam eine Vorstellung von mir geboten, von der er bestimmt noch jahrelang träumte.
Er: Vorstellung?
Sie: Ja, mein Süßer, Abschiedsvorstellung. Ich sagte dir doch, dass ich schon längst hätte fort sein sollen, und nun wusste ich endgültig, dass es Zeit war zu gehen. Aber nicht ohne mir vorher noch ein bisschen Spaß zu gönnen.

Bei diesen Worten lacht sie schallend, wirft ihre langen Haare zurück und wippt aufreizend mit ihrem Pumps beschuhten Fuß. Oliver versucht sich auf seine Notizen zu konzentrieren. Es gelingt ihm nur mit äußerster Mühe.

Sie: Hattest du schon einmal Spaß?

Oliver blickt irritiert auf.

Er: Heute? Ja, ich hatte Spaß.
Sie: Dummerchen, doch nicht diesen Spaß. Ich meine Spaß beim Sex.
Er: Natürlich! Ich hab eine tolle Freundin.
Sie: Das wäre ein interessantes Gesprächsthema, aber das können wir nachher noch vertiefen.

Dabei bekommt ihre Stimme einen fast hypnotischen Unterton.

Sie: Aber ich will nicht abschweifen und dir erzählen, wie ich Jans Träume wahr werden ließ. Hm, wo war ich stehen geblieben? Ach ja, also ich hatte meinen Hausputz erledigt und wie immer danach, ging ich zum Fluss hinunter, um zu baden. Jan folgte mir in sicherem Abstand. Dachte er. Ich konnte ihn atmen hören, so aufgeregt war der.

Frau Seide kichert bei der Vorstellung. Oliver läuft rot an, denn auch sein Atem hat sich beschleunigt.

Sie: Am Fluss begann ich mich langsam auszuziehen, schließlich sollte er auch was davon haben. Ich war gerade dabei meine Bluse auf zu knöpfen, als er mir zurief: „Hey, du Hexe.“ Ich antwortete nicht und drehte mich nicht um. Er rief erneut: „Hey, du Hexe, ich rede mit dir.“ – „Aber ich nicht mit dir, wenn du keinen Respekt vor mir hast, erwiderte ich, nenn mich gefälligst bei meinem Namen.“ Ich zog mich in aller Ruhe weiter aus. „Wieso sollte ich Respekt vor dir haben? Dich wird sowieso der Bischof holen,“ sagte er und kam näher. „Warum du Respekt haben solltest? Weil deine Schwägerin ohne meine Hilfe, nicht Mutter geworden wäre. Außerdem wäre sie schon Witwe, so oft, wie sich ihr Alter verletzt hat.“ Dabei drehte ich mich um. Ich stand nackt vor ihm. Du hättest mal seinen Gesichtsausdruck sehen sollen und den Aufruhr in seiner Hose.

Olivers Ohren glühen und er ducke sich tief über seinen Block, damit Frau Seide sein Gesicht nicht sehen kann. Sie lacht verführerisch. Plötzlich spürt er, wie sie ihren Fuß an seiner Wade hinaufschiebt. Hastig zieht er sein Bein zurück. Sie ignoriert es.

Sie: „Darum wollte ich dich auch warnen,“ stotterte er und setzte sich auf einen großen Stein, damit ich ihm nicht mehr auf sein „Paket“ starren konnte. Meine Vorfreude wuchs, aber ich wollte es noch ein bisschen spannend machen. Immerhin wollte er mich vor dem widerlichen Bischof bewahren, da hatte er schon eine besondere Show verdient. Also nahm ich meine selbstgemachte Yasminseife stieg ins Wasser und wusch mich.

Frau Seide streicht dabei mit ihren Fingerspitzen über ihren schlanken Hals, bis hin zum Ansatz ihres Dekolletés. Oliver hat längst aufgehört zu schreiben und starrt sie an.

Sie: Er sah mich genauso an, wie du jetzt.
Er: Das glaube ich wohl kaum.
Sie: Du musst dich nicht schämen. Das ist ganz normal.
Er: Mit mir ist alles OK.
Sie: Dann ist es ja gut. Weiter: Während ich mich wusch und Jan mich immer gieriger betrachtete, sagte er plötzlich: „Du solltest mich heiraten.“ Ich lachte: „Wie kommst du darauf. Du weißt genau, dass es dein Bischof auf mich abgesehen hat. Im Übrigen habe ich die Frau unseres Fürsten von einem Kind entbunden. Er versprach mir Schutz. Und du bist trotzdem hier um mich vor meiner Verhaftung zu warnen. Meinst du, mich würde es schützen, wenn du mir die Ehefessel anlegst?“ Er schüttelte resigniert den Kopf. Es war aussichtslos. Wenn du einmal den Häschern der Inquisition ins Auge gefallen warst, gab es nichts, was dich erlösen konnte, es sei denn ein dicker Geldsack oder der Tod. „Und was willst du tun,“ fragte Jan. „Ich werde fortgehen, neu anfangen. Was bleibt mir über? Ich will nicht auf dem Scheiterhaufen enden. Es tut mir nur leid, dass ich alles, was ich mir aufgebaut habe, zurücklassen muss.“ Ich kam aus dem Wasser und ging auf ihn zu. Das Verlangen flackerte in seinen Augen, dann brannten ihm die Sicherungen entgültig durch. Jan packte mich, riss mir meinen Kopf nach hinten und küsste mich unbeholfen. Na ja, was will man von einem Soldaten verlangen.

Frau Seide zuckt mit den Schultern und sieht Oliver an. Der tut so, als mache er Notizen.

Sie: Ich stöhnte erregt. Presste meinen Körper an ihn und meine Lenden gegen seine. Da Jan damit gerechnet hatte, ich würde Widerstand leisten und vielleicht schreien, lockerte er überrascht seinen Griff. „Du kleine Hexe“, sagte er. „Was hast du erwartet?“ Erwiderte ich spöttisch, „ich bin keine von diesen Weibchen, die sich reichlich zieren, um ihre ach so heilige Jungfräulichkeit zu schützen. Und doch Tag und Nacht von nichts anderem reden, als beschlafen zu werden. Aber ich bin auch was Besseres gewöhnt, als die armen alten Ehefrauen, die nur ihre Beine breitmachen müssen, wenn ihr stinkender Alter sich mal erleichtern muss.“ Jan sah mich mit offenem Mund an. Ich öffnete seinen Gürtel und fasste mir sein bestes Stück. Dann beugte ich mich zu ihm herunter. – Den Rest überlasse ich deiner Fantasie. Du glaubst gar nicht, wie schnell der Mann kam.

Frau Seide lächelt spöttisch. Dabei sieht sie Oliver so direkt an, dass er sich verschluckt und husten muss. Auch sein bestes Stück bringt seine Hose fast zum Platzen.

Sie: Aber so einfach ließ ich ihn nicht davon kommen. „Ich denke,“ sagte ich zu ihm, „da du jetzt deinen Spaß hattest, sollte ich jetzt auch Spaß haben.“ Ich lehnte mich gegen den Felsen, spreizte meine Beine und sagte, „geh auf die Knie und leck mich, genau da“. Ich zeigte ihm deutlich, welche Stelle ich meinte. Dabei drückte ich ihn zu Boden und zog seinen Kopf zu mir. „Du bist doch eine Hexe,“ seufzte er noch, „aber eine Gute,“ dann tat er, was ich ihm befohlen hatte. Er machte seine Sache sehr gut und nach dem er mich befriedigt hatte, belohnte ich ihn noch mit einen kleinen Ritt auf seinem inzwischen wiederauferstanden Phallus.

Frau Seide macht eine Pause.

Sie: Meine Zigaretten sind alle. Ich muss mir kurz Neue besorgen.

Sie geht zu der Kellnerin hinüber und fragt sie nach Kleingeld für den Zigarettenautomat. Oliver ist wie elektrisiert. Er sieht vor seinem geistigen Auge, wie sie sich nackt über einem Männerkörper aufbäumt, ihre Haare fliegen und ihre vollen Brüste wippen. Wie sie sich stöhnend und schreiend in die Schultern des Mannes krallt, der sich gegen sie stemmt. Sie setzt sich wieder. Oliver sieht verlegen aus, als hätte sie ihn bei einer Schandtat überrascht.

Sie: Na, alles Ok?
Er: Alles Ok.
Sie: Dann ist ja gut.
Er: Sex hat sie also vor der Inquisition gerettet?
Sie: Könnte man so sagen. Aber ich würde das nicht so hart ausdrücken. Du musst bedenken, Jan hatte seinen Spaß. Immerhin kam er freiwillig, um mich zu warnen. Es war sozusagen sein Lohn. Du weißt doch, eine Hand wäscht die andere. Oh, das könnte man fast wörtlich nehmen. Gut, ich hatte zwar schon Besseres erlebt, aber ich will mich nicht beklagen. Hätte ich mehr Zeit mit ihm verbracht, hätte ich was Anständiges aus ihm machen können.

Sie grinst Oliver unverschämt an. Dass sie dem armen Jan, nach dem ersten Ritt eine kleine Dosis Liebestropfen verabreicht hatte, um ihn für weitere Touren fit zu machen, verschweigt sie Oliver lieber. Es würde ihn vermutlich schocken, wenn er wüsste, dass der Mann danach fast zwei Tage völlig entkräftet durchgeschlafen hatte. Aber was kann sie dafür, schließlich weiß Frau nie, wann sie wieder einmal Sex mit einem passablen Mann haben wird. Wenn sich was Passendes bietet, muss man zugreifen. Oliver packt seine Sachen zusammen. Dieses
Gerede von Hexen, Inquisition und Sex reicht ihm.

Er: Ich glaube, wir sind fertig. Eine nette Story, aber sie sind keine Hexe. Nur eine gute Märchenerzählerin.
Sie: Das ist doch mehr, als viele von sich behaupten können. Ich werde die Rechnung begleichen.

Frau Seide bezahlt und erhebt sich. Noch bevor Oliver sich wehren kann, küsst sie ihn. Er spürt einen süßen Geschmack und ein leichtes Prickeln auf der Zunge.

Sie: Danke Oliver und auf ein Wiedersehen.

Ohne seine Antwort abzuwarten schwebt sie hinaus. Nachdenklich geht Oliver zum Parkplatz. Er schließt sein Auto auf und wirft seine Tasche auf den Beifahrersitz. „Was für ein Nachmittag. Was für eine Frau. Heißer Feger würde man wohl sagen,“ denkt er und muss unwillkürlich grinsen. Plötzlich spürt er, wie sich ein Körper an seinen Rücken schmiegt. Er dreht sich um. Frau Seide. Sie trägt nichts, außer Spitzenstrümpfen und Pumps. Ihm bleibt die Luft weg. Er will sich wehren, tausend Argumente fallen ihm ein. Kurz denkt er an seine Freundin, aber er bringt kein Wort heraus. Ihre geschickten Hände haben seinen Schwanz schon von der Verpackung befreit. Was sie dann tut, raubt ihm den Verstand. Er explodiert, als hätte er noch nie im Leben Sex gehabt. Ihre raue Stimme an seinem Ohr jagt ihm eine Gänsehaut über den Rücken.

Sie: Und was wirst du jetzt tun Schätzchen?

Oliver gibt auf und sinkt auf seine Knie…

Den Rest überlasse ich eurer Fantasie.

Nachdem Oliver in einen gnädigen Schlaf gefallen ist. Zieht sich Frau Seide wieder an. Männer sind doch meistens das schwächere Geschlecht, denkt sie. Bis auf Leon, ein Bild von einem Mann und was für eine Potenz. Bei dem Gedanken an ihn muss sie lächeln.

Sie: So was wie Leon wird eben nur alle paar Jahrhunderte geboren. Komm Roxanna, es wird Zeit weiter zu ziehen.

Eine rotgetigerte Katzendame springt aus dem Gebüsch. Sie miaut leise. Frau Seide hebt sie hoch. Sie steigt in den feuerroten Porsche, der neben Olivers Lupo steht. Zärtlich streichelt sie Roxanna über das samtweiche Fell.

Sie: Einen Vorteil hat das 21.Jahrhundert jedenfalls meine Kleine. Porsche fahren ist weitaus bequemer, als Besen reiten.
Roxanna: Miau.

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„Wenn Bill (Sänger von Tokio Hotel) nicht mehr singen kann, bricht meine Welt zusammen. Dann dreht sich mein Leben um nichts mehr.“ Ich dachte, ich brech zusammen! Die Einstellung ist in meinen Augen einfach hohl. Aber besonders weil dieser Satz nicht von einem Teenager (was ich ja noch verstehen könnte) stammte, sondern von einer erwachsenen Frau, Mitte dreißig. Kann das wahr sein? Ist das der neue Geist? Haben die Menschen nichts Sinnvolleres, um das sich ihr Leben dreht, als eine Teenie Popband? Ich war und bin echt erschüttert.

Ich weiß nicht, ob meine Ziele oder Träume sinnvoller sind. Aber anderen Menschen zu helfen sich auszudrücken, ihnen die Freude am Schreiben näher zu bringen, die Wurzeln ihrer Fantasie zu entdecken, selbst zu schreiben ist sicher sinnvoller als für Bill Luftballons steigen zu lassen. Das Ganze ist einfach nur peinlich.

Die Familie, wenn man eine hat, sollte der Mittelpunkt sein, um den es sich dreht. Die Frau hatte auch Familie, zumindest einen Mann, aber scheinbar genügte er ihr nicht. Der arme Kerl begleitete seine Frau zu diesen Fantreffen und Konzerten (um sie im Auge zu behalten?). Er sagte in dem Interview, am liebsten würde er davon laufen. Kann ich verstehen. Ist schon starker Tobak, wenn man weiß, dass man weniger zählt, als ein paar halbwüchsige Popstars. Eigentlich sollte man als erwachsene Frau wissen, dass alles nur vorgegaukelte Träume sind.

Ich gaukele mir auch manchmal Träume vor. Weil es Spaß macht, manchmal auch weil ich Sehnsucht habe. Aber ich weiß es zumindest. Ich weiß was real und Traum ist, auch wenn ich ab und zu den Drang habe Grenzen zu überschreiten, weiß ich doch, dass das was dahinter liegt nur meine Fantasie ist. Nicht mehr und nicht weniger.

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