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Posts Tagged ‘Küssen’

Ich lese Gedichte vor.

Stundenlang.

Vom Lieben und von Küssen.

Seitenlang und länger.

Du sagst kein Wort.

Schaust mich nur an.

Ich verstumme.

Hast du nicht verstanden,

was ich dir sagen will?

 

Dann ein Lächeln.

In deinen Augen,

auf deinen Lippen.

Viele Worte sagen nichts,

sagst du.

Einzig wichtig ist

das Handeln.

Warum nicht

Küssen?

Jetzt!

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Sehnsucht quillt in zähen Tropfen

Rinnt in langen Striemen

Zieht Schmerzen über meine Haut

Suche Erfüllung die mein Leiden heilt

 

Du könntest meine Qualen lindern

Deine Hand auf meine Wunden legen

Mein aufgewühltes Herz zur Ruhe bringen

Doch du bist weit fort

 

In der Stille meines Zimmers

Höre ich deine samtige Stimme

Die meine Seele berührt

Mein Inneres erzittern lässt

 

Jedes Wort von deinen Lippen

Geht mir unter die Haut

Zieht mich unaufhaltsam zu dir hin

Brauch dich wie die Luft zum Atmen

 

Deine Muse die mich zärtlich küsst

Mir ein Stück Ewigkeit gewährt

Komm zu mir

Liebe mich

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In meinem Kopf brüllten sämtliche Alarmglocken, aber ich konnte nicht anders seinem Willen zu folgen, als er seine Hände auf meine Hüften legte und flüsterte:

„Lass mich dich lieben.“

Er zog mich fest gegen seine Brust und küsste meinen Hals. Eine Gänsehaut rann über meinen Rücken, mein Bauch schwappte auf und ab, wie bei einer Achterbahnfahrt, und in meinem Unterleib zog sich ein kleiner roter Punkt zu einem wachsenden Knäul zusammen, das danach trachtete in einer Explosion zu zerbersten.

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Salz, leicht, Hand, Wasser, drehen, Spiel

Ich drehte den alten Wasserhahn auf. Er sah aus wie ein Drehkreuz. Norden, Süden, Osten, Westen, dachte ich, als ich das Rad in Bewegung setzte. Die erste Umdrehung kostete Kraft, doch dann löste sich das Gewinde und es wurde leichter. Ich hielt meine Hand in den kühlen Wasserstrahl und genoss das köstliche Gefühl auf meiner erhitzten Haut. Sam ging vorbei. Er würdigte mich keines Blickes. Ich wischte mit der Hand schwungvoll unter den Wasserstrahl und spritzte ihm die eisigen Tropfen an die Beine.

„Hey! Was soll das?“, fuhr er mich an.

Seine blauen Augen sprühten Funken. Seine Wut stachelte meinen Übermut an. Ich wiederholte das Spiel. Er kam drohend auf mich zu.

„Wenn du das noch einmal machst, dann…“

„Was dann?“, unterbrach ich ihn und spritzte ihm eine neue handvoll Wasser entgegen.

„Ich bin stärker als du.“

Ich lachte laut auf, obwohl mir mulmig war, Sam war mindestens einmeterneunzig groß und sehr athletisch.

„Das will ich sehen.“

Bevor ich zu einem neuen Angriff ansetzen konnte, packte er mich und versuchte mich unter den Wasserhahn zu ziehen. Ich wehrte mich verzweifelt. Am Ende waren wir beide klatschnass und umklammerten uns wie zwei Schlingpflanzen. Sam sah auf mich herunter. Seine blauen Augen hatten einen eigenartigen Glanz. Als er mich küsste, konnte ich den leichten Salzgeschmack des Wassers auf meinen Lippen schmecken.

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Schreiben, schreiben, schreiben – den Kopf in Geschichten – nichts ist besser, als von den Musen geküsst zu werden und sich mit Leidenschaft in den Fluss zu werfen. Nicht verzweifelt rudern zu müssen, sondern sich dem Strom zu überlassen, mal hier hin, mal dorthin getrieben werden und alle Eidnrücke aufnehmen.

Schreiben ist meine Leidenschaft. Wie sehr ich es verfluche, wenn ich im ausgetrockeneten Flussbett stehe, so sehr liebe ich es wenn ich mit der Strömung ins Meer gezogen werde.

Kreativität lässt sich nicht zwingen, so wie Liebe sich nicht zwingen lässt – sie kommt herangeflattert und setzt sich nieder, wenn sie will – aber man kann einiges tun, um sie zu locken. Kleine süße Häppchen auslegen und abwarten, den Moment achten und sie sanft halten. Quetschen oder einfangen nicht erwünscht!

Es hat jetzt beinahe ein halbes Jahr gedauert, in dem ich nicht so schreiben konnte, wie ich es mir gewünscht habe. Ich musste andere Formen der Kreativität wiederentdecken, lernen Geduld zu üben und mich auch mit wenigen Sätzen zufrieden zu geben.

Ich habe ein 365 – Tage – Projekt gestartet, einen Fotoblog angelegt: https://schreiberlebensbilderbox.wordpress.com/ und hunderte Blätter Tagebuch geschrieben, mit einem befreundeten Schreiber eine Geschichte ausgedacht, zwei kleine Reisen unternommen, mich mit Schiller, Goethe und Weimar auseinandergesetzt und sehr oft laut Musik gehört. Für alles gibt es eine Zeit.

Jetzt kommt ein neuer Abschnitt. Ich habe Verträge für zwei Bücher unterschrieben. Einen Band mit erotischen Kurzgeschichten und einen erotischen Tagebuchroman. Das bedeutet schreiben, schreiben, schreiben und ist natürlich eine unglaubliche Motivation.

Schreiben ist meine Leidenschaft, egal wie lang oder kurz meine Texte sind – ob sie eine Person liest oder viele – und nichts ist mit dem Flow zu vergleichen, alles andere tritt dahinter zurück.

Ich wünsche euch allen ein wunderbares Wochenende. Lasst euch von den Musen küssen und genießt den Flow!

Eure Caro

 

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„Der geflügelte Löwe“, flüsterte Karan, „es gibt ihn wirklich.“

„Meinst du, es ist wahr und hier liegt das Geheimnis der Fürsten der alten Reiche verborgen?“

Alynd berührte sacht Karans Arm. Er erschrak, so sehr bannte das große Siegel seine Gedanken. Karan kannte den Zauberspruch, der es öffnen konnte. Besessen war er davon gewesen, die Burg der Alten zu finden und dem Wahrheitsgehalt der Legenden auf den Grund zu gehen. Nun da Karan sein Ziel fast erreicht hatte, schien ihm das Ganze nichts mehr zu bedeuten. Zu viele Opfer hatte er bringen müssen und niemand war Schuld dran, nur er allein.

„Willst du den Spruch nicht sagen?“

Alynd sah ihn fragend an. Karan vermied es zurückzuschauen.

„Sollen die Opfer umsonst gewesen sein? Der Schmerz, die Tränen und Entbehrungen?“, fragte sie sanft.

Karan wandte ihr das Gesicht zu. Kein Vorwurf über sein Versagen lag in ihren dunklen Augen, nur unendliche Liebe. Sie liebte ihn, hatte es schon immer getan. Jetzt, am Ende des Weges, erkannte er es. Wie war das möglich? War das die Antwort auf alle Fragen? Den Sinn, die Tiefe, die Essenz des Lebens an sich? Die Liebe.

„Bist du sicher? Wollen wir das wirklich tun?“, fragte er.

Alynd nickte.

„Ja. Ich werde immer bei dir sein. Wohin du auch gehst. Ob zum Guten oder Schlechten. Nichts wird mich von dir trennen.“

Sie griff nach seiner Hand. Spürte die rauen Stellen, die Schwielen der harten Arbeit an seinen Fingern. Hände die hart zupacken und sanft streicheln konnten. Karan hob Alynds Hand zum Mund und küsste ihren Handrücken. Ihre Augen versanken in einander. Die Prinzessin und der Schmied. Das waren sie einmal gewesen. Alynd kam es vor, als wäre es Zeitalter her. Nun waren sie Liebende. Sie lächelte ihm ermutigend zu.

Karan legte die frei Hand auf das große Siegel. Er spürte das Relief des geflügelten Löwen unter seiner Handfläche. Dann sprach er den Zauberspruch.

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Verdammt! Wo ist dieses blöde Schloss?!

Es soll für immer sein, sagte er, als er es anbrachte, ich habe es extra für uns anfertigen lassen. Klar! Große Worte nichts dahinter.

Warum habe ich mich so täuschen lassen? Waren es die dunkelbraunen Augen, die mich so leidenschaftlich ansahen, wenn er mich in den Armen hielt und mir seine Liebe beteuerte? Seine Lippen, die so unglaublich küssen konnten? Sein betörender Duft und seine zärtlichen Hände, die alle Widerstände fort streicheln konnten?

Ich hätte es wissen müssen! Er war einfach zu perfekt. Ich suchte nach dem Haken und fand keinen. Also warf ich alle Bedenken über Bord. Wir verankerten den Riegel des Schlosses. Danach war nichts mehr wie es war und doch konnte ich ihn nicht verlassen. Egal was er tat, sagte oder nicht tat und sagte. Ich war wie paralysiert. Konnte mich nicht von der Stelle bewegen.

Da! Das verdammte Schloss. Ich werde nie von ihm loskommen, wenn ich es nicht vernichte. Ich setze die kleine Metallsäge an und zersäge den Riegel. Es dauert eine Weile. Mit tränenblinden Augen und zitternden Händen sägt es sich nicht besonders gut. Endlich zerbricht der Riegel. Das Schloss fällt heraus aus der Menge. Ich gebe ihm einen Tritt. Mit einem Platsch versinkt es im Rhein. Versunken für immer, wie der Schatz der Nibelungen.

Ein Ruck geht durch meinen Körper. Ein Stich trifft mein Herz. Ich krümme mich vor Schmerzen. Doch dann, spüre ich eine unglaubliche Erleichterung. Ich atme auf. Es ist vorbei.

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