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Posts Tagged ‘Leben und Tod’

Schreiben nach Bildimpulsen. Hier: Gustav Klimt, Leben und Tod
Der schwarze Tod trägt einen rubinroten Stab. Er sieht wie ein mörderisches Werkzeug aus. Der Knochenmann lacht hämisch, als warte er nur darauf zu zuschlagen. Er ist allein. Abgeschnitten von den Lebenden. Sie alle, ob alt oder jung, haben sich fest in einander verwoben, so als wollten sie den Tod aus ihrem Leben ausschließen.

Trotz der Enge macht es nicht den Eindruck, es wäre den Lebenden unangenehm, so eng verbunden zu sein. Sie schlafen, sehen zufrieden aus. Mann und Frau, Mutter und Baby. Dazwischen ein älterer Mensch, geborgen in dem Leben, das um ihn herum fließt. In allen Möglichen Formen und Farben.

Weiß, wie der Schnee. Grün, wie die ersten Blättchen knospender Bäume. Sonnengelb, wie ein Sommertag am Meer und orange-rot-golden, wie das Herbstlaub oder dein Sonnenuntergang.

Der Tod steht da und wartet. Er ist sicher, die Stunde kommt, in der er seine Sense anlegen und seinen Lohn einfordern wird. Doch so schnell geben die Lebenden keinen der ihren auf. Ineinander geschmiegt trotzen sie den Fallen, die der Tod den Lebenden stellt.

„Carpe Diem“. Nutze den Tag. Jeden Augenblick genieße. Das Positive sehen. Jeden Tag eine gute Tat. Den Menschen, die einem nahe stehen, zeigen dass man sie liebt und dann, wenn der Tag kommt, Frieden mit sich selbst haben.
Das Beste aus seinem Leben machen. Aus schwarzen Kreuzen Blumen sprießen, aus Tränen Lachen werden lassen. Im Verlust die Freude verspüren, dass man einen wundervollen Menschen Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Geliebte, Geliebter, Kind, Freund nennen durfte.

Der Aufbruch steht bevor. Zu neuen Ufern und Horizonten. Den Tod den Schrecken verlieren lassen. Mensch sein, leben und sterben, in Würde und Frieden.

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