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Posts Tagged ‘Maler’

Nach meinem Besuch in der Villa Mondrian in Winterswijk, habe ich mich zu Hause an mein eigenes kleines Kunstprojekt herangewagt. Es hat mich fasziniert, wie sich Piet Mondrian vom kopieren alter Meister, den Studien an der Akademie zu einem Maler wandelte, der die abstrakte Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts entscheidend beeinflusste. Dabei bewunderte er Vincent van Gogh und war beeindruckt von Picasso und George Braque.

Piet Mondrian, sein Leben und seine Gedanken bezüglich der Malerei, der Auflösung der Formen hat mich fasziniert und inspiriert. Die Reihe der vier folgenden Bilder sind eine kleine Hommage an Mondrian, in Verbindung mit meiner Vorliebe der alten Meister, die auch Mondrian schätze. Darunter Rembrand. Es hat viel Spaß gemacht diese Bilder zu entwerfen und sich an die Sujets heranzutasten. Und wer weiß, vielleicht fällt mir ja noch mehr zu diesem Thema ein.

Mondrian & die alten Meister

1.

Mondrian & die alten Meister I

2.

Mondrian & die alten Meister II

3.

Mondrian & die alten Meister III

4.

Mondrian & die alten Meister IV

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„Wenn die Wellen über mir zusammenschlagen,

dann tauche ich hinab,

um nach Perlen zu fischen.“

      Mascha Kaleko

Es gab Zeiten in denen ich, wenn die Wellen über mir zusammenschlugen, anfing zu strampeln, um mich zu schlagen und Wasser zu schlucken, bis ich keine Luft mehr bekam. Ich bin mit fliegenden Segeln untergegangen. Nicht nur einmal – unzählige Male. Inzwischen hat sich etwas geändert. Ich musste lernen, dass es Dinge gibt – das große Unbekannte – das ich weder beeinflussen noch vorausberechnen kann.

Natürlich kannst du das nicht, höre ich den Tadel, wie kommst du auf so einen dummen Gedanken? Wenn ich das wüsste, hätte ich von Anfang an einen Riegel vor diesen Gedanken geschoben – so hab ich das Leben auf die harte Tour gelernt. Strampeln, paddeln, untergehen, Wasser schlucken.

Die Wellen schlagen immer noch über mir zusammen. Wie sollte es auch anders sein. Ich habe ein Herz, ich fühle, liebe, ich mache Fehler, bin ungeduldig, ich bin keine Insel. Aber heute bin ich halbwegs darauf vorbereit. Mir ist klar, ich kann untergehen und es wird passieren. Immer noch. Aber ich weiß inzwischen sicher, dass man einen Sturm übersteht, selbst einen mit zehn Meter hohen Wellen. Ich lebe schließlich noch! Die Kunst ist: die Luft anzuhalten, sich auf den Meeresgrund sinken zu lassen und nach Perlen ausschau zu halten, aus denen Schönes entstehen kann.

Ein Schriftsteller, Maler, Musiker schöpft aus dem Erlebten. Aus der Trauer, dem Glück, der Liebe, dem Tod, der hellen und der dunklen Seite. Das Leben gibt die Impulse für die Kunst. Es nützt nichts sich zu wehren. Niemand wird vom Leben verschont. Ich muss weitergehen, das Rad dreht sich, bis mir irgendwann das Herz stehen bleibt. Solange fische ich weiter nach Perlen.

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„Das ist ja ein Klischee (Synonym: Schablone) – Professorenfrau, jung, hat ihren „Job“ aufgegeben, fährt Cabrio und spielt Tennis!“ (So der Kommentar in einer Schreibgruppe zu einer Plotvorstellung.)
Und? Ich mag Klischees, englische Krimis auch. Warum ich sie mag? Weil man Klischees brechen kann und mit ihnen spielen – das ist der Trick! Bau eine Figur, die nach Klischee aussieht und mach etwas Besonderes draus. Spiel ein Spiel. Nutze deine Kreativität und gib dem Klischee eine besondere Note 🙂 .

Und ehrlich, wenn man sich auf der Straße umschaut, was für Klischees!Ich spar mir die Einzelheiten. Vielleicht mag ich Klischees, weil ich selbst wie eins aussehe und oft so eingeschätzt werde. Es breitet mir eine diebische Freude die Vorurteile über mich auszuhebeln. Schnell und effizient denken zu können, obwohl ich blond bin. Gut und schnell Autofahren zu können, auch wenn ich eine Frau bin. Schriftstellerin zu sein, obwohl ich keine Intellektuelle bin. Mutter von vier Kindern zu sein und nicht danach auszusehen. Erotische Geschichten zu schreiben und wie das brave Mädchen von neben an zu wirken. Auf Geld keinen übersteigerten Wert zu legen, obwohl ich aus „gutem“ Haus komme. Eins ist klar, wir können das Rad (in der Literatur) nicht neu erfinden, wir können es aber hübsch verpacken und es kreativ verwenden.

Vielleicht leben wir in einem Zeitalter der Klischees, durch die Medien und die Gesellschaft suggeriert. Einerseits wollen wir alle Individuen sein, jemand Besonderes (siehe Hollywood und Castingshows), andererseits bewegen wir uns, sobald wir geboren werden, unter genormten Bedingungen. Babys und Kleinkinder werden bei U-Untersuchungen in einem Raster, aus normal entwickelt und nicht in der Norm, eingeteilt.(Das hat sicher eine gewisse Berechtigung, aber als Mutter von vier Kindern weiß ich, dass solche Raster oft nicht stimmen.) In der Schule werden Kinder ziemlich schnell in Leistungs-Schubladen gesteckt und so geht es das ganze Leben munter weiter.

Mich wundern Klischees nicht. Z.B.: Rockstars zerlegen Hotelzimmer, wenn sie es nicht machen, fragt man sich wieso. Hollywoodstars reden bei jeder neuen Beziehung von der großen Liebe und trennen sich nach vier Monaten wieder. It-Girls haben Mini-Hunde. Maler haben Affären mit ihren Modellen, Schriftsteller sind Alkoholiker usw.

Macht euch locker! Klischee ist das, was man daraus macht oder auch nicht.

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Sind schnell gesagt, aber einen Sinn, einen Inhalt zu finden oder zu geben, da sieht es anders aus. Hier zu sitzen, völlig erschöpft, mit dem Plan für die nächste Woche, lieber nicht daran denken, und dann noch schnell ein paar Wörter… . Sinnvolle Wörter natürlich, wie sich das für einen Schriftsteller gehört! Denn immerhin, man will beeindrucken, gehört und verstanden werden.

Verstanden? Was für ein unhandliches Wort. Wer kann die Quälerei verstehen, der man sich aussetzt, eine Geschichte anzufangen und nicht weiter schreiben zu können. Die Plackerei die richtigen Worte zu finden. Nicht nur irgendwelche, sondern die Besonderen, die die berühren, die den Leser an die Geschichte fesseln. Wer kann die Frustration verstehen, im Auto zu sitzen, Kilometer für Kilometer hinter sich zu lassen, die Ideen nur in Gedanken auszuformen zu können, zu Hause anzukommen und die richtigen Worte vergessen zu haben.

Die Zweifel: warum schreibe ich? Was bezwecke ich damit? Kein Schriftsteller schreibt nur für sich, jeder von uns Schreiberlingen möchte gelesen werden, für wie uneitel wir uns auch immer halten mögen.

Nur ein paar Worte … . Warum höre ich nicht auf, wenn es mich so quält??? Weil ich es nicht kann. Ich denke ständig ans Schreiben, an meine Figuren, meine Projekte, an die Worte. Wenn ich sie dann habe, sie schwarz auf weiß sehe, diese besonderen Wörter, dann ist das wie fliegen. Ein Rausch, der sich mit nichts vergleichen lässt. Ähnlich dem eines Malers, der sich in den Farbenrausch fallen lässt. Aber der Maler hält nur diesen Augenblick fest, ich kann mit den richtigen Worten Welten erschaffen.

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