Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Melancholie’

Die gute Traditon des alljährliche Abschlussschreiben ist nun auch schon wieder eine Woche her. Die Zeit vergeht wie im Flug und wir rauschen dem neuen Jahr in einem rasanten Tempo entgegen. Aber ich möchte nicht versäumen meinen Mitschreibern für ihr Erscheinen zu danken. Das vergangene Jahr war hektisch und mit vielen Aktivitäten angefüllt. Einige haben Bücher geschrieben, ihre Jobs gewechselt, eine Ausbildung gemacht, und doch haben wir uns in dem Teufelskreis aus Alltäglichem und Besonderem nicht aus den Augen verloren.

Ich möchte mich bei Euch allen bedanken! Bei denen, die mit mir geschrieben haben, die mich aufgemuntert und inspiriert haben! Ich wünsche mir für das neue Jahr, dass wir unsere Schreibtreffen wieder beleben und uns öfter treffen, als nur zum Ende des alten Jahres.

Vielen Dank auch an die Leser meines Blogs!

Es freut mich, wenn ich Euch mit meinen Texten und Tipps eine Freude bereiten und Euch inspirieren kann. Ich wünsche Euch allen eine besinnliche Zeit – ohne Hektik, Stress und Sorgen! Genießt die stille Zeit für Gespräche mit Freunden und Familie. Es gibt nichts, dass wichtiger wäre.

Lasst das alte Jahr Revue passieren. Freut Euch an euren Erfolgen! Macht Pläne für das neue Jahr! Mögen sie alle gelingen!

Viele liebe Grüße, eine gute Zeit und ein freudiges, erfolgreiches neues Jahr!

Eure Caroline

∗∗∗∗∗

Und nun die Geschichte, die bei unserem Schreibtreffen entstanden ist:

Rot ist das neue Grün

Die Worte für meine Geschichte: schlittern, Rot ist das neue Grün, Schal, Melancholie, Glühweinstand, erotisch

„Rot ist das neue Grün!“

Sanne sieht mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. Ich drehe mich vor dem hohen Spiegel der Boutique von links nach rechts und finde es einfach göttlich. Dieses knallrote Seidenkleid, mit den winzigen Spagettiträgern, auf denen kleine Strasssteinchen glitzerten. Es schreit: sieh mich an! Ich bin toll und du hast mich gehen lassen.

„Findest du nicht, dass das Fähnchen für eine Weihnachtsfeier mehr als ungeeignet ist?“

„Ist es“, gebe ich zu, „aber das ist nicht der Punkt. Ich will, dass Andy sieht was ihm entgeht. Mein erotisches Potenzial ist er schöpft hat er gesagt!“, ich spürte wie der Zorn wieder in meinem Bauch rumorte. „Eine absolute Unverschämtheit. Dabei war ich diejenige welche … .“

Ich brach ab. Sanne kannte die Geschichte zur Genüge.

„Ich weiß“, seufzt sie, „aber du solltest dir einen Schal dazu gönnen, bei diesen Temperaturen und dann am Glühweinstand, ich weiß ja nicht.“

Ich gehe zurück in die Umkleidekabine und ziehe den Vorhang geräuschvoll zu. Sanne war meine beste Freundin, aber ich würde Andy zeigen, was er verpasste.

„Ich habe genau gesehen, dass du die Augen verdreht hast!“, sage ich und lasse das Fähnchen von meinem Körper gleiten.

Vor dem Spiegel der Umkleide, wirke ich nicht mehr so großartig, wie vor dem Prunkstück im Laden. Das macht vielleicht der weiße Baumwollslip Marke Schießer, denke ich, erotisch ist anders. Ich ziehe meine Strumpfhose hoch und streife das Angoraunterhemd über. Wenn Andy mich so sehen könnte, würde er den Kopf schütteln.

„Du magst ja heiße Ideen haben, aber deine Klamottenwahl ist eine Katastrophe“, sagte er mir bei unserem letzten Treffen. Wenn ich daran denke, platze ich jetzt noch vor Wut. Er lud mich zum Essen ein, schleppte mich in ein sündhaft teures Hotel, als Chef eines internationalen Unternehmens kann er es sich leisten, und wir hatten unglaublichen Sex.

Danach zog er sich an und sagte, „ach übrigens, das war unser letztes Mal.“ Bei diesen Worten stand er vor dem Spiegel und band sich die teure Krawatte. Hätte mich die Ankündigung nicht so unerwartet getroffen, hätte ich ihn damit im Affekt erwürgt. Und ich wäre damit durchgekommen. So saß ich nur da und schnappte nach Luft.

„Bis Montag“, sagte er leichthin, ohne mich eines weiteren Blickes zu würdigen, bevor er ging „und bitte vergiss nicht immer den Zucker in meinem Kaffee.“

„Was ist? Bist du fertig?“, reißt mich Sannes dumpfe Stimme, hinter dem Vorhang, aus meinen Gedanken.

„Gleich, nur noch die Stiefel zubinden.“

Ich trete aus der Kabine.

„Und, willst du das Kleid wirklich kaufen?“, sie sieht mich skeptisch an, „das Teil kostet ein Vermögen, für so wenig Stoff.“

Ich zögere einen Moment. Dann hänge ich das rote Kleid zurück an den Kleiderständer.

„Du hast recht. Ich würde mir mit dem Ding den Tod holen, und Andy würde sich noch über mich lustig machen.“

Ich hake Sanne unter und steuere mit ihr Richtung Ausgang.

„Gute Entscheidung“, stelle sie fest, „wollen wir noch einen Kaffee trinken gehen?“

„Klar, ich lade dich ein. Immerhin habe ich gerade 450 Euro gespart“, sage ich und lächelte.

Mit Andy bin ich noch lange nicht fertig. Um sein Leben in eine Eisbahn zu verwandeln und ihn in sein Unglück schlittern zu sehen, brauche ich kein rotes Kleid. Dazu reicht ein Anruf beim Steuerprüfer. Ach Andy, denke ich, Mann soll es sich nie mit seiner Sekretärin verderben.

Read Full Post »

Blaue Symbole

Lass die blauen Symbole los

Im herbstlichen Farbenspiel

Unter leuchtenden Himmeln

Blick zurück

Auf die Vielfalt des Jahres

Es heißt Abschied nehmen

Die Erntezeit ist vorüber

Blätter fallen

Wälder schweigen

Wenn Tage weichen

Nächte länger werden

Nachdenklich goldene Melancholie

Wird farbig lebendige Poesie

Blick zurück

Loslassen im Rückblick

Der goldenen Erntezeit

Wald lebt im farbig freien Fall

Nachdenken in Melancholie

Himmlische Symbole

Nehmen langen Abschied

In blau leuchtender Poesie

Read Full Post »

Der Herbst ist für mich eine melancholische Jahreszeit. Normalerweise suhle ich mich in Erinnerungen an den letzten Sommer, aber dieses Jahr, in Ermangelung eines Sommers kann ich mich nicht suhlen.

Also was tun?

Ich habe mich fürs Schnulzenfilm anschauen entschieden. BBC: Jane Eyre, Emma, Stolz und Vorurteil, usw. Auch sehr melancholisch. Herz, Schmerz, Leid und Lust im viktorianischen England, das volle Programm.

Das ganze Schmachten hatte tatsächlich eine positive Nebenwirkung: Bilder regen die Assoziationen an…klar, weiß man, wenn man schreibt, aber… es hat gefunkt. Nicht nur so ein bisschen Knistern in der Glut, sondern so richtig Blitzeinschlag.

So habe ich es tatsächlich geschafft, nach fast 9 Monaten, wieder einen längeren Text zu Ende zu schreiben. Die Betonung liegt auf ENDE. Nun ist ein Ende ja per se nicht immer positiv besetzt, aber in diesem Fall 100%. Erste Zeile, Absatz, Absatz…die restlichen erspar ich euch, ENDE!

Und dann passierte es: eine Schreibstunde mit einer Freundin, eine Aufgabe und 8 Seiten später war da die Idee für eine Geschichte. Eigentlich sollte es der Anfang für den NaNo sein. (National Novel Writing Month. Er beginnt am 1. November und dauert bis zum 30.11. Das Ziel ist 50.000 Wörter zu schreiben. Also ein Buch in einem Monat.)Aber ich konnte nicht aufhören. Ich musste weiter schreiben. So habe ich dieses Jahr meine eignen NaNo Regeln aufgestellt. Mein NaNo fing dieses Jahr am 21.10. an.

Und so tue ich das, was ich am liebsten tue: auf meinem Lieblingsplatz sitzen, mit Blick auf die herbstliche Natur, den Himmel, mal blau, mal Wolkenverhangen, regentropfennass, trinke Unmengen Kaffee und Tee und lasse ES raus. Gar nicht so melancholisch wie sonst. Kein Wunder, ich habe keine Zeit traurigen Gedanken nachzuhängen. Mir gefällt diese Lösung raue Herbsttage zu überstehen, sich in eine aufregende Fantasiewelt zu begeben und sie schreiben zu erobern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: