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Posts Tagged ‘Mord’

Die Weihnachtsgeschichte ist fertig und verschickt! Der Weihnachtsmann ist sexy und der Rest wird sich zeigen 😉 .

Nach einem kleinen Päuschen geht es mit meinem Krimi weiter. Immerhin weiß ich schon, wer die Leiche abgibt und warum. Hals und Beinbruch.

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Mein historischer Krimi ist heute um satte 1210 Worte gewachsen – als ich erst mal dran war, rutschte es – zum Glück. Immerhin gab es noch nicht mal einen Toten und fünf Worte wollen noch untergebracht werden. Vorzugsweise die Worte, die etwas mit dem Mord zu tun haben. Z.B.: Blutlache 😉 . Ob das Stückchen bis Sonntag fertig wird?

Außerdem arbeite ich gleichzeitig noch an einer sexy Weihnachtsgeschichte für eine Anthologie – küssen Weihnachtsmänner besser, schärfer, wilder, aufregender? Na mal sehen, ob ich die Verlegerin mit meiner Idee aufs „Kreuz legen“ kann *g*. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Ich bin schon froh, dass ich überhaupt im Schreiben bin – vielleicht liegt es an der Musik im Ohr – ich schreibe gerade unter erschwerten Bedingungen, muss mit Kopfhörern schreiben. Erst habe ich mich dagegen gewehrt, aber mit der Akzeptanz und dem richtigen Groove im Ohr läuft es langsam wieder. Es besteht also noch Hoffnung und immerhin sitze ich nicht, wie Stephen King, in einer Abstellkammer. Ich kann den Himmel sehen, wenn er nicht  gerade grau ist 😉 .

Allen Schreibern wünsche ich viele Musenküsse und einen geeigneten Ort zum Schreiben!

Caro

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Mein Herz schlug bis zum Hals und meine Knie zitterten. Der Aufprall war bei geringer Geschwindigkeit erfolgt, hatte aber einen heftigen Ruck erzeugt, sämtliche Habe in meinem winzigen Auto durcheinandergewirbelt und mir einen ordentlichen Schreck durch die Glieder gejagt.

Nun stand ich neben dem Besitzer des angestoßenen SUV, starrte auf die Stoßstange seines Wagens und suchte nach einem Kratzer. Da war nichts, während sich bei Morris die Motorhaube nach oben gewölbt hatte.

„Also, wenn es mein Wagen wäre, würden wir beide jetzt einsteigen und weiterfahren“, sagte mein Unfallgegner, „aber leider ist es ein Firmenwagen, den muss ich ihn die Werkstatt bringen.“

Ich nickte gottergeben und nahm seine Visitenkarte entgegen. Daraus konnte ich seinen Beruf und die Firma ersehen, für die er arbeitete. – Das wird ein teurer Spaß. Nur weil ich mit meinen Gedanken nicht ganz bei der Sache war. Verdammt. – Ich zog meine Visitenkarte aus der Geldbörse und gab sie ihm. Er lächelte und bedankte sich. – Dafür, dass er ein hohes Tier bei einer Bank ist, ist er nett. –

„Wir hören voneinander“, er nickte mir zu und ein spitzbübisches Grinsen huschte über seinen Mund, „nicht, dass sie mich in einem ihrer nächsten Romane ans Messer liefern.“

Erstaunt zog ich die Augenbrauen hoch, dann musste ich grinsen.

„Einen Schriftsteller sollte man sich auf keinen Fall zum Feind machen. Wir konstruieren den perfekten Mord. – Zumindest auf dem Papier.“

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„Das Ziel eines Schriftstellers ist es, die Zivilisation davon abzuhalten, sich selbst zu zerstören.“
Albert Camus

Eine gute Absicht, allerdings ist die Frage: Wie? Die Leute, die auf den Schriftsteller „hören“ sind meistens seiner Meinung und die anderen? Entweder lesen sie den Schriftsteller nicht oder sind nicht in der Lage ihn zu verstehen – mag es intellektuell oder gegen ihren Willen sein.

Eines der großen Probleme unserer Zeit, eigentlich aller Zeiten ist, dass die Masse denen hinterher läuft, die am Lautesten schreien. Die Medien fördern dieses Phänomen nach Leibeskräften. Eine objektive Aufklärung findet selten statt, kann es vielleicht auch nicht – zeige mir den, der wirklich objektiv ist?! Chaos zieht scheinbar mehr, als Verbundenheit.

Es ist einfach sich keine eigenen Gedanken machen zu müssen oder über die Konsequenzen seiner Handlungen nachzudenken. „Dafür kann ich nichts, der … hat gesagt …“ – „Die anderen haben auch mitgemacht.“ – „Wenn ich es nicht getan hätte, dann …“ – „Ich habe nichts davon gewusst …“

Hübsche Ausreden. Dass die nichts nützen und großes Unheil anrichten, hat die Menschheit im Zweiten Weltkrieg erlebt. Nicht das einzige augenfällige Beispiel, auch heute gibt es genug davon. Der Mensch ist schnell dabei, seine Schuld, seine Nachlässigkeit, seine eigene Grausamkeit auf andere abzuschieben. Und doch trifft der Spruch auf viele Gelegenheiten zu: Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. „Keiner, der hingeht“ fängt bei jedem Einzelnen von uns an.

Irgendwann kommt die Stunde, da jeder Rechenschaft ablegen muss. Niemand bleibt davon ausgenommen, auch wenn die meisten nicht an eine übergeordnete Instanz glauben, die über uns richtet. Früher gab es dafür den Pfaffen, der zur letzten Ölung kam. Mit etwas Öl glaubte man, die Seele vor der Hölle zu retten. Ein reichlich lächerliches Unterfangen, Gott übers Ohr hauen zu wollen. Heute glauben viele Menschen nicht mehr an Gott, schieben ihn genauso vor, wie Regierungen oder Schreihälse, die sich profilieren wollen. Wir schaffen es heute uns unsere eigene Hölle zu machen und ich frage mich, gefällt uns das?

Warum lässt Gott das zu? Die Frage müsste lauten, warum tut der Mensch einem anderen Menschen solche schrecklichen Dinge an? Gott ist nicht dafür zuständig unseren Job zu machen. Statt Freundlichkeit, Rücksicht und Toleranz, springen uns jeden Tag Mord und Totschlag an.

Hat das Leben, das Recht auf Freiheit und Gleichheit wirklich einen Wert? Wenn ja, warum all das? Es mag sein, dass sich die Menschen Gott gegenüber nicht mehr verpflichtet fühlen. Aber wir sind unseren Mitmenschen (und unserer Erde) gegenüber verpflichtet! Jedem Menschen! Egal welcher Hautfarbe, Rasse, Religion, ob gesund oder krank, Kind oder Erwachsener.

Ich bin eine unbekannte Autorin und weiß nicht, wie viel meine Worte bewirken. Aber ich wünsche uns allen ein bisschen mehr Liebe, Freundlichkeit, Verständnis und Herz. Jeden Tag in diesem Jahr!

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Seline ließ ihren Stift sinken und dachte an die lauten Straßen Londons. Manchmal vermisste sie das pulsierende Leben, die Pubs und die Clubs, in denen sie bis in die frühen Morgenstunden tanzte.

In Carrigan gab es eine Bar, das Golden Goose, für alles: Tanzvergnügen, Sportwetten, Billard, Steakhouse und Kaffeekränzchen. Seline seufzte. Was sagte Oma Mary immer, wenn dir das Leben Zitronen gibt, mach Limonade draus. Von dieser Warte aus, hätte es Seline schlechter treffen können. Sie hatte ein eigenes Büro, auf dessen Tür ihr Name stand und eine eigene Sekretärin, wenn man Anna-Luise so bezeichnen konnte.

In ihrer Londoner Kanzelei waren die Sekretärinnen top gestylt. Make up, Haare vom Coiffeur, und das schicke Business Kostüm mit Pumps gehörte zur Grundausstattung. Anna-Luise trug Jeans, Turnschuhe, dazu T-Shirts mit den wildesten Logos und Aufdrucken und eine Frisur, die an einen Punk-Irokesen erinnerte. Anna-Luise war im Grunde gegen alles. Rebellion war für sie ein Lebensstil und kein Anliegen. Aber was Recherche und Computerkenntnisse betraf machte ihr keiner etwas vor. Neuliche hatte sie sich in den Rechner des CSIS gehackt. Das war wirklich eine große Nummer.

Seline war immer noch erstaunt, was Anna-Luise in so einem Kaff wie Carrigan verloren hatte. Seline fragte sie einmal danach, aber Anna-Luise blockte dieses Thema rundweg ab. Seitdem hegte Seline den Verdacht, dass ihre Sekretärin entweder auf der Flucht vor dem Gesetze lebte oder in einem Zeugenschutzprogramm steckte.

Selines Handy klingelte und riss sie aus ihren Gedanken. Seit wann gab es im „Golden Goose“ ein Netz? Sie erkannte die Nummer und ahnte Schreckliches. Niemand hatte dort Empfang, aber wenn ihre Mutter anrief, gab es kein Funkloch, in das sich Seline verkriechen konnte. Sie zögerte, aber nach dem das Handy gefühlte 20 Mal geklingelt hatte, gab sie auf. Ihre Mutter würde es wieder versuchen, da konnte sie das Gespräch auch gleich führen.

„Hallo Mama.“

„Ich habe so oft auf deine Mailbox gesprochen, wieso rufst du nicht zurück?“

„Dir auch einen schönen Tag Mutter!“

„Mutter, Mutter, treuloses Kind. Erst machst du dich bei Nacht und Nebel aus dem Staub und dann meldest du dich nicht mehr.“

Seline verdrehte die Augen.

„Und verdreh nicht deine Augen.“

Seline sah sich erschrocken um. Sie erwartete direkt in das Gesicht ihrer Mutter zu sehen, aber sie war allein.

„Ich kenne dich Missy.“

„Mutter ich bin beinahe dreißig Jahre. Ich weiß, was ich tue.“

„Aber scheinbar nicht, was du mir antust!“

Die Stimme von Miss Monroe kippte ins Hysterische.

„Was habe ich dir getan, dass du mich so verlassen hast.“

„Zum hundertsten Mal! Ich habe dich nicht verlassen. Ich wollte nur endlich auf eigenen Beinen stehen.“

„Das hättest du auch hier tun könne. Dein Vater hätte dir eine Kanzelei eingerichtet.“

„Ich wollte unabhängig sein Mutter. Verstehst du?“

„Ich verstehe gar nichts. Willst du uns bestrafen?“

Seline schüttelte den Kopf. Ihre Mutter würde nie verstehen, dass Seline nicht die kleine Tochter des großen Strafverteidigers Sir Albert Monroe sein wollte. Sondern Seline Monroe, Anwältin. Dass sie dafür bis nach Kanada gehen musste, hätte sie nicht gedacht, aber so lag immerhin der Atlantik und ein Teil der kanadischen Wildnis zwischen ihr und ihren Eltern.

Plötzlich erklang ein Piepton vom anderen Ende der Leitung. Das Netz war zusammengebrochen. Seline sandte ein Stoßgebet zum Himmel, der große Handynator hatte ein Einsehen und sie von ihrer Mutter erlöst. Vorerst. Vor Anna-Luise verschonte er sie nicht.

„Da sind sie ja. Ich habe sie überall gesucht!“

Anna-Luise ließ sich auf die gegenüberliegende Polsterbank fallen. Ihr Iro war heute gelb-grün und auf ihrem T-Shirt prangte ein riesiges Hanfblatt mit dem Logo „Gebt das Hanf frei“. Seline überlegte einen Moment, ob sie protestieren sollte. Immerhin war sie Anwältin und dem Gesetz verpflichtet. Andererseits, was machte das schon? Weniger Mandanten würde sie dadurch nicht haben, denn sie war die einzige Anwältin im Umkreis von 150 Meilen.

„Überall gesucht, finde ich etwas übertrieben“, wandte Seline ein.

„Sie müssen nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen“, Anna-Luise sah Seline an, als hätte sie es mit einem zurückgeblieben Kind zutun. „Sie wissen was ich meine. Ich bin auch nur gekommen, weil der Mann am Telefon gesagt hat, es wäre dringend. Sie sollen sofort zum Bearscreek – Hotel kommen.“

„Und wer war der Mann am Telefon?“, Selines Geduld war nach dem Gespräch mit ihrer Mutter erschöpft.

„Ich glaube, Mister North.“

„Sie glauben? Es geht um Fakten und Tatsachen. Das ist in meinem Beruf essenziell.“

„Fakten, Fakten, Fakten“, betete Anna-Luise herunter, „wenn sie mich nachts wecken, würde mir das als erstes einfallen. – Was ist jetzt? Fahren wir nach Bearscreek raus oder nicht?“

„Wir?“

„Ja wir. Ich habe keine Lust den ganzen Tag in dem muffigen Büro zu hocken, das ist mal eine Abwechslung.“

„Meinetwegen. Aber ich fahre! In ihr Auto steige ich nie wieder.“

Seline dachte mit Schrecken an die Todesangst, die sie ausgestanden hatte, als sie vor drei Wochen mit Anna-Luise fahren musste, weil ihr Rover in der Werkstatt war.

„Ok. Aber wenn wir nicht bald fahren, sitzt Mister North im Knast.“

Seline verschluckte sich an ihrem letzten Tropfen Kaffee.

„Knast? Was soll das heißen?“

„Der Bulle meint, Mister North hätte seinen Bruder um die Ecke gebracht.“

„Und das sagen sie mir erst jetzt?!“

„Würde es dann schneller gehen?“

Anna-Luise sah Seline mit einem Unschuldsblick an. Seline ignorierte sie, legte das Geld auf den kleinen Teller und eilte zur Tür.

„Los Anna-Luise! Schlafen sie nicht ein“, rief sie ihrer Sekretärin über die Schulter zu, „sonst fahre ich ohne sie.“

Seline dachte an ihre Mutter. Anna-Luise wäre genau der Typ Mensch, den sie ihrer Mutter gönnte und umgekehrt. Vielleicht sollte sie die beiden zusammen auf eine einsame Insel schicken. Wer von beiden wohl zuerst einen Nervenzusammenbruch erleiden würde? Seline grinste. Der Gedanke verbesserte ihre angeschlagene Laune immerhin soweit, dass sie die Fahrt nach Bearscreek genießen konnte. …

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