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Posts Tagged ‘Musik’

„It`s rain again…“ dröhnt die Musik aus meinem alten Küchenradio. Wenn es doch endlich regnete! Die letzten Tage hat die Sonne gnadenlos auf unsere Stadt herunter gebrannt und wenn man dem Wetterleuten glauben darf, wird diese Hitzewelle nicht so schnell vorüber gehen. Serafina räkelt sich auf den warmen Balkonfliesen und blinzelt nur ab und an zu mir auf. Gnädig serviere ich ihr das Abendessen auf dem Balkon und mit der gewohnten Herablassung bequemt Serafina sich zu ihrem Napf. Nur um mir gleich darauf naserümpfend einen vernichtenden Blick zu zuwerfen und sich wieder auf ihren alten Platz fallen zu lassen. Ich zucke mit den Schultern.

„Dann eben nicht! Du bist eine viel zu teure Katze für meinen Geldbeutel.“

Serafina schaut mich missbilligend an, miaut kläglich und legt sich auf den Rücken. Ich darf sie einmal am Bauch kraulen, aber dann ist Schluss und sie verzieht sich ins Wohnzimmer auf ihren Lieblingssessel.

In der Küche schneide ich mir eine Scheibe Brot ab und belege sie mit Salami. Mit Wasserflasche und Buch bewaffnet setze mich auf den Balkon. In Zeitlupe versinkt die Sonne hinter den Dächern der Stadt. Ich liebe diesen Ausblick, auch wenn ich jedes Mal über die „hunderttausend“ Stufen ins Dachgeschoss schimpfe, wenn ich sie mit schweren Einkaufstaschen beladen hinauf steigen muss.

Der Himmel wird von leichtem Rosa bis zu allen Schattierungen der Rot-Lila-Farbpalette überzogen. Dieses Schauspiel ist alle Treppenstufen wert.
Ich muss noch für die Klausuren lernen. Seufzend schlage ich das Buch auf der Seite auf, an der ich die Lektion abgebrochen hatte. Es klingelt. Um diese Uhrzeit? Ich gehe zur Tür, drücke auf den Summer. Schnelle, leichte Schritte sind zu hören. Mia oder Anna? Aber die sind nie so schnell und lassen sich schon unten darüber aus, wie viele Stufen sie zu mir herauf klettern müssen.

„Toby?“

Erstaunt sehe ich ihn an. Er erwidert meinen Blick lächelnd und mustert mich. Ich laufe rot an. Ich stehe da, nur in einem knappen Höschen, Trägertop und Barfuss.

„Hallo Lea. Ich wollte dir nur das Buch vorbeibringen, dass sie in der Bücherei nicht mehr hatten.“

Toby streckt mir das Buch hin.

„Danke, willst du rein kommen?“

Ich sehe ihn dabei nicht an und gebe den Weg in die Wohnung frei. Das ist ja das Mindeste, wenn er den Weg auf sich genommen hat.

„Gerne.“

Schon steht er in meinem kleinen Flur und streift die Turnschuh ab. Seine Füße passen gut zu seinem Körper. Nicht zu klein und nicht zu groß. Er scheint gleichmäßige Zehen zu haben, soweit ich das durch die Socken sehen kann.

„Ich war gerade in der Gegend, da dachte ich, ich bring es dir gleich vorbei.“

Ich gehe voraus durch die Küche auf den Balkon.

„Das ist echt nett. – Möchtest du eine Cola?“, frage ich unruhig.

„Das wäre super!“

Ich hole eine Flasche aus dem Kühlschrank. Es zischt, als ich den Deckel öffne. Ich gieße zwei Gläser ein.

„Hast du deine Bücher immer dabei, wenn du durch die Gegend fährst?“

Ich führe Toby auf den Balkon, stelle die Gläser auf dem Bistrotisch ab. Toby lacht. Es ist wie verhext. Ich kann meine Augen nicht von ihm wenden. Endlich ist er da, so wie ich es mir immer vorgestellt hatte.

„Nein, aber meine Freundin wohnt einen Block weiter und da dachte ich, nehme ich das Buch gleich mit, wenn ich schon in der Nähe bin.“

Also doch, Freundin. Mist! Ein unerwarteter Stich in meinem Herzen lässt mich fast an der Cola ersticken. Toby klopft mir auf den Rücken. Ich spüre seine warmen Finger auf meiner Haut. Was habe ich nur verbrochen? Warum er? Stolpern nicht genug Jungs durchs Leben, die Single sind.
Nachdem ich wieder Luft bekomme, versuche ich das Gespräch in ungefährlicheres Fahrwasser zu steuern, aber Toby scheint nicht sonderlich an ungefährlichen Themen interessiert zu sein. Das Komische ist, dass es mit ihm ganz einfach ist. Die Zunge löst sich von allein. Wir reden über Gott und die Welt und innerhalb kürzester Zeit weiß er mehr von mir und ich von ihm, als von allen meinen Freundinnen zusammen. Ich mache Cappuccino, hole den Rest von Mamas Eierlikörkuchen und wir beide sehen zu wie der Himmel anfängt sich in schwarzen Samt und Diamanten zu kleiden.
Serafina stattet uns einen Besuch ab, lässt sich von Toby den Rücken kraulen (was ist denn mit der los? Die lässt doch sonst keinen an sich heran.).

„Es ist schön hier oben.“

Tobys Stimme ist sanft und anschmiegsam.

„Ja. Ich bin froh, dass ich hier für mich allein sein kann. Bis auf die vielen Stufen.“

Es soll leicht und lässig klingen, aber das Pochen meines Herzens lässt mich kurzatmig und nervös erscheinen.

„Ich denke, ich sollte jetzt gehen.“

Toby erhebt sich. Ich muss was sagen. Was? Bleib. Er hat eine Freundin. Was dann? Alles klingt hohl. Nur Phrasen. Nichts Brauchbares. Meine Schlagfertigkeit lässt mich im Stich. Ausgerechnet jetzt. Beim Ihm. Ich folge Toby in meinen schwach beleuchteten Flur. Er schlüpft in seine Schuhe. Die Hand an der Klinke. Ich sehe zu ihm auf. Halte den Atem an. Der Geruch seines Deos, After Shaves oder was auch immer, verbunden mit der Wärme seiner Haut raubt mir die Sinne. Seine Augen fixieren meinen Blick. Meine Sehnsucht wirft alle Skrupel und Bedenken über Bord.

„Geh nicht.“

Ein Flüstern nur. Toby macht einen Schritt auf mich zu. Ich fühle den Herzschlag in meiner Kehle, meinem Kopf, meinen Adern, meinem Fleisch, meiner Haut, in jeder Zelle.

„Willst du mich?“

Hat Toby mich gerade gefragt? Ich kann nicht antworten. Er kommt noch einen Schritt näher. Habe ich ja gesagt? Toby greift nach meiner Hand. Zieht sie an seine Lippen, drückt eine sanften Kuss auf meinen Puls. Ich stöhne leise. Er zieht mich in seine Arme. So fest gegen seinen Körper gepresst, dass ich seinen Herzschlag unter seinen Rippen spüre, bilde ich mir ein. Sein Mund gleitet über meine Wangen, meine Augen, meine Nase, mein Kinn, bleibt an meinen Lippen hängen.

„Wenn du wüsstest, wie sehr ich dich will!“

Seine Worte jagen Schauer durch meinen Körper. Seine Lippen erobern meine. Bedingungslose Kapitulation. Die Kleidungsstücke fallen, wie Blätter im Sturm. Wir gelangen irgendwie ins Schlafzimmer. Sein Körper setzt meinen in Brand. Er verwandelt mich in Asche. Die kühlen Laken bilden einen Kontrast zu unserer heißen Haut. Seine Hände, seine Lippen, seine Zunge erkunden jeden Winkel meines Körpers. Ich winde mich unter seinen Liebkosungen. Dränge seiner Erregung entgegen. Meine Quelle fließt wie entfesselt.

„Willst du mich? Sag es mir“, fragt er.

„Ich will dich!“

Ich schiebe mein Becken vor und sein harter Schwanz gleitet in mich. Ein Stöhnen aus zwei Mündern. Verschleierte Blicke aus begehrenden Augen. Gierige Küsse, saugen, schmatzen, lecken, atmen, stöhnen, seufzen, stoßen. Immer weiter stoßen. Nichts ist mehr wie vorher. Säfte fließen. Mein Körper wird mich verraten. Zucken, umschlingen, stoßen, aufpeitschen, pulsen, stoßen, wogen, fluten, stoßen, fließen, ergießen, stoßen. Stöhnen. Schreien. Mund auf Mund. Geteilter Atem. Seelen verschmolzen.

Mein Kopf liegt auf seiner Brust. Ich höre seinen Herzschlag.

„Was ist mit deiner Freundin?“, frage ich vorsichtig.

„Ich habe keine Freundin, aber ich wünsche mir, dass du es bist“, sagt er hoffnungsvoll.

„Aber du hattest eine Freundin?“

„Ja.“

Pause.

„Ich habe Schluss gemacht.“

Schweigen. Soll ich fragen, warum? Ich muss es nicht wissen.

„Heute Abend, bevor ich zu dir gekommen bin“, fügt Toby leise hinzu.

Langsam gleiten meine Finger durch seine gekräuselten Härchen, tiefer zu seinen Lenden…

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„Ich habe genug von deiner Maskerade! Ich mache nicht mehr mit.“

Er schnappte sich seinen Rucksack und stapfte zur Tür.

„Wohin gehst du?“, schluchzte sie.

Für einen Augenblick hielt er inne.

„Weg! Hauptsache weg von dir.“

„Du hast gesagt, du liebst mich.“

„Ja, irgendwann.“

„Wohin ist die Liebe gegangen?“

„Untergegangen in deinen ständigen Launen, Nörgeleien und Wünschen, die ich dir nicht erfüllen kann. – Niemand kann das.“

Resigniert senkte er den Kopf. Sie wollte sich nicht damit abfinden. Er durfte nicht gehen, sie nicht alleine lassen. Sie brauchte ihn, um sich gut zu fühlen. Vorsichtig legte sie ihm ihre schmale Hand auf die Schulter. Er zuckte zusammen und streifte sie ab.

„Du brauchst einen Helden und ich bin keiner. Ich bin ein einfacher Mann.“

„Aber ich brauche dich“, hauchte sie.

„Und ich brauche Luft zum Atmen“, erwiderte er.

Ohne sich noch einmal umzudrehen, drückte er die Klinke herunter und trat auf die Veranda. Als er die Landstraße entlang wanderte, fühlte er, wie er den Ballast der vergeudeten Jahre abwarf. Es würde etwas Neues kommen, Besseres, daran hatte er keinen Zweifel.

Der musikalisch inspirierte Text heute, stammt von Family Of The Year, Hero. Ein wunderbares Lied, mit einem guten Text …

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You save me

Sie stand im Regen. Die Tropfen, die ihr über das Gesicht liefen, vermischten sich mit ihren Tränen. War das Leben nur ein einziger Scherz? Ausgetragen zwischen Göttern und Dämonen. Der warme Lichtstrahl, der aus dem Haus zu ihr hinaus drang, erhellte ihr Gesicht, ohne ihr Herz zu berühren. Sie würde gehen, weit fort. Er hatte sie gerettet, ihr kümmerliches Leben aus den Fluten zurück gebracht, in die sie sich lebensmüde gestürzt hatte. Mehr konnte er nicht tun.

Sie sah ihn mit der hübschen blonden Frau und dem kleinen Mädchen, das sich in seine Arme schmiegte. Sie hätte an ihrer Stelle sein sollen. Sie liebte ihn so sehr, dass alles wehtat, sich ihr Inneres unter Qualen zusammenzog. Aber dieses Leben war nicht für sie bestimmt. Sie fragte sich, wer sie gerettet hatte? Ein Gott, der ihr Leben für wertvoll hielt, oder ein Dämon, der ihr das Messer unglücklicher Liebe ins Herz rammte, um zu sehen, wie viel ein Mensch erdulden konnte?

Sie wandte sich ab, ging den schmalen Gartenweg entlang und trat auf die Straße. Die Trauer schnürte ihr die Kehle zu. Aber es gab keinen anderen Weg, um das bisschen Leben zu leben, das noch in ihr atmete. Einfach nur fort von hier. Weit, weit fort. Die Tränen würden versiegen. Irgendwann. Aber der Stachel steckte fest. Als Mahnmal zementiert im Stein ihres Herzens.

Schmerzen waren ihr vertraut, seit sie denken konnte. Sie hatte das Gefühl, der Schmerz selbst zu sein. Vielleicht war es ihr Schicksal. Ihre Gedanken drehten sich im Kreis, während sie mühsam einen Fuß vor den anderen setzte und langsam zu einem Schemen in der Dunkelheit verschwamm, bis nichts mehr von ihr übrig war.

Dieser Text ist nach einem Musikstück entstanden, dass ich sehr mag. Jonathan Jeremiah, You save me. Trotzdem der Titel eher positiv ist, hat das Gefühl der Melodie und seiner Stimme etwas sehr Trauriges für mich. Ein kleines Beispiel für die Schreibaufgabe für den Oktober, in dem wir jeden Tag mit/über ein Lied schreiben, das wir mögen oder auch nicht mögen 😉 .

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… besonders wenn drei fleißige Schreiberinnen eine Anthologie mit diesen Appetithäppchen herausbringen wollen und sich eine Deadline gesetzt haben. Die Ordner sind voller Dokumente. Fertige, angefangene, Notizen, Ideenzettel. Es mangelt keineswegs an aufregendem Stoff und auch für die leibliche Stärkung ist gesorgt. – NEIN! Nicht was ihr jetzt denkt – wir sitzen brav am Schreibtisch vor unseren Laptops und liegen nicht mit Hugh Jackman, Chris Hemsworth, Alexander Skarsgard oder diversen anderen Sahneschnitten auf der Couch. – Ich meine Kaffee, Schokolade in jeglicher Form, gekühlter Rose oder gerne auch ein Sekt, Salzstangen und Weingummi…

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und JA, diesmal meine ich die rote Couch, den Autorücksitz, die Folterkammer (was E.L.James kann, dass können wir schon lange, und glaubt mir Mädels (und Jungs) wir machen keine halben Sachen und langen ordentlich hin.),die Umkleidekabine und den Billardtisch. Ich habe mir sagen lassen, das taugt nur als Fantasie, da man sich auf dem Filzbelag die Knie wund scheuert. (Schreiben bildet also auch das Allgemeinwissen.)

Da sitzt du also, draußen ist alles Grau, das schmutzige Geschirr verunstaltet deine Küche, die Wäsche möchte bitte endlich die Waschmaschine verlassen und aufgehängt werden. Die Katze jammert dich seit einer halben Stunde an, weil du verdammt noch mal jetzt aufstehen und sie füttern sollst. Ach und waren da nicht noch Kinder, die gerade irgendwas von Feuer legen und überschwemmen gesagt haben??? Egal. Die Zeit läuft. Die Storys sollen fertig werden, wenn`s geht, pronto! Schließlich haben wir nicht ewig Zeit und das Schreiben ist erst der Anfang. Korrigieren, überarbeiten, Titel, Cover, Pseudonym (?) Umfang des Buches usw. muss besprochen werden.

Alles Dinge, die die erotische Stimmung nicht unbedingt heben. Besonders wenn man seine Geschichte das 10te Mal gelesen und bearbeitet hat, und der geile Sex inzwischen zu einer lahmen Ente geworden zu sein scheint, weil du jedes Wort, jede Stimmung, jeden Handgriff zum x-ten Mal gelesen und es dir vorgestellt hast. Da wird auch der schärfste Kerl aus deiner Fantasie zu einem Schoßhündchen (da dürft ihr reinlesen, was ihr wollt 😉 ).

Da hilft nur eins: schmeiß dich in erotische Unterwäsche. Auch wenn du eine Schlabberhose drüber ziehst, wichtig ist: du weißt, wie sexy du drunter bist. Wer weiß, wozu es später gut ist, wenn der Herr des Hauses auf der Bildfläche erscheint? Dufte nach deinem Lieblingsparfüm, höre Musik, die zum Thema passt, tanz dazu, wenn du gerade nicht weißt, wie es weiter geht. Tanzen versetzt nicht nur den Körper in Schwingungen. Trink Cappuccino (oder was du magst) und lass dir genüsslich etwas Schokolade auf der Zunge zergehen. Ein Glas Sekt zur Anregung kann dich lockermachen, aber Vorsicht(!) zu viel Alkohol blockiert, weil man dann nicht mehr besonders gut denken kann. Und Recherche. Es gibt sehr ansprechende Seiten im Netz, Dokus und Bücher (z. B.: Sexratgeber – Kamasutra *g*), die die Fantasie ankurbeln.

So vorbereitet sollte Frau es schaffen, sich dem Text und der Inspiration hinzugeben. Ich könnte hier noch ein paar eindeutige Zweideutigkeiten einfließen lassen und ich gebe zu, es kitzelt in meinen Fingerspitzen. Aber ich begnüge mich einfach damit: Let it flow and have fun. Harte Arbeit und Spaß müssen sich nicht ausschließen. Da bekommt das Sprichwort „Arbeit macht das Leben süß“ (von G.W.Burmann, 1777) doch direkt eine ganz neue Bedeutung.

Also meine Damen, erhebt die Gläser! Sagen wir es mit Hoffmann von Fallersleben:

 

Es leben die Poeten!
Die erhabenen begrabenen
Und die sterbenden lebenden,

sinnig waltenden,
innig entfaltenden,
minnig gestaltenden,

klangentzückten entzückenden,
sangbeglückten beglückenden,

bei Erlebnissen,
bei Begebnissen,
bei Begräbnissen,
bei Hoch-
und bei noch
andern Zeiten
und Gelegenheiten —

Es leben alle Poeten auf Erden,
Die’s heute schon sind oder morgen noch werden!

Have a good time to write. Cheers!!!

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Komm

Ich stehe an der Bar. Der erste eiskalte Schluck  Cola schreckt meinen erhitzten Körper auf. Ich spüre jeden Tropfen die Kehle hinunter kullern. Die Bässe wummern und die Vibration der Musik fährt durch jede Zelle meines Körpers. Mein Herz zittert im Rhythmus der Musik. Um mich herum tanzt eine hypnotisierte Masse. Ich betrachte sie, als wären sie hinter Glas und stehe doch mittendrin. Die Tänzer sind in sich versunken, Blick nach innen gerichtet.

Meine Haut kribbelt. Jemand hat mich berührt. Ich dreh mich um und zwei dunkle Augen fangen meinen Blick.

„Cheers.“

Er hebt sein Glas, tickt es gegen meins und nimmt einen Schluck. Er gefällt mir. Dunkler Typ, modischer Bart. Ein wissender Blick. Ich lächele ihn an. Sein Gesicht zeigt keine Regung. Dann eben nicht. Ich drehe mich weg.

„Ich will dich ficken“, höre ich seine Stimme, dicht an meinem Ohr.

Ohne auf meine Antwort zu warten, nimmt er meine Hand und zieht mich hinter sich er.

„Was bildest du dir ein!“, protestiere ich, „ich gehe doch nicht mit jedem Kerl ins Bett, der mal eben Lust aufs vögeln hat.“

„Stimmt“, sagt er schlicht, „aber mit mir wirst du es tun. Ich weiß, dass du Lust aufs Ficken hast.“

„Frechheit!“, stoße ich hervor und will ihm meine Hand entziehen. Er lässt nicht locker. Hält kurz inne. Zieht mich zu sich heran, beugt sich vor und sagt:

„Du bist heiß und feucht.“

Ich schnappe nach Luft. Woher kann er wissen, was ich jetzt erst fühle. Eine Mischung aus Angst und Faszination strömt durch meinen Körper. Seine Hände sind schlank und gepflegt. Durch das eng anliegende Shirt kann ich seinen muskulösen Oberkörper erkennen. So leicht bin ich nicht zu haben.

„Ich muss meiner Freundin bescheid sagen“, mache ich einen Versuch mich aus der Situation zu winden.

„Die ist beschäftigt.“ Er zeigt auf Linda, die in einer Ecke mit einem knackigen Typen knutscht.

„Komm.“

Mein Widerstand bricht in sich zusammen. Ich folge ihm, wie dem Rattenfänger von Hameln.  –  Nur ein Wort. – komm  – Bin ich doch so leicht zu haben?

 

 

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