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Posts Tagged ‘Oma’

Eier, die keine Henne legte, liegen plötzlich auf meinem Frühstückstisch
Sie müssen gewachsen sein, als ich weg war, also komm belüg‘ mich nicht!
Ich überführe dich und dann erübrigt sich,
Wie die Eier da nur hinkamen, noch heiß und doch so trügerisch.

Wir haben kein Huhn und keinen Hahn hier, also wer hat’s da hingelegt?
Es ist niemand hier, der mehr als nötig einen Finger regt.
Sind wir jetzt geweiht von den weißen Federgeistern
und können wir statt Kleber auch mit Eiweiß kleistern?

Keiner hat’s gesehen, es war plötzlich vorhanden,
Ich blieb ruckartig steh’n, denn ich hab’s nicht verstanden.
Selbst Onkel und Tanten sowie Oma und Opa,
sagen dass selbst früher hier schon niemals ein Huhn war.

Was soll das heißen, das Ei war zuerst da?
Ein Huhn musste es doch legen nach dem Motto „Erster!“
Es ploppt nicht einfach auf, es kam aus einem kleinen Loch,
Wenn du sagst „Muss es nicht“, sag ich „Ätsch, muss es doch!“

Ich habe recherchiert und ein Ergebnis erzielt,
Es war ein Zyklop mit zwei Augen und der schielt,
Gerade sehr verdächtig zu Boden, verzweifelt,
Hatte sehr gehofft, dass ich’s nicht begreife.

Doch jetzt ist mir egal, wer es mir in den Becher mogelte,
Völlig irrelevant, auch wenn ich tausendmal googelte.
Schnell den Salzstreuer her, bevor es sich verflüchtigt,
Ich sage Euch, diese Eier sind berüchtigt.

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Die Hälfte des Weges ist vorüber

Was kommt kann niemand wissen

Ich werde es überleben

Bis meine Reise zu Ende ist

 

Mein Odem ausgehaucht

Füllt dann das Meer der vergangenen Zeit

Die verflossenen Jahre eilten dahin

Verwoben das Einerlei mit Glück

 

Die Treffen mit meinen Brüdern

Unser Blut dicker als Wasser

Die Gespräche mit meiner Oma

Ihre zeitlose Weisheit und Liebe

Die schöne Zeit mit den Kindern

Sie alle ein Geschenk des Lebens

 

Die Anwesenheit guter Freunde

Männer die ich geliebt habe

Männer die mich geliebt haben

Wahnsinns Sex

 

Inspirationen guter Bücher

Jedes Wort ein Glücksgefühl

Die Euphorie zu schreiben

Musen die mich geküsst haben

Liebe die niemals endet

Mein Geist in Ekstase

 

Das Geräusch der Brandung

Das Leuchten der Sterne

Der Geschmack von Vanilleeis

Der Duft von Lavendel und Schnee

Musik für jede Lebenslage

 

Pläne die wir schmiedeten

Pläne die wir ausführten

Träume die uns trugen

Träume die uns antrieben

Tränen lachen

Und unter Tränen lachen

 

Der höchste Punkt ist überschritten

Der Ausblick war fantastisch

Die Wanderung führt jetzt ins Tal

Zeit für die letzten Dinge

 

Mein Leben in meiner Hand

Nicht getrieben werden

Selbst bestimmen

Meine Muse über alles lieben

Hingabe mit meinem ganzen Sein

 

Meine Arbeit wollen

Überholtes aussortieren

Neues aufnehmen

Folgerichtig Handeln

Zeit nicht nutzlos vergeuden

 

Schwarze Löcher meiden

Auf der Milchstraße tanzen

Über mir die goldenen Erinnerungen

Als Sterne an meinem Himmel

Dem Fluss zu folgen bis zum Meer

Loslassen ohne Reue

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Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, als wir zusammen im Café saßen. Meine Brüder und ich. Die kleine Kellnerin konnte unsere Rechnung nicht teilen. Sie gab sich redlich Mühe, aber auch nach dem dritten Mal, stimmten die Beträge nicht. Meine Brüder versuchten ihr auf die Sprünge zu helfen, aber sie verrechnete sich wieder. Dann sagte sie, es täte ihr leid, aber sie hätte nur Abitur. Wir drei haben so gelacht.

Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, in Omas Küche. Bei Linsensuppe oder Apfelpfannkuchen. Wenn Kaffeeduft durch alle Räume strömte, Kinderlachen zu hören war, Mutti den Kaffee an die Wand spukte, weil wir sie zum Lachen brachten.

Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, in Omas gute Stube. Zum Zeitunglesen und klönen. Über die gute alte Zeit, wenn Oma aus ihrer Jugend erzählte, oder wir unsere Erinnerungen aus unserer Kindheit hervor kramten, als wir noch alle zusammen waren. Noch nicht getrennt voneinander lebten, überlebten.

Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, als wir noch Kinder waren. Noch nicht getrennt durch das, was man Umstände des Lebens nennt. Wie schön, wenn wir uns damals so gut gekannt hätten, wie heute.

Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, als alle Kinder noch zu Hause waren, ich ihnen Märchen vorlas, wir zusammen Lieder sangen. Die Tage am Meer verbrachten, Drachen steigen ließen, bummeln gingen.

Ich wünsche mir

… die Zeit zurück, als ich euch weniger vermissen musste. Ihr, die ihr nicht bei mir sein könnt. So weit weg und doch so nah, in meinem Herzen.

Ich wünschte mir

… diesen Tag herbei. So blau, so voller Sonnenschein, wie heute. Die Luft so leicht und sanft. Und so herrlich er war, so angefüllt war er mit Melancholie. Ich wusste euch an meiner Seite. Euch geht es gut und doch vermisse ich euch so, dass es mich schmerzt.

Ich wünschte mir

… ich könnte die Zeit zurückdrehen. Aber so sehr ich es auch wünsche, es wird mir nicht gelingen. Die Zeit ist gnadenlos. Hast du den Stein einmal angestoßen, kommt er nicht mehr zum Stillstand. Auch wenn ich seiner Spur folgen muss, ihr werde immer ein Teil meines Herzens und meines Lebens sein. Liebe ist stärker als die Zeit.

 

 

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Die fünf wilden Worte: Kürbisblüte, Sauerstoffflasche, Kartoffelpulver, Flugzeugabsturz, Gardinenstange. Wer hat sich die bloss ausgedacht?

http://www.schooloftext.de/

„Der beinahe Flugzeugabsturz einer 747 über New York konnte durch einen mutigen Piloten und einen aufmerksamen Fluglotsen gerade noch verhindert werden…“ hörte ich die Radioansagerin, „und nun hören sie Robbie Williams mit „Candy“.

Das ist ja gerade nochmal gut gegangen. Aber ob das wirklich jemand interessiert? Die meisten hören doch nur richtig hin, wenn es ein Tote gab. Für einen einzigen Menschen hört niemand wirklich hin. Es sei denn, es ist eine spektakuläre Sache oder man ist betroffen.

Ich betrachtete die orangegelben Kürbisblüten. Sie waren noch zusammengerollt, wie Schmetterlinge, die sich aus ihren Kokons schälen, bevor sie die Flügel aufrollen und ausstrecken, um fort zu fliegen.

Es war das erste Mal, dass ich versuchte etwas in meinem Blumenkasten zu züchten. Meine Oma riet mir zu Kürbissen. „Die sind pflegeleicht, du musst sie nur etwas düngen, gießen und aufpassen, dass sie nicht in der Nässe stehen. Das wird schon.“ Und tatsächlich waren aus der handvoll Samen, die sie mir gab, eindrucksvolle Blätter gesprosst. Seit einigen Tagen trugen die Pflanzen Blüten.

Ich versuchte die Triebe mit Gardinenstangen im Zaum zu halten, aber die Triebe hatten sich schon selbstständig gemacht. Sie wuchsen über den Balkon, an einer Säule hinab zu dem Balkon meines Untermieters. Er war selten zu Hause und ich hoffte, dass es ihm nichts ausmachte, dass sich die ungewollte Hausbegrünung schon bis zu ihm hinunter getastet hatte. Mir fiel die fleischfressende Pflanze aus dem Musical „Der kleine Horrorladen“ ein. Was würden wohl meine Kürbisse fressen wollen, wenn ihnen der Dünger und das Wasser nicht mehr reichten? Konnte aus einer so zarten Blüte ein wildes Monster werden? Das Telefon riss mich aus meinen verdrehten Gedanken.

„Hallo Schätzchen“, säuselte meine Mutter, das sichere Anzeichen, dass sie etwas wollte.

„Hi Mom, was kann ich für dich tun?“

„Wie kommst du nur darauf, dass ich etwas von dir will? Ich werde mich ja noch nach deinem Befinden erkundigen dürfen“, sagte sie leicht pikiert und für einen Moment überlegte ich, ob ich ein schlechtes Gewissen haben sollte, weil ich so vorschnell dachte. Ihr folgender Satz enthob mich dieser Selbstkasteiung.

„Könntest du bitte die Sauerstoffflasche für Großvater aus dem Sanitätshaus abholen.“

„Wieso kann Ben das denn nicht erledigen? Kriegst du ihn nicht vom Sofa? Oder kriegt er sich nicht vom Sofa?“, fragte ich sarkastisch.

„Dein Bruder ist völlig fertig, dass solltest du doch auch verstehen können. Immerhin warst du auch schon mal arbeitslos.“

„Aber nicht drei Monate hintereinander! Und ich konnte während der Zeit noch sehr gut autofahren. Du erinnerst dich sicher daran?!“

Ich verdrehte die Augen und zog eine fiese Grimasse, die meine Mutter zum Glück nicht sehen konnte…dachte ich.

„Du solltest deine Augen nicht verdrehen, dass ist nicht sehr schwesterlich. Also, was ist?“

„Ja Mom, aber nur ausnahmsweise, weil ich noch was besorgen muss. Das nächste Mal ist Ben wieder dran.“

„Natürlich Schatz. Ach und wenn du schon mal in den Supermarkt fährst, bringst du bitte eine Tüte Kartoffelpulver für Ben mit? Danke! Bis später.“

Sie legte auf und ich wusste, dass Ben sich beim nächsten Mal genauso drücken würde. Unser Bennylein, unser Nesthäkchen, der Stammhalter. Am liebsten hätte ich ihn erwürgt. Wie konnte ein einzelner Mensch so faul sein? Klar, wenn Mama ihn dabei auch noch unterstützte! Die kleine Kröte ging immer hübsch den Weg des geringsten Widerstandes und wenn meine Schwester und ich es auch nur wagten, an seinem Image zu kratzen, kratzte Mom an uns. Eines Tages würde er sein Fett weg kriegen. 100 Prozent!

Also zog ich mich an und schnappte mir die Einkaufstasche. Ich musste noch Katzenfutter, Getränke und ein paar Lebensmittel kaufen. Kartoffelpulver für Ben. Ha! Vielleicht sollte ich ihm ein bisschen Abführmittel untermixen. Das würde seinen lahmen Hintern auf jeden Fall in Bewegung bringen. Wenn ich mir vorstellte, wie er es plötzlich kommen fühlte und es nicht mehr rechtzeitig schaffte. – Wie war das? Fett weg? Ich musste grinsen. Der Gedanke gefiel mir ausnehmend gut. Neben dem Sanitätshaus gab es eine Apotheke und die Mädels dort waren sehr freundlich und hilfsbereit. Die konnten mir sich ein gutes Präparat empfehlen…

 

 

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…an Omas Küche in der Einumerstrasse. Rechts hinter der Tür ein kleines Bord mit der handbetriebenen Kaffeemühle und der Dose mit Kaffeebohnen oder dem guten von Tschibo. Dann der Kühlschrank auf dem das Salzfässchen und die Kaffeekanne standen, Gasherd, Spüle. Unter dem großen Fenster ein Einbauschrank, in dem Oma ihre Töpfe und Pfannen aufbewahrte. An der anderen Wand zwei Stühle und ein kleiner Tisch, dazu der blau gestrichene Küchenschrank und vor der Spüle der braune Hocker.

Auf der Spüle stand die große Schüssel mit Pfannkuchenteig, in einer anderen die Apfelscheiben, auf dem Herd die gelbe Pfanne mit der blauen Emailschicht. Nebenbei brühte Oma noch den Kaffee auf, weil der viel besser schmeckte, als aus der Kaffeemaschine. Das Aroma des frisch gebrühten Kaffees strömte durch die ganze Wohnung und vermischte sich mit dem Duft der Pfannkuchen, die in der Pfanne gebacken wurden.

Wenn es Apfelpfannkuchen oder Linsensuppe gab, war bei Oma die Küche voll. Mutti, Frank, Erik, die Kinder, Oma und ich, manchmal noch Ela, früher meine Freundinnen oder Franks Freunde. Oma ließ sich nie aus der Ruhe bringen und backte ihre Pfannkuchen oder brühte die nächste Kanne Kaffee auf.

Manchmal sagte Oma:„Was wollt ihr eigentlich alle in der Küche? Geht doch in die Stube, da ist genug Platz.“

„Aber in der Küche ist es am schönsten“, sagte ich dann.

Die Zeit bei Oma in der Küche war am schönsten. Es wurden Probleme gewälzt, gestritten und gelacht, Sachen besprochen, die zu tun waren, Gespräche mit den Nachbarn aus dem Fenster geführt und es wurde gegessen und Kaffee getrunken. Kartoffeln, Eier und Butterbrot gab es immer und wenn es alle war, ging Oma zu Bäcker Meier und holte ein Blankes (Brot) und Brötchen.

Am Wochenende ging sie kurz vor Ladenschluss zum Bäcker. Es gab die „Reste“ zum halben Preis. Oma bestellte dann immer für „sechs Erwachsene und fünf Kinder“, die Zahlen variierten je nach Lust und Laune. Am liebsten mochte ich die großen Campingbrötchen mit den Hagelzuckerstückchen darauf und Zitronenrolle. Frank mochte Rumkugeln. Die waren bei Bäcker Meier fast so groß wie Berliner.

Ich erinnere mich an einen Tag, als ich Oma besuchte. Ich saß in der Küche und Oma brühte Kaffee. Der Duft verbreitete sich und ich freute mich schon auf meine Tasse Kaffee, als es klingelte. Es war Mutti. Der Kaffee war gerade fertig, als es wieder klingelte. Frank. Das ganze wiederholte sich und Erik kam vorbei. Ich sagte:

„Was macht ihr eigentlich alle hier? Ich wollte nur eine Tasse Kaffee trinken und mich mal kurz mit Oma unterhalten und jetzt seid ihr auch alle da. Ihr riecht wohl den Kaffeeduft.“

Oma hielt Kartoffeln für anständiges Essen. Ihre größte Sorge war, sie könnte nicht genug im Haus haben. So kellerte sie im Herbst mindestens einen Zentner ein, der aber immer schneller alle wurde, als sie geplant hatte, weil die Familie regelmäßig zur Mittagszeit vorbei kam.

Nudeln und Reis waren nicht so ihr Ding. Ich erinnere mich, als sie mir erzählte, wie sie zu uns nach Itzum kam und das erste Mal Nudeln kochte. Papa hatte wohl gesagt, dass er gerne mal Spaghetti essen wollte. Oma setzte die Nudeln kalt auf, wie Kartoffeln, und sie backten zu einem „Nudelklotz“ zusammen. Papa klärte sie darüber auf, dass das Wasser zuerst kochen müsste, bevor man die Nudeln hinein tut.

Als wir Oma nach Itzum holten war das ganze Auto voll gestopft bis unters Dach. Sie hatte einen Vogelkäfig dabei, weil sie zu der Zeit noch einen Kanarienvogel hatte. Oma mochte Kanarienvögel, leider weiß ich nicht warum.

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