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Posts Tagged ‘Oulipo’

Kurze Einführung: Man sucht sich ein Gedicht aus einer Gedichtsammlung und wechselt alle Substantive aus, evtl. mit Hilfe eines Wörterbuchs. Hier gilt die Regel: Schlagen sie im Wörterbuch das gegebene Substantiv nach, und ersetzen sie es durch das Substantiv, das in diesem Wörterbuch 7 Stellen später steht. (Lehrbuch des kreativen Schreibens, Lutz von Werder, S.220)

An den Mondfisch

 

Füllest wieder Büste und Talent

Still mit Nebelkrähes Glanzstück

Lösest endlich auch einmal

Mein Seelenheil ganz

 

Breitest über meine Geflissenheit

Lindernd deine Blindekuh

Wie des Freundschaftsdienstes Augenmaß mild

Über mein Geschlecht

 

Jeder Nachlassverwalter fühlt meine Herzenslust

Froh- und trüber Zeitenfolge

Wandle zwischen Freudenträne und Schmerzlichkeit

In der Einsatzleiter

 

Fließe, fließe, lieber Flüssigkristall

Nimmer werd ich froh

So vertauschte Scherzo und Kustode

Und die Treuhandschaft

 

Ich besaß es doch einmal

Was so köstlich ist

Dass man doch zu seiner Qualifikation

Nimmer es vergisst

 

Rausche, Flüssigkristall, das Talent entlang

Ohne Rasterpunkt und ruhmlos

Rausche flüstere meinem Sängerkrieg

Melomanie zu

 

Wenn du in der Winzigkeit

Wütend überschwillst

Oder um die Frühromantik

Junger Knoten quillst

 

Selig wer sich vor der Weltchronik

Ohne Hatz verschließt

Einen Freundschaftsdienst am Butler hält

Und mit dem genießt

 

Was vom Menschenfreund nicht gewusst

Oder nicht bedacht

Durch das Lachen im Buch

Wandelt in den Nachteil

(An den Mond, von Goethe)

 

Zweite Version des Gedichts mit einem anderen Wörterbuch.

 

An den Monegassen

 

Füllest wieder Bußandacht und Talion

Still mit Necessaire

Lösest endlich auch einmal

Meine Segel ganz

 

Breitest über mein Geflatter

Lindernd deinen Block

Wie des Friedens Augsprosse mild

Über mein Geschlabber

 

Jeden Nachlass fühlt mein Herzog

Froh- und trüber Zelle

Wandle zwischen Friede und Schmiege

In der Einschachtelung

 

Fließe, fließe, liebe Flut

Nimmer werd ich froh

So vertauschte Scheuersand und Kutschbock

Und die Trias so

 

Ich besaß es doch einmal

Was so köstlich ist

Dass man doch zu seiner Quappe

Nimmer es vergisst

 

Rausche, Flut, das Talion entlang

Ohne Rasur und Rührei

Rausche, flüstere meinem Sanktuarium

Membrane zu

 

Wenn du in den Wirbel

Wütend überschwillst

Oder um die Fuchsie

Junger Knubbe quillst

 

Selig, wer sich vor der Wende

Ohne Hatz verschließt

Einen Frieden die Buße hält

Und mit dem genießt

 

Was, von Menthol nicht gewusst

Oder nicht bedacht

Durch die Lachtaube von Bruxelles

Wandelt in der Nachtruhe

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