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Posts Tagged ‘Regal’

Irgendetwas hatte angefangen, aber es hatte noch keinen Namen. Eine fieberhafte Nervosität befiel Bryand. Er schloss sich in der Bibliothek ein und machte sich auf die Suche nach dem Buch der Seher. Bryand wusste, dass er es zuletzt im Jahre 1223 gesehen, ihm damals aber noch zu wenig Bedeutung beigemessen hatte. Zu der Zeit nahmen ihn die Kreuzzüge in Anspruch und Bryand hatte das Buch wieder ins Regal gestellt. Irgendwo ganz hinten in den letzten Reihen.

Bryand hörte wie jemand mit der Faust gegen die Tür hämmerte.

„Was ist los?“, rief Bryand.

Er stand auf einer Leiter und angelte nach einem dicken Lederband.

„Bryand, komm endlich aus der Bibliothek. Du bist schon seit zwei Tagen da drin.“

„Ich kann nicht. Zuerst muss ich das Buch finden, Hendrik.“

Bryand reckte sich weiter, erreichte den Band und griff zu.

„Dann lass mich dir helfen. Zwei Augenpaare sehen mehr, als eins.“

Das Buch wackelte und fiel herunter.

„Bryand!“, Hendrik rüttelte an der Tür, „ist dir was passiert.“

„Nein“, hörte er es dumpf nach außen dringen, „warte ich komme und öffne dir.“

Hendrik verdrehte die Augen. Dass sein Onkel aber auch so verdammt dickköpfig sein musste. Selbst nach sechshundert Jahren hatte er sich immer noch nicht daran gewöhnt.

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Der Schreibtisch steht im Erker. Von dort hat man einen guten Blick auf den Garten, der leicht verwildert, doch einer gewissen Ordnung folgt. Auf den Fensterbrettern liegen kleine Andenken. Eine getrocknete Rose, eine Druse, ein Schneckenhaus und eine große Muschel, eine Kiste in der Postkarten und Briefe gesammelt werden. Einige Bilder, die eine ältere Frau und kleines Mädchen zeigen, außerdem ein Bild eines Paares und Bild von einem Mädchen und einem Jungen beim Angeln.

Das Bett ist gemacht. Auf einem Stuhl liegen verschiedene Kleidungsstücke, darunter stehen zwei Paar Turnschuhe. Neben dem Schreibtisch steht ein Papierkorb und eine Tüte in der Altpapier gesammelt wird. Auf dem Schreibtisch steht ein Laptop, eine Tasse in der Kaffee gewesen ist und eine Flasche Wasser.

An einer Seite des Zimmers stehen Bücherregale. Die Bücher sind geordnet nach Genre. In einem Regal stehen nur Sachbücher. Davor stehen Gefäße mit Stiften, eine Stabtaschenlampe, eine Schneekugel, eine Spieluhr, eine Metallkiste mit kleinen Zangen, Schraubenziehern und diversen Schrauben, Nägeln.

Es gibt einen Kleiderschrank, nicht besonders groß, darauf bunte Kisten. Im Kleiderschrank ist eine Ordnung zu erkennen, allerdings sind Unterwäsche und Socken einfach in die Schubladen gestopft.

Neben dem Kleiderschrank stehen Reitstiefel, die glänzend geputzt sind. Außerdem eine Staffelei, die verstaubt ist. An der Wand über dem Bett hängt ein gerahmtes Poster, dass den Blick über die Dächer von Paris zeigt, in schwarz-weiß.

Auf dem Nachttischchen steht eine Kiste mit Schmuck und eine moderne Lampe, entgegen den eher antiken Möbeln. Außerdem mehrere Bücher auf einem Stapel. Scott Fitzgeralds Erzählungen, ein Gedichtband von Hilde Domin, Sigmund Freuds der dunkle Kontinent, C.G.Jungs Traumdeutung.

Der Fußboden besteht aus Holzdielen, auf denen es keine Teppiche gibt. An der Tür sind Haken angebracht, an denen Jacken und Tücher hängen.

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Hier die ersten Seiten meines Bilder – Buch – Projekts. Die Idee hatte ich schon länger – eine Geschichte mit Bildern, die die Szenerie der Story zeigt, wie bei einem Bilderbuch für Kinder – nur eben für Erwachsene. Dazu gibt es Gedichte, die ich besonders mag – und kleine Briefchen, selbst Gemaltes und collagenartige Hintergründe. Die Größe ist DIN – A 3. Das ist mal was ganz anderes und macht unheimlich viel Spaß. So kann ich schreiben, malen und collagieren miteinander verbinden.

Die Geschichte heißt im Arbeitstitel: Jade und das alte Haus

Erste Seite - Bilder-Buch-Projekt

Erste Seite – Bilder-Buch-Projekt

Zweite Seite

Zweite Seite

Dritte Seite

Dritte Seite

Vierte Seite

Vierte Seite

 

Für die Collagen habe ich Bilder ausgedruckt, Zeitschriften aller Art geplündert, alte Zeichungen, Geschenkpapiere usw zusammengetragen. Außerdem habe ich auf dem Bücherflohmarkt ein paar günstige Bücher erstanden, die ich ebenfalls für die Collagen verwenden will und zu diesem Zweck auseinander nehmen muss. Und auch wenn ich diese Bücher im Regal habe, blutet mir das Herz einen Schnitt in die Seiten zu machen. Ich denke, ist ja nicht verloren, sondern für eine „gute“ Sache – ein Buch lässt Seiten für ein anderes, aber wohl ist mir trotzdem nicht dabei. Tja, Bücher und ich 😉 .

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