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Posts Tagged ‘Roman’

Großreinemachen und gute Vorsätze müssen sich nicht ausschließen – können sie aber. Wenn das Reinmachen zu den Vorsätzen gehört, super – wenn nicht – kann auch super sein, muss es aber nicht. Das Großreinemachen gehörte Ende 2015 nicht zu meinen guten Vorsätzen, es schlich sich eher so peu a peu ein.

Drei Tage an der See – Wolken, eisiger Wind, ungestüme Wellen und Einsamkeit.

Eck. Dünen 2

Angenehme Einsamkeit in einer wunderschönen roten Backsteinkirche,

Nicolai Kirche 6

in der es nach Tanne duftete, einem liebvoll eingerichteten Heimatmuseum,

Eckernförde, Museum am Markt 1

das einen Dichter und Philosophen sein eigen nennt, und in gemütlichen Cafes mit aromatischem Kaffee und leckerem Gebäck.

Cafe Heldt innen

Abends saß ich in einem heimeligen Gästezimmer, mit meinem neuen Buch, das ich mir als Reiseandenken gekauft hatte, meinem Laptop, meiner Musik und einem Zeitungsartikel in dem es um: „Neue Visionen deines Lebens“ ging und meinen Gedanken.

Kiel, Unterkunft 7

Seit über zehn Jahre schreibe ich. Es ist ein besonderer Teil meines Lebens. Schreiben macht mich glücklich. Ich schreibe jeden Tag und gerne. Aber es gibt auch andere Sachen, die ich gerne tue und die ich vernachlässigt habe. Eine davon ist Zeit zu haben, ohne Druck im Nacken. Zu lesen und mich in den Stoff zu vertiefen, nähen, häkeln, spazieren gehen, fotografieren, Ideen nachgehen, Notizen machen – einfach mal so – ohne zu wissen wohin es führt.

Natürlich gibt es die Idee zu einem neuen Roman. Notizen, einige Skizzen, Personen, den Ort. Und doch – es ist das erste Mal, seit langem, dass ich es nicht eilig habe. Angenehm. Aufatmen. Es wird geschrieben, wenn es so sein soll. Keine Eile, nichts überstürzen. Leben. Leben um zu schreiben. Es wird Zeit die Dinge anders anzugehen.

Konstantin Paustowski schrieb: „Die Fähigkeit, das Leben als etwas ständig Neues zu empfinden, ist jener fruchtbare Boden, auf dem die Kunst erblüht und reift.“

Ich will nicht schreiben müssen. Ich möchte schreiben wollen. Das kommt wieder. Ich kenne die Phasen. Doch diese Phase ist frei gewählt. Ich will mich ausklinken, will sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen. Ich will mich nicht quälen, um meine Fähigkeiten als Schriftstellerin unter Beweis zu stellen oder mich abwatschen zu lassen. Ich die meiste Zeit meines Lebens in der Pflicht und gerade jetzt ist es an der Zeit nicht in der Pflicht zu sein oder nur, wenn ich es für richtig halte.

Wenn es Zeit ist, möchte ich schreiben wollen. Bis dahin will ich leben, mich mit dem Strom dahin gleiten lassen und einfach ich sein.

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Bis heute: 120 Seiten überarbeitet.

Frage: Warum habe ich einen Roman mit 560 Seiten Umfang geschrieben?

Frage: Warum befindet sich kein Wort mehr dort, wo es vorher stand?

Frage: Verdammt nochmal, warum dauert das solange?

Antwort: Ich kann nicht anders. Fantasy auf sechs Seiten? Nee!

Antwort: Nach längerer Ruhezeit sieht alles anders aus.

Antwort: Alles relativ. (Blöder Spruch, aber irgednwie, muss ich mich ja motivieren.)

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Nein, dies ist kein Thema meines 365-Tage-Projekts 🙂 . Obwohl man auch mit einer Schublade zu einer Geschichte kommen kann. Tatsächlich handelt es sich um meinen (Dark) Fantasy-Roman, der sich seit geraumer Weile in der Schublade herumdrückt und, nachdem ich mich endlich durchgerungen habe einigen Verlagen (in zweiter Runde) das Exposé zu schicken, unbedingt heraus will. Das bedeutet: noch einmal komplett Korrektur lesen, immerhin verändert sich der Blick auf den Text nach so viel Zeit und das kostet Zeit. Als Erfolgserlebnis kann ich werten, dass ich inzwischen ca 70 Seiten überarbeitet habe. Von 550. Aber was tut man nicht alles, wenn einem etwas wirklich am Herzen liegt?! Alles. Und ich muss sagen, nicht nur am Herzen liegen, auch Herzblut drin stecken. Kein schöner Satz? Macht nichts. Es ist spät und ich war heute echt fleißig. Als Belohung habe ich mir eine halbe Stunde Schreiben an meinem Mini-Krimi gegönnt und bei meinem Roman gebe ich mir wirklich sehr viel Mühe, ehrlich 😉 .

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„Refugium für Schriftsteller, ruhige Zimmer, lang oder kurzfristig zu mieten. Gemeinsames Dinner, kein Gesellschaftszwang.“

Ich lese die Zeilen der Annonce ein weiteres Mal. Das ist die Gelegenheit. Endlich raus hier. Keiner der anruft, der plötzlich vor der Tür steht und mir sein Herz ausschütten will. Kein Chef, der Doppelschichten fordert, weil wir uns mit dem Geschäft identifizieren müssen. Ich zögere. Das Geld das mir mein Bruder Frances hinterlassen hat, ist meine einzige Sicherheit. Andererseits, wenn nicht jetzt, wann dann? Ich will endlich meinen Roman schreiben, ohne mich um den ganzen Alltagskram zu kümmern.

No risk, no fun, höre ich meinen Bruder sagen. Das war sein Motto. Nur wer etwas riskiert, muss sich am Ende nicht die Frage stellen, was wäre gewesen wenn … . So lebte er und so starb er, viel zu früh und ließ mich mutterseelenallein zurück.

Ich nehme den Telefonhörer ab und wähle die Nummer unter der Annonce. Frances wäre stolz auf mich. Er glaubte an mein Talent und ich will ihn nicht enttäuschen.

„Hallo, Pension Morgan, mein Name ist Sandy, was kann ich für sie tun?“, fragt eine angenehme Frauenstimme.

„Guten Tag“, mein Herz schlägt eine Spur schneller, „mein Name ist Lea Wynter. Haben sie die Anzeige in der „Post“ aufgegeben? Refugium für Schriftsteller.“

„Ja, da sind sie hier richtig.“

„Ich würde gerne eins ihrer Zimmer mieten und wollte mich nach den Preisen erkundigen.“

Die nette Dame am anderen Ende nennt mir verschiedene Preiskategorien. Bei der günstigsten Variante würde mein Geld für acht Monate reichen. Ich könnte ein halbes Jahr schreiben und die letzten zwei Monate dazu nutzen mir einen neuen Job zu suchen, falls es nicht klappt.

„Danke für die Information. Ich entscheide mich für Kategorie D. Hätten sie etwas frei?“

„Sie haben Glück. Ende der Woche wird ein Zimmer frei. Also … .“

Ich unterbreche Sandy aufgeregt.

„Ich nehme es. Das Zimmer. Kann ich am Montag anreisen?“

Sie hat ein angenehmes Lachen.

„Natürlich. Aber sie müssen nichts überstürzen.“

„Oh, das tue ich nicht“, sage ich, „ich nutze nur die Chance.“

„Das freut mich für sie, Miss Wynter. Würden sie mir ihre E-Mail-Adresse und ihre Telefonnummer durchgeben? Dann schicke ich ihnen die Unterlagen gleich zu.“

„Super.“

Ich gebe Sandy die gewünschten Informationen und verabschiede mich.

Jetzt werde ich einige weniger angenehme Telefonate und Gespräche führen müssen – aber wenn sich eine Tür von alleine öffnet, soll man hindurchgehen. Das mit dem Eintreten klappt nicht immer.

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„Jeder Augenblick, jedes beiläufige hingeworfenen Wort,
jeder Blick, jeder tiefe oder nur als Scherz gemeinte Gedanke,
jede unmerkliche Regung des menschlichen Herzens,
ebenso wie der fliegende Flaum der Pappeln oder
das Blinken der Sterne in einer Pfütze bei Nacht –
alles sind kleine Körnchen Goldstaub.
Wir Schriftsteller gewinnen sie im Laufe von Jahrzehnten,
diese Millionen kleiner Körnchen,
wir sammeln sie, ohne es selbst zu merken,
verwandeln sie in eine Legierung
und schmieden dann aus dieser Legierung
unsere „Goldene Rose“ –
eine Erzählung, einen Roman oder eine Dichtung.“

Konstantin Paustowski, Die goldene Rose

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Ich bin platt! Echt! Richtig platt! Ich habe einen Band aus erotischen Gedichten und Kurzgeschichten (und schönen Zeichnungen) zusammengestellt – „In den Tiefen meiner Lust“ – und wollte ihn bei einem bekannten Selfpublishing-Verlag veröffentlichen lassen. Gestern kam die E-Mail: Aufgrund des Inhalts werden sie das Buch nicht verlegen. Also habe ich, brav, wie ich bin, angerufen, um zu erfragen, weswegen. Sind es die Bilder oder der Text? Antwort der genervten, unfreundlichen Frau am anderen Ende: alles. Aha!

Wenn es nicht so dämlich wäre, würde ich darüber lachen. Erstens: vermutlich hat niemand überhaupt hinein geschaut (Stichwort: Schlagwortsuche). Zweitens: ich habe einen erotischen Roman geschrieben, der ganz öffentlich über einen „normalen“ Verlag zu haben ist. Drittens: ich habe noch nicht einmal richtig hingelangt *ggg* und das ist jetzt tatsächlich zweideutig zu verstehen! Also nicht, dass die Texte und Gedichte nicht erotisch wären, aber gegen den Roman … ! Ich lass das mal so stehen.

Ich weiß nicht ob ich mich ärgern oder geschmeichtelt fühlen soll?! Schließlich bin ich nicht Henry Miller(ich habe seine Bücher gelesen, da kann „Shades of Grey“ einpacken). Andererseits – und das hat doch was – ich bin ein verbotener Schriftsteller. Und das in Zeiten, in denen dir nackte Brüste, Hintern und Penise, direkt ins Gesicht springen. Eine skurrile Geschichte. Ach, übrigens: ich lache darüber!

Dann muss es eben anders gehen. Ich will die Texte und die Gedichte. Ich will sie in einem Buch! Fallen ja, liegen bleiben nein.

PS.: Ich mag Henry Miller. Soweit dazu!

P.P.S.: Wen die Wörter: Penise, Brüste und Hintern entsetzen, möge sie bitte diskret überlesen. *ggg*

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(Oder das Monster in meinem Kopf)

Eine Frage, die ich mir so oft gestellt habe, dass ich sie gut sein und hinter mir lassen könnte. Und doch, ist da diese kleine fiese Stimme in meinem Kopf, die mich nervt.

Ich bin ein Schreiber. Ja. Aber bin ich ein Schriftsteller? Gut, ich habe einen Roman veröffentlicht, der sich ca. 5000 Mal verkauft hat.

Jetzt kommt das unvermeidliche ABER: unter Pseudonym und einen erotischen Roman. Das an besagt nichts und doch scheint es mir nicht zu reichen, um mich Schriftstellerin zu nennen. Ich stehe dazu, sehe mich aber in einer gewissen Rechtfertigungshaltung. Warum? Ist es, weil nicht mein eigener Name vorne draufsteht oder weil es in der Geschichte um Sex geht?

Barbara Cartland ist eine Bestsellerautorin. Auch wenn sie „Liebes-Schmonzetten“ geschrieben hat, hat sie sich damit eine goldene Nase verdient. Selbst Dan Brown bleibt bei seinem Erzählschema. Und jetzt mal ehrlich, in Shades of Grey geht’s doch auch nicht wirklich um die Story.

Ist es, dass ich einfach Spaß beim Schreiben haben will? Dass ich keine „Kunstbücher“ schreibe? Mein Motto ist: ich schreibe mir das Leben schön. Ist das zu leicht gedacht? Ist meine Idee: ich will mit meinen Geschichten unterhalten, zu anspruchslos? Ist man ein Schriftsteller, wenn man auf einer Liste steht oder, wenn man eine Botschaft hat?

Nicht, dass es in meinen Geschichten um nichts ginge. Es geht um etwas. Immer! Sonst wäre es langweilig. Allerdings gebe ich zu, dass meine Figuren nicht die Welt retten. Sie versuchen herauszufinden, wer sie sind und wozu sie in der Lage sind. Oder wie sie ihre Liebe finden.

Ich schreibe oft und viel über Liebe. Vielleicht weil sie mir alles bedeutet. Liebe bedeutet alles. Ohne Liebe sind wir verloren. Und doch verlieren meine Personen. Manchmal ist das Leben ungerecht. Da hilft es auch nicht, so sehr zu lieben, dass einem das Herz bricht. Am Ende bleibt oft die Sehnsucht, was wäre wenn…

Das ist etwas, dass ich früh in meinem Leben lernen musste. Einfach nur zu lieben, hält den Verlust nicht fern. Es macht ihn unerklärlich, aber er tritt trotz aller Gegenwehr ein.

Ich beneide die, die so selbstbewusst sind, sich ohne zu zögern Schriftsteller nennen. Komischerweise habe ich keine Probleme damit zu sagen, dass ich Kurse für kreatives Schreiben gebe. Bin ich zu zurückhaltend? Was kann ich tun, um das zu ändern? Selbstbewusster zu sein?

Gerade habe ich einen Durchhänger. Ich schreibe an einem neuen Roman. Die Geschichte bedeutet mir etwas. Es geht um Treue und Freundschaft, Rache, Tod und Leben, Schönheit und Vergänglichkeit. Ich will den Roman auf jeden Fall zu Ende schreiben. Um mich handwerklich zu verbessern (und meine Betriebsblindheit zu überlisten) habe ich einen Kurs bei der VHS besucht. Manuskriptvorbereitung. Eine kompetente, sehr nette Kursleiterin, und ein gutes Konzept. Ich konnte wichtige Aspekte mitnehmen. Und?

Bin total blockiert. Die Leichtigkeit und der Enthusiasmus sind weg. Ich betrachte meinen Text mit Argusaugen. Jedes Wort liegt auf der Goldwaage. Ich hinterfrage jeden Satz, jeden Absatz auf seinen Wert, statt einfach drauflos zu schreiben und mir die Kritik für später aufzuheben.

Oh, mein Gott, ich habe ein Monster geschaffen. Und damit meine ich nicht das Monster, das in meiner Geschichte vorkommt, sondern das, das hinter mir am Schreibtisch steht und mir dauernd einflüstert: „Du kriegst die Geschichte nie so hin, wie du es dir vorstellst. Wer will das schon lesen? Du findest sowieso keinen Verlag dafür. Hat beim letzen Mal auch nicht geklappt.“ Und was der noch alles raushaut, um mich umzuhauen.

Und so schleiche ich um meinen Roman herum, die Szene, die ich schreiben will genau im Kopf, und drücke mich(soll ich die Szene wirklich so schreiben?). Ich schreibe alles Mögliche: Blogbeiträge, überarbeite ältere Texte, schreibe Notizen aus meinem Arbeitsjournal ab, beschäftige mich mit Drehbuchschreiben und meinem Kurs, der erst in vier Wochen anfängt und für den ich das Konzept seit Monaten fertig habe. Ich putze, häkele, lese, gehe spazieren usw.

Ist ja nur`ne Phase! – Hahaha. Sage ich mir auch. Geholfen hat es noch nicht. Ich suche nach dem besten Mittel das Monster zu töten. Das hinter meinem Rücken. Das Miststück ist schlau. Es kämpft mit allen Tricks. Aber ich will nicht aufgeben und wenn ich auf dem Zahnfleisch kriechen muss. Was das betrifft, bin ich Schriftsteller, denn ich weiß, dass es den „richtigen“ Schriftstellern auch nicht besser geht. (Siehe Titus Müller, Federwelt Nr.109, Dez. 2014 – Wie ich es schaffe, trotz Selbstzweifeln produktiv zu sein)

Es ist nichts Ehrenrühriges ein Schreiber zu sein. Damit fängt es an. Bei jedem Schriftsteller. Also, gehe ich Monster jagen. Ich kriege es, früher oder später. Da wette ich drauf!

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Die Buchhandlung ist nicht sehr groß, aber bis auf den letzten Platz besetzt. Ich freue mich einerseits, andererseits treibt es mein Lampenfieber erst richtig in die Höhe. Heute lese ich aus meinem ersten Roman. Darin geht es um eine junge Polizistin, die allerlei erotische Verwicklungen erlebt.

Bis jetzt hat sich das Buch sehr gut verkauft. Sex sells. Deswegen hat meine Verlegerin einige Lesungen organisiert und heute ist Premiere.

Auf dem Polizeirevier weiß niemand davon und ich will auch nicht, dass sich etwas daran ändert. Mein Chef hält mich sowieso für unorthodox und naseweis, diesen Eindruck will ich nicht verstärken. Zum Glück läuft die Veröffentlichung unter einem Pseudonym und die Buchhandlung liegt nicht in meiner Heimatstadt.

Die nette Besitzerin tritt vor und begrüßt die Gäste. Sie stellt mich kurz vor, ohne meinen Beruf und meinen richtigen Namen zu erwähnen. Dann ist die Lesung eröffnet.

Bevor ich mich dem Text zuwende, blicke ich noch einmal lächelnd in die Runde. Mein Blick bleibt an zwei kühlen, blauen Augen hängen, die ich sehr gut kenne. James, mein Kollege und Partner! Oh Gott, er hat es herausgefunden! Lässig lehnt er an einem Bücherregal, die Arme untergeschlagen. Wie immer im teuren Anzug. Einziges Zugeständnis an den inoffiziellen Anlass ist das Fehlen der Krawatte.

Ich hefte meinen Augen auf das Buch. Die Zeilen verschwimmen. Ich fühle seinen intensiven Blick auf meinem Gesicht. Atme, atme, sage ich mir – vielleicht ist das alles nur Einbildung. Ich sehe wieder hoch. James steht noch an derselben Stelle, wie festgefroren. An seiner Mimik kann ich nichts ablesen.

Er wird sich bestimmt in meinem Roman wieder erkennen. Immerhin ist er von meinem Alltag inspiriert. Verdächtig eindeutige Texte gibt es genug und ich weiß, James ist sehr klug. Ich habe alles, was es zwischen ihm und mir im echten Leben nicht gibt, geben darf, in diesem Roman aufgeschrieben und das ist unter anderem eine Menge fiktiver Sex, vermischt mit einer realen Mörderjagd.

Es ist so still, dass ich eine Stecknadel fallen hören könnte. Aber es gibt kein zurück! Ich trinke noch einen Schluck Wasser, räuspere mich nervös und fange an zu lesen:

„Lance sieht mich mit diesem unergründlichen Blick an und streicht sich durch sein widerspenstiges blondes Haar.“

Mir ist klar, dass James es in genau diesem Moment weiß. Er hat mich hier in der Buchhandlung aufgespürt und er weiß, dass er Lance ist. Immerhin ist er der beste Ermittler im Yard.

„Mein Herz gerät aus dem Takt. Inzwischen arbeite ich solange mit Lance zusammen und habe mich noch nicht dran gewöhnt. Das liegt daran, dass ich mehr für Lance empfinde, als angebracht und erlaubt ist. Plötzlich hören wir ein verdächtiges Geräusch. Lance schaltet das Licht aus, und ehe ich reagieren kann, zieht er mich in eine Nische zwischen Wand und Schrank.

„Psst“, macht er nur.

Die Nische ist so eng, dass wir dicht aneinander gedrängt stehen müssen. Ich versuche auf das Geräusch zu achten, stattdessen denke ich an nichts anderes, als an Lance Nähe. Er hat seinen Arm von hinten um meine Taille gelegt. Ich fühle seine kräftige Hand auf meinem Bauch. Sein warmer Atem streift meinen Nacken. Ohne nachzudenken, lehne ich mich an ihn und neige meinen Kopf zur Seite. Lance fasst mir in die Haare und legt meinen Hals frei, dann haucht er mir einen Kuss auf die empfindliche Stelle hinter meinem Ohr. Ein Schauer rinnt meinen Rücken hinab. Unwillkürlich drücke ich mich fester an ihn.“

Himmel warum habe ich nur diese Stelle zum Vorlesen ausgesucht? So ähnlich hat es immerhin stattgefunden, bis auf das Küssen und Randrücken, da wir kurz darauf unter Beschuss standen. Ich schaue kurz auf und begegne James unergründlichem Blick. Ich bilde mir ein, ein gefährliches Flimmern in seinen Augen zu sehen und etwas, dass ich noch nicht kenne. Atemlos lese ich weiter. Das tut der erotischen Szene, die jetzt folgt, allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil.

***

Der Applaus tut gut. Ich bin froh, dass ich die Lesung unfallfrei hinter mich gebracht habe, obwohl James mich keine Sekunde aus den Augen ließ. Während ich für die begeisterten Besucher Bücher signiere und mir ihre wohlwollenden Kommentare anhöre, steht James in einer Ecke. Er beobachtet das Spektakel und wartet, bis alle ihre Unterschrift haben. Dann kommt er herüber, legt mir sein Buch auf den Tisch und sagt mit seiner tiefen Stimme:

„Für Lance bitte.“

Für eine Sekunde zögere ich. Dann schreibe ich:

„Für Lance von seiner Lea.“

James wirft einen Blick darauf, ohne eine Miene zu verziehen, klappt das Buch zu und sagt:

„Komm ich fahr dich heim.“

Ich nicke. Die innere Anspannung zerreißt mich fast. James will bestimmt reden.

„Ich hole nur meine Tasche und meine Jacke.“

James wartet geduldig, bis ich mich von der Buchhändlerin verabschiedet habe, nimmt mir die Tasche ab und trägt sie zum Auto. Ganz Gentleman öffnet er die Tür und wartet, bis ich eingestiegen bin. James schaltet Musik an. Sanft perlt sie durch die Nacht und untermalt unser Schweigen.

Ich möchte etwas sagen, erklären, weiß aber nicht wo ich anfangen soll. James scheint keinen Erklärungsbedarf zu haben. Er macht keinen Versuch das Schweigen zu brechen und wartet einfach ab. So wie er es manchmal bei Verhören tut. James knackt die härtesten Brocken.

Wir halten vor James Haus. Erst jetzt fällt mir auf, dass wir einen anderen Weg gefahren sind, so vertieft war ich in meine Gedanken. James steigt aus, geht um den Wagen und reich mir die Hand.

„Ich denke, es gibt einiges zu klären“, sagt er streng.

Ich lege meine Hand in seine und folge James gehorsam ins Haus. Es ist schlicht und geschmackvoll eingerichtet. James führt mich ins Wohnzimmer. An jeder Wand stehen Regale angefüllt mit Büchern. James nimmt mir die Jacke ab.

„Ein Glas Wein?“, fragt er.

„Ja.“

Ich bin irritiert. Gehört das zu James neuen Verhörmethoden? Ich setze mich aufs Sofa, während James Musik auflegt, zwei Gläser aus dem Schrank holt und den Rotwein eingießt. Er setzt sich neben mich und reicht mir mein Glas. Der Wein funkelt in den schönen Schwenkern wie Rubin.

„Auf dein Buch“, sagt er.

Ich versuche Spott in seinem Gesicht zu erkennen, aber da ist keiner. Was ich sehe, ist eher Neugier und Interesse.

„Seit wann?“, fragt James und ich weiß genau, was er meint.

„Seit dem ersten Tag“, flüstere ich und schaue konzentriert auf das Glas in meiner Hand.

„Du hast es sehr gut verborgen“, stellt James anerkennend fest.

Ich schweige. Was soll ich sagen? Wenn es raus gekommen wäre, hätte mich der Chef in eine andere Einheit versetzt. Das hätte ich nicht ertragen.

„Hast du mir gar nichts zu sagen?“, James Stimme ist samtweich. Er nimmt meine Hand in seine, zieht sie an seine Lippen und küsst jede Fingerspitze einzeln, dabei sieht er mir direkt in die Augen.

„Oder hast du schon alles in deinem Roman beschrieben.“

Ich kann meinen Blick nicht aus seinem lösen, bin völlig gebannt. Die Berührung seiner Lippen sind wie kleine Stromschläge, die ihr Ziel, meine Körpermitte, nicht verfehlen.

„Ich warte“, flüstert James.

Er lächelt und ich laufe purpurrot an. Ich fühle es bis in die Haarspitzen.

„Es war wie eine Sucht“, höre ich mich sagen, „jeden Tag, in den letzten zwei Jahren, wenn ich nach Hause kam, schrieb ich mir die Sehnsucht aus dem Körper, bis ich leer war. Am nächsten Tag begann es von Neuem. Du warst da. Sahst mich an, auf deine Art. Redetest mit mir, auf deine Art. Berührtest mich, unabsichtlich nur, aber du hast es getan und ich sog mich voll mit meiner Lust.“

James rückt näher an mich heran. Sein warmer Atem streift mein Gesicht. Sein Duft hüllt mich ein. Immer noch hält er meine Hand. James beugt sich vor.

„Woher weißt du, dass ich dich unabsichtlich berührt habe?“

Ich zucke zusammen. Mit weit aufgerissenen Augen sehe ich ihn an.

„Ich habe gehofft, dass du irgendwann aus deiner Deckung kommst, aber du hast dir keine Blöße gegeben. Irgendwann dachte ich, ich hätte mich getäuscht, was deine Gefühle für mich betrifft. Nur richtig glauben konnte ich es nicht. Dann hätte mich meine Intuition schon sehr im Stich lassen müssen.“

„Warum hast du nie etwas gesagt?“

Ich versuche die aufsteigenden Tränen zu unterdrücken.

„Vielleicht aus demselben Grund wie du. Angst vor Zurückweisung. Der Wunsch begehrt zu werden.“

Ohne weiter nach Erklärungen zu suchen, beuge ich mich vor und hauche James einen Kuss auf den Mund. Oh mein Gott, wie süß sich das anfühlt. Ein Kribbeln zieht sich von meinen Lippen durch meinen ganzen Körper. Ich habe solange gewartet, dass es kein zurück mehr gibt.

Mit einer geschmeidigen Bewegung raffe ich meinen Rock hoch und schwinge mich auf James Schoß, umfasse sein Gesicht mit den Händen und küsse ihn wieder. James packt mich an den Hüften und zieht mich ganz dicht an sich heran. Seine Hände gleiten unter meine Bluse. Ich lehne mich zurück. James küsst meinen Hals. Ein tiefes Stöhnen scheint direkt aus meinem Bauch zu kommen. Ich presse mein Becken fest gegen seine Hüften, spüre seine Erektion. James hakt meinen BH auf, schiebt ihn mit der Bluse über meinen Kopf. Quälend langsam und erregend küsst James sich von meinen Schultern zu meinen Brüsten hinab. Ich kann mich nicht zurückhalten, kralle mich Finger in seine Schultern. James befreit mich mit einem Ruck von meinem Seidenslip. Ich höre das Ratschen und fühle die Feuchtigkeit zwischen meinen Schenkeln.

***

„Wie oft hab ich mir das vorgestellt“, flüstere ich.

„Und?“

Ich höre sein Lächeln.

„Es war so gut!“

Ich will von seinem Schoß gleiten. James hält mich fest. Seine Hände liegen auf meinen Hüften.

„Nein, bleib. Warte einen Moment.“

Ich gehorche. James sieht mich an.

„Kein Widerwort?“, fragt er und ein spöttisches Lächeln spielt um seine vollen Lippen.

„Nein.“

Ich erröte. Ich würde alles tun, was er will, nur damit er das noch einmal mit mir macht.

„Beweg dich ganz langsam“, fordert er mich auf.

James raue Stimme rieselt mir den Rücken herunter. Gemächlich bewege ich mein Becken auf und ab. Fühle, wie sein Schwanz wieder steif wird. Seine Finger kneten meinen Po. Ich hefte meine fiebrigen Augen auf sein Gesicht. James will mich wirklich noch einmal. Als könne er den Gedanken in meinem Blick sehen, sagt er lächelnd:

„Ich habe zwei lange Jahre gewartet. Jetzt will ich alles! Und wenn mein Herz dabei aussetzt.“

„Das wird nicht passieren“, ich küsse James begierig, beiße ihn sanft in die Lippe, was einen festen Stoß seinerseits zur Folge hat, „Ich kann Mund zu Mundbeatmung und Herzmassage.“

„Dann sollten wir das üben Frau Autorin“, grinst er, schlingt die Arme um mich, und mit einem gekonnten Griff, dreht er mich auf den Rücken. Sein Gewicht presst mich in die Kissen. Ich fühle seinen harten Ständer an meinem Bauch. Der einzige Gedanke, der mir durch den Kopf geht ist, dass ich James wieder in mir fühlen will.

„Komm zurück“, bitte ich ihn.

„Keine Angst, bevor die Nacht zu Ende geht, wirst du froh sein, wenn ich dich in Ruhe lasse.“

„Das werden wir sehen. Ich nehme alles, was du bereit bist zu geben.“

Ich schließe die Augen, überlasse mich seinen erfahrenen Händen, seinem Mund, seinem Körper. Als er wieder in mich eindringt, ist es wie eine Erlösung.

***

Erschöpft liege ich in James Armen. Mein Körper fühlt sich an wie Watte. Wir halten uns so eng umschlungen, dass kein Blatt zwischen uns passt. Ich höre James Herz schlagen. Ruhig, stark, gleichmäßig.

„Du bist schön.“

James zieht meine Hand an seine Lippen und drückt kleine Küsse auf meine Handfläche. Ich seufze. Nie habe ich gedacht, dass James so etwas zu mir sagen würde. Ich betrachte ihn. Seine Gesichtszüge sind entspannt und seine Augen ruhen zärtlich auf meinem Gesicht.

„Ich möchte dir etwas sagen“, beginne ich zögernd, „und bitte brich nicht gleich in Panik aus.“

„Psst“, James schmunzelt und legt mir sanft einen Finger auf die Lippen, „Ich bin nie in Panik. Das weißt du doch?“ Ich nicke. Bevor ich etwas sagen kann, fährt er fort: „Ich liebe dich auch. Nicht erst seit heute.“

Erstaunt sehe ich James an. Er kann wohl doch Gedankenlesen.

„Aber seit heute um so mehr“, James grinst, „und wenn du immer so willig bist, werde ich dich ewig lieben.“

„James“, tue ich empört und will ihm einen Klaps geben.

Er scheint es geahnt zu haben, fängt meine Hand ab und drückt mich in die Kissen.

„Nanana! Kleine Lady, du wirst doch keinen Polizisten, noch dazu deinen Vorgesetzten, tätlich angreifen.“

„Wenn es sein muss?!“

Ich winde mich unter ihm hin und her, aber James ist nicht zu bewegen.

„Mach nur so weiter. Das macht mich echt an. Und dann werde ich mit dir schlafen müssen.“

„Gut zu wissen.“

Ich lasse mein Becken unter seinen Hüften kreisen.

„Mach weiter, das gefällt mit ausgesprochen gut.“

James beugt sich vor, seine Lippen gleiten an meinem Schlüsselbein entlang, den Hals hinauf. Jedes Härchen meines Körper stellt sich auf. Meine Brustknospen drücken hart gegen James Oberkörper.

„Und mir gefällt es, wenn du es tust“, flüstere ich und presse mich energisch gegen ihn.

„Ich liebe deine zügelloses Temperament und deine Sinnlichkeit“, flüstert er heiser.

Ich senke den Blick. James küsst meine Lider.

„Du musst so bleiben, wie du bist.“

„Kennst du mich so gut?“

„Ich denke inzwischen schon. Aber das, was ich noch nicht kenne, werde ich mit Begeisterung entdecken.“

James streicht begehrlich über meine Schenkel. Mir gefällt das begierige Glitzern in seinen Augen. Nur zu gerne lasse ich mich von ihm zu einem neuen lustvollen Spiel verführen.

 

 

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Das Brummen war nervtötend. Der blöde Kühlschrank gab langsam den Geist auf und ich hatte kein Geld mir einen neuen zu kaufen. Er entwickelte mehr Hitze, als ein Kohleofen, und leider nicht nur außen, sondern auch innen.

Ich starrte auf mein Notebook und die ersten drei Zeilen meines Textes. Mein Verleger würde mich in Stücke reißen, wenn er wüsste, dass ich faktisch noch nicht einmal angefangen hatte. Sechs Wochen! Ich hatte nur sechs Wochen, um diesen verdammten Roman fertig zu schreiben und alles, was ich geschrieben hatte, war:

Sie trug ein Nachthemd, das eher einem Nichts glich. Durchsichtig und zart wie ein Seidenkokon. Als sie die Tür öffnete, stieß sie sich heftig den Zeh.

„Oh, Gott was für ein Schwachsinn!“

Ich löschte die Sätze. Zum zehnten Mal. Wenn mir nicht bald etwas Gutes, etwas Tolles, Atemberaubendes einfiel würde mein Verleger mich löschen. Aus seiner Liste. Aber wie konnte er bloß auf die bekloppte Idee kommen, mir ein Skript für einen Schnulzenroman mit dem Titel: Am Ende des Weges wartest du(?!) zuzusenden.

In meiner ganzen Karriere als Autorin, wenn man von Karriere sprechen konnte, hatte ich noch nie so einen Mist verzapft. Vermutlich brauchte er ein paar seichte Heftchenromane für die Gitterboxen in der Bahnhofsbuchhandlung. Mängelexemplar würde darauf stehen und ich konnte mich in keinem seriösen Verlag mehr sehen lassen.

Es reichte! Ich stand auf und holte mir eine lauwarme Cola aus meinem Kühlmonster. Es wurde Zeit die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Klischee hin, Klischee her. sollte er doch selbst eine Schmonzette schreiben, wenn es das war, was er wollte. Ohne mich.

Ich schloss das Dokument und machte ein ganz neues frisches auf. Eins auf dem ich noch keine Pixel hinterlassen hatte. Weiß wie Schnee, blütenrein. Ich tippte die Überschrift meines neuen Romans: Blutkind. Mein Verleger würde sich warm anziehen und ich noch etwas länger auf einen neuen Kühlschrank verzichten müssen.

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…, darum verbreite ich dort soviel Chaos wie möglich, wo ich gerade bin. Zumindest wäre es das, was ich gerne täte. Im Grunde genommen versuche ich das Chaos zu beherrschen, und das ist gar nicht so einfach. Ich hantiere mit zig Zetteln, rattere im Kopf den ganzen Tag meine Listen herunter und abends vor dem Schlafengehen fange ich an, mir die Listen für den nächsten Tag herunter zu beten. Kein Wunder, dass ich von der Arbeit träume … dabei denke ich während der Arbeit, sobald ich mich unbeobachtet fühle, an meinen neuen Roman. Ich befinde mich gerade an einem gefährlichen Punkt. Dem instabilen Punkt. 40 Seiten. Meistens entscheidet sich da, ob ich weiter schreibe oder nicht. Aber die Geschichte ist mir wichtig. Sehr sogar.

Das Ganze ist verzwickt. Ich habe vor einen real-fiktiven oder fiktiv-realen Roman zu schreiben. Einerseits inspiriert mich mein Arbeitschaos (in meinem echten Leben) für mein „geheimes“ Leben (Schreiben), andererseits wirkt sich mein Schreiben auf mein „echtes“ Leben aus.

Es muss wohl so sein. Entweder kopiert die Kunst das Leben oder das Leben die Kunst. Ich stelle an mir fest, dass ich mich teilweise anders verhalte und Gedanken durchdenke, die ich mir in meinem „echten“ Leben sonst nicht erlaube. Zugegeben, dass ich das, was ich erlebe, (oder teilweise komponiere (ist das schönere Wort)) für meine Story „verarbeite“. Ich nehme mir außerdem mehr heraus (oder komme mehr aus mir heraus) als es meinem Naturell entspricht, da meine Hauptfigur offensiver und kesser ist. Sozusagen ein Selbstversuch. Ich kann mich nicht erinnern, mich jemals als Testperson für eine meiner Geschichten versucht zuhaben, obwohl jeder Schreiber weiß, etwas von uns steckt in jeder Geschichte.

Andererseits ist es sehr interessant zu sehen, wie sich bestimmte Situationen entwickeln, wenn ich mich nicht so verhalte, wie ich es normalerweise tun würde. Zum Beispiel heute, da habe ich die Konfrontation mit einer Person gesucht (und gewonnen), bei der ich sonst gedacht hätte: sag lieber nichts. Aber ich dachte: erstens muss ich für meine Kollegen einspringen (ich hatte sie immerhin darum gebeten diese Sache für mich zu erledigen) und zweitens: mein Charakter würde sich diese Ungerechtigkeit nicht gefallen lassen. Ich musste und wollte etwas dagegen tun. Und ich wollte wissen, wie es sich anfühlt, wenn ich nicht kusche, sondern in die Offensive gehe. (Wie fühlt meine Hauptperson? Wie ist die Situationsdynamik? Was sagen die anderen Personen (z. B.: „der Feind“? Was kommt dabei heraus?)

Das hat sich richtig, richtig gut angefühlt! (Ich kann das! Ich kann mich wehren. Besonders wenn ich die Verantwortung habe.) Es hatte auch noch eine positive Wirkung: Ich bin ruhiger geworden. Die letzten zwei Tage habe ich am Rad gedreht. Ich dachte, diese Jobgeschichte krieg ich nicht auf die Reihe. (Ich muss die Verantwortung tragen, alles organisieren, die anderen verlassen sich auf mich und erwarten, dass ich bescheid weiß.) Aber es geht! Das macht stärker.

Mein Charakter (neuer Roman) gefällt mir. Ich will ihre Geschichte erzählen (rein fiktiv natürlich (mit einer guten Prise Realismus *lacht* gepfeffert)). Jetzt muss ich nur noch zusehen, dass ich in meinem Chaos Zeit finde, die Story weiter zu schreiben …  (immerhin habe ich meinen Kollegen eine tolle Kaffeemaschine, mit Kaffeeflatrate, versprochen, wenn ich einen Bestseller lande.)

P.S.: Langsam finde ich gefallen am Chaos verbreiten …

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