Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘schlafen’

Wenn (das Monster) Tirion schläft träumt (es) er von Liebe. Eine Hand, die nicht schlägt, sondern streichelt. Doch da ist niemand. Nur eine dunkle schreckenerregende Leere, die es umschließt und die nichts aufzulösen vermag. Und so sehr Tirion sich auch wünscht, dass sein elendiges Leben endlich ein Ende findet, er wird nicht erhört.

Er hatte alles. Geld, Ansehen, sogar eine Art von Liebe, auch wenn sie sich nicht richtig anfühlte. Sein Übermaß an Stolz und Hartherzigkeit kosteten ihn alles. Verbannt und geächtet lebte er unter den Ärmsten der Armen, von niemandem vermisst, von niemandem geliebt.

Read Full Post »

Liegt Langeweile auf der Hand
Stört die Fliege an der Wand
Nicht so wie der Sand
Verrinnt im Glas der Stunde
Ach lass mich noch`ne Runde
Schlafen

Ich glaube, diese Zeilen sind mir deswegen eingefallen, weil heute mein erster Urlaubstag ist. Ich hatte mir keinen Wecker gestellt, wurde dann aber ziemlich unsanft von meiner Tochter aus dem Bett geworfen, weil sie dringend zum Bahnhof musste. Erster Tag eines Seminars 🙂 und schließlich möchte Mama nicht, dass das Kind zu spät kommt. Ich bin froh, dass mich niemand gesehen hat – oder zumindest nur im Vorbeirauschen. Halb im Schlafanzug, die Haare auf Sturm – aber !!! Zähne geputzt. Zum Glück ist Sommer. Schlimmer war es im Winter bei minus 10 Grad, aber bis dahin ist das Seminar längst vorbei.

Und ich habe meine 6 Zeilen für mein 365-Tage-Projekt. Ob die Musen solche Sonderfälle vorgesehen haben? *g*

Euch allen einen wunderschönen Tag und einen guten Start in die Woche.

Eure Caro

Read Full Post »

Meine Knochen klappern. Die unmenschliche Kälte, das Wandern durch das Niemandsland, Dunkelheit, immer in Gefahr entdeckt zu werden. Und der Mann, der mich führt, ist ein rätselhafter Fremder. Unter seinem langen schwarzen Mantel, trägt er eine dunkle Lederrüstung und dicke Stiefel. In seinem Gürtel stecken Messer und Wurfsterne. In den beiden Rückenhalftern stecken Schwerter. Ich bin sehr sicher, dass dies nicht die einzigen Waffen sind. Bevor Malachias mich ihm anvertraute, hatte ich noch nie von ihm gehört und mir kam im Palast viel Klatsch und Tratsch zu Ohren. Malachias sagte mir, er sei einer der Schattengänger, was auch immer das bedeutet.

Ich habe Angst“, wage ich das Wort an ihn zu richten.

„Das ändert nichts“, stellt mein Begleiter gleichgültig fest.

„Mir ist so kalt. Ich kann kaum noch laufen.“

Meine Zähne schlagen beim Sprechen aufeinander. Er sieht mich herablassend an.

„Ich wusste, dass ich mit dir `ne Menge Ärger haben werde. Also gut. Eine kleine Pause. Los Junge, hinter der nächsten Biegung liegt eine kleine Hütte im Wald, da können wir rasten.“

Er packt mich energisch am Arm und zerrt mich weiter. Hat er wirklich nicht gemerkt, dass ich ein Mädchen bin? Malachias hat mir eingeschärft mich nicht erkennen zu geben. Ich kann niemandem vertrauen. Bis jetzt ist alles gut gegangen. Tatsächlich ist es nicht sehr weit bis zu der Hütte. Der Schattenmann macht ein Feuer in dem kleinen gusseisernen Ofen. Ich hocke mich dicht daneben. Am liebsten würde ich den Zylinder mit beiden Armen umklammern, um die Wärme in mir aufzusaugen.

„Da kannst du schlafen.“

Er deutet auf eine Ecke in der Stroh in Säcken aufgeschichtet ist. Ein paar alte Decken liegen zusammengeknüllt obenauf.

„Hier ist es wärmer“, riskiere ich, mit einem skeptischen Blick auf die vergammelten Decken, ein Widerwort.

Unsere Augen treffen sich. – Ich beiße die Zähne zusammen und krieche ohne weiteren Protest auf das Strohlager. Es riecht stockig. Ein Ekelgefühl schüttelt mich. Ich versuche flach zu atmen. Er zieht seinen Mantel aus, legt sich hinter mich und breitet den Mantel als Decke über uns aus.

„Mir ist das Ganze auch nicht geheuer“, murmelt er.

Es ist das erste Mal, dass ich einen Anflug von Gefühlsregung bei ihm erkennen kann. Er legt seinen Arm um mich, zieht mich so dicht an seine Brust, dass kein Blatt mehr zwischen uns passt. Für einen atemlosen Moment spannt sich jeder Muskel meines Körpers an. Ich liege stocksteif da.

Nach einer Weile höre ich seine gleichmäßigen Atemzüge und entspanne mich. Ich schmiege mich so effektiv wie möglich an seinen athletischen Körper, um alle Wärme aufzunehmen, die ich erhaschen kann. Ein Geruch von Leder, Wärme und Wolle steigt mir in die Nase und ist nicht einmal unangenehm, wenn der Mief des alten Strohs nicht wäre.
Ich sehne mich beinahe schmerzlich nach einem heißen Bad mit duftenden Badeessenzen und einem dicken weichen Handtuch, mit dem ich mich einhüllen kann. Danach eine Orgie aus Cremen und Ölen, die meine Haut wie ein Schwamm aufsaugen würde.

Stattdessen liege ich auf einem stinkigen Strohlager, in den Armen eines mysteriösen Unbekannten, auf der Flucht vor meinen Häschern und vertraue ihm mein Leben an. Ich habe Furcht vor ihm. Gleichzeitig fühle ich mich in einem Maß von ihm angezogen, dass mich schwindelig macht. Seine eindrucksvolle physische Präsenz, die außergewöhnlich Ausstrahlung, der hypnotische Blick und die gebieterische Stimme machen ihn unwiderstehlich. Andererseits spüre ich, die undurchdringliche, fast wesenhafte Dunkelheit, die von ihm ausgeht.
Wie viele Leben hatte er genommen? Wie viel Blut vergossen? Schuldig oder unschuldig. Wie oft dem Tod ins Angesicht gesehen? Er war furchtlos, bis zur Selbstzerstörung. Ich hatte es selbst gesehen.

Malachias brachte mich zu dem vereinbarten Treffpunkt. Etwas war schiefgegangen und wir wurden entdeckt. Ich war den Gegnern so wichtig, dass man mich mit einem Trupp von hundert Soldaten jagte. Lächerlich. Die Flucht war vereitelt ehe sie begonnen hatte. Bis er die Schwerter zog. Er streckte die Angreifer mit eine Präzision nieder, die ihres gleichen suchte. Eiskalt. Kein Zaudern in seinem Blick. Kein Zögern, wenn er die Schwerter durch Fleisch und Knochen fahren ließ. Jeder Schlag ein Treffer. Trotz seiner Größe und Kraft bewegte er sich elegant und leichtfüßig wie ein Tänzer. Ein Tänzer des Todes in einem Ballett des Verderbens. Ich glaubte nicht an Götter und Dämonen, aber er brachte meine Überzeugung ins Wanken. Nachdem er die Hälfte der Soldaten geschlachtet hatte, ergriffen die anderen die Flucht. Er wischte das Blut vom Stahl und steckte die Schwerter zurück in ihre Holster. Nicht ein Haar hatte man ihm gekrümmt. Gab es einen Gegner, dem er nicht standhalten konnte?

„Schlaf und hör auf nachzudenken.“

Schreckte mich seine tiefe Stimme aus meinen Gedanken.

„Ich dachte, du schläfst?“

„Ich schlafe nie.“

Der Gedanke, zu keiner Zeit Ruhe zu finden, schmerzt mich körperlich.

„Hast du niemals geschlafen?“

„Doch, aber das muss tausend Jahre her sein. So fühlt es sich jedenfalls an.“

„Warum hast du den Auftrag von Malachias angenommen?“

„Er war einer der wenigen Menschen, die gut zu mir waren, wenn man zu unsereins gut sein kann. Und er hat mich gebeten den letzten Nachkommen des Hauses Schador zu beschützen.“

Er schweigt, aber ich weiß, er verheimlicht mir etwas.

„Den anderen Grund kannst du nicht verstehen“, fährt er fort, „dazu bist du zu jung. Schlaf jetzt.“

Ich habe noch so viele Fragen. Plötzlich streicht er mir über die Augen. Dunkelheit.

 

Fotzsetzung in Planung 🙂

Read Full Post »

Herz Überschlag

Augen Blicks Grün

Frühling sprießt

Auf Tau Lippen

Fließen Liebesworte

Duften wie Sonnentage

 

Verborgen im Feuchten

Mooswinkel Dunkel

Schenke ich dir

Die rote Blume

 

Pflückst ihre Blätter

Mit sanfter Zunge

Kostest Süße

Trinkst den Rausch

Aus Lust und Gier

 

In einem Zug

Atemlos geleert

Auf Glases Grund

Kein Tropfen

 

Bis zum Morgen

Schlafen

Erwachen

In deinem Arm

Sehnsuchtssüchtig

Read Full Post »

Glas essen. Zerrieben und zermalmtes Glas. Aus dick- und dünnwandigen Gläsern. Grünes, braunes und weißes Glas. Zermahlen zu winzigen Splittern werden sie mir eingetrichtert. Ich sehe, wie er mir dabei zusieht. Seine angsteinflößende Fratze zu einem Lächeln verzogen. Ich winde mich in Schmerzen und will ihn von mir werfen, aber es gelingt mich nicht, bin gefangen in meinem Traum. Er lässt mich nicht entkommen, weidet sich an meiner Angst, meinem Schmerz, der ihn aufbläht, immer stärker werden lässt und neue schreckliche Trugbilder ersinnt. Sie erscheinen so klar, als wären sie Wahrheit und meine Gefühle drohen mich zu überwältigen. Kein Schrei wird hier gehört, kein Laut der diesen Zauber brechen kann, dringt in dies Welt aus Illusionen und Erinnerung, die sich vermischen und mich jede Nacht dem Tode nahe bringen. Eine Qual, der ich entkommen muss und doch nicht kann. Schlafen will ich, einfach schlafen. Bin ausgezehrt und finde keine Ruhe. Mein Geist versinkt bei Nacht in dunklen Schatten, die kein Tageslicht mir mildern kann, denn ist der Tag verglüht, beginnt die neue Nacht mit ihren Schrecken. Wo kann ich müßig sein, mich erfrischen? Wohin ich auch geh, der Nachtmahr findet mich und gönnt mir kein Erbarmen.

 

Morpheus

 

Morpheus

Komm über mich

Hüll mich ein

In deine Nacht

Tröstende Dunkelheit

Leg sie auf meine Träume

Damit kein Alb mich drückt

Mich weckt aus meiner Stille

 

Komm Morpheus

Leg deine kühle Hand

Auf meine Augen

Halt die stürmischen Gedanken an

Damit der Schlaf nicht flieht

 

Komm Morpheus

Küss mein ruheloses Herz

Nie lässt es los

Kommt nicht zur Ruh

Es zehrt mich aus genug bei Tag

Kann nicht die Nacht noch geben

 

Komm Morpheus

Wieg mich sacht

In deinen starken Armen

Finde ich endlich Ruhe

Versüß mir meine Träume

 

Die Texte entstanden nach dem Bild von Johann Heinrich Füssli, der den Romantikern zugerechnet wird.

 

Read Full Post »

%d Bloggern gefällt das: