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Posts Tagged ‘Schrank’

Ein gestohlener Ring, Angst vor Spinnen, ein unheimlicher Fremder

Ich drückte mich in die enge Nische zwischen Schrank und Wand. Die schweren Schritte auf dem Flur entfernten sich. Meine Angst vor dem Eindringling war größer, als die panische Angst, die ich vor Spinnen hatte. Unter normalen Umständen hätte ich mich niemals, never ever, in diese Nische gequetscht. Ich lauschte angespannt. Die Haustür fiel krachend ins Schloss. Eine Dreistigkeit, dachte ich, es scheint ihm überhaupt nichts auszumachen, gesehen zu werden. Ich verließ mein Versteck und rief die Polizei.

***

„Fehlt etwas?“

Kommissar Harris sah mich aufmerksam an. Ich nickte und wischte mir ein paar Tränen von den Wangen.

„Ja, der Ring meines Vaters. Ein Erbstück, seit Generationen im Besitz unserer Familie.“

„Sonst nichts?“

Ich schüttelte den Kopf. Ich musste den Ring zurückbekommen. Unbedingt!

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Eisberg, Kette, Schrank, träge

Der Luxusliner glitt träge, wie ein alter Wal, an dem Eisberg vorbei. Ich hielt mich an der dicken Eisenkette fest, die den Aufgang zum oberen Deck sicherte. Mein Herz klopfte bis zum Hals. Titanic, dachte ich, Eisberge und Kreuzfahrtschiffe sind keine gute Kombination.

Die Szene, in der sie sich später in einem alten Schrank verstecken muss, weil die Frau ihres Liebhabers plötzlich in die eheliche Kabine zurückkehrt, ist nur gedacht *ggg*.

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„Ich habe dir meine besten Jahre geopfert“, schrie Marie.

Sie wischte mit einer ausladenden Handbewegung seine Zeitung, Brille und Kaffeetasse vom Tisch. Die Tasse flog gegen den Schrank und zerbrach, als sie auf den Boden krachte. Der Kaffee rann über die Schranktüren und tropfte gemächlich auf die weißen Fliesen.

Beinahe in Zeitlupe hob Günni den Kopf und sah sie an, als wäre es das erste Mal. Träge erhob er sich, sammelte die Zeitung und die Brille auf, dann setzte er sich wieder.

Marie folgte dem Schauspiel mit aufgerissen Augen und offenem Mund. Sie griff nach dem massiven Glasstövchen und warf es in Günnis Richtung. Als es auf seinen Kopf traf, hörte sie ein hässliches Geräusch. Günni kippte beinahe in Zeitlupe zur Seite. Das Blut tropfte gemächlich auf die weißen Fliesen.

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Schatten, geschnitzt

Ich verbarg mich im Schatten eines riesigen Wäscheschrankes. Er hatte beinahe die Größe meiner Einzimmerwohnung und war über und über mit Schnitzereien bedeckt. Sie zeigten Szenen des häuslichen Lebens eines weit zurückliegenden Zeitalters. Ob dieser Schrank jemals bewegt worden war? Wie viele Menschen würde es brauchen ihn von Ort und Stelle zu bewegen, dachte ich und schalt mich sofort. – Konzentrier dich! Du hast gerade andere Probleme. – Ich lauschte. Stille. Ich schob mich wachsam aus meinem Versteck und wollte so schnell wie möglich diesen unheimlichen Teil des Hauses verlassen, als eine tiefe Stimme hinter mir sagte: …

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