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Posts Tagged ‘schwül’

Es war früher Nachmittag, die unbewegte Wasserfläche glitzerte in der Sonne, die hoch am Himmel stand. Es herrschte eine ungewöhnliche Stille. Die Bäume schwiegen erschöpft in der schwülen Hitze und auch die Vögel, deren Gezwitscher sonst immer einen Klangteppich im Hintergrund bildeten waren nicht zu hören. Ich saß geraume Weile unter einer Weide, an ihren dicken Stamm gelehnt und harrte der Dinge, die kommen würden. In dem drückenden Schweigen hatte ich das Zeitgefühl verloren und leise Zweifel stiegen in mir auf, dass der alte Mann mich genarrt hatte, um seinen Spaß zu haben. Gerade, als ich darüber nachdachte meine Sachen zusammenzusuchen und den Heimweg anzutreten, erhob sich aus dem Nichts ein Summen. Das muss es sein, schoss es mir durch den Kopf und ein Gefühl von Spannung und Angst erfasste meinen Körper, das meine Sinne schärfte.

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Die Stille ist dumpf und feucht. Der Nachthimmel ist von schweren Wolken verdeckt. Ich höre den ersten Donner grollen. – Endlich. – Ich stehe barfuß auf der Terrasse, die Fliesen unter den Füßen sind warm. Wieder brummt ein Donner zu mir herüber. Er ist noch einige Kilometer weg. Ich kann die Blitze in der Ferne sehen, aber der Paukenschlag braucht eine ganze Weile, bevor er an meine Ohren dringt. Nun frischt die Luft auf. Eine Brise, erst lau und feucht rollt über mich hinweg. Die nächsten Winde werden deutlich kühler. Blitz und Donner folgen jetzt schnell aufeinander. Der Wind trägt das Gewitter in hastigem Tempo näher. Ich atme tief durch. Die ersten Regentropfen fallen, wie winzige Perlen, dann bricht es aus dem Himmel hervor, als öffneten sich alle Schleusen. Ich breite meine Arme weit aus, strecke mein Gesicht dem Wasser entgegen und warte bis die Feuchtigkeit meine erhitze Haut abkühlt. Dann gehe ich hinein und trockne mich ab.

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