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Posts Tagged ‘Sterne’

Herbst von Rilke

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh Dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Ich liebe Rilke …. ich kann nichts dafür 😉 . Wenn ich seine Zeilen höre, dann ist es, als würde eine Glocke in meinem Inneren angschlagen. Und wie oft ich die Verse auch wieder lese, es ist jedes Mal so. Unglaublich – unglaublich schön.

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Zerbrochen

Der bunte Traum

Vom großen Glück

Zerbrach in tausend Stücke

Wir trafen uns unter dem Lachen

Der goldenen Sterne

Und doch fielen

Die letzten Blätter unserer Geschichte

Mit dem eisigen Wind

Der aus Norden kam

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Auf der Reise

Auf der Reise

Durch die Nacht

Wieg ich dich

Ganz sacht

In meinen Armen

Schließ die Augen

Finde Ruhe

Dein Haupt gebettet

In meinen Schoß

 

Wache

Über deinen Schlaf

Kein böser Traum

Soll dich erschrecken

Kein Tier der Nacht

Dich wecken

Kein Dämon

Kein Engel

Dich besuchen

 

Nur das sanfte Licht

Des Mondes

Soll uns scheinen

Um den Weg

Dir zu erleuchten

Der dich trägt

Ins Land der Fantasie

 

Tausend Sterne

Sehn uns tanzen

Zwischen Tag und Traum

Bis wir müde

Von dem Reigen

In die weichen Kissen

Sinken

 

Von unserer Liebe

Trinken

Bis berauscht

Von diesem Trank

Wir eng umschlungen

Entschlummern

Bis zum Morgen

Der uns wach küsst

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Tausend Worte reichen nicht

Zusagen was ein Dichter fühlt

Tausend Sätze, tausend Seiten nicht

Zu sagen was uns treibt

Tage zu Nächten,

Nächte zu Tagen werden lässt

Immer auf der Suche nach Worten

Wie ein Rausch

 

Ohne Worte

Sterne stehen

Ungeschrieben fest

Seit Ewigkeiten

Über meinem Himmel

So wie über deinem

 

Seh ich auf

Dann seh ich

Deinen Himmel und du meinen

Die Zeit vergeht

Wir gehen mit

Aber die, die nach uns kommen

Sehen die selben Sterne

Sie sehen uns in ihnen

 

Sie sehen unser Leid

Sie sehen unsere Freude

Unsere Qualen und unsere Träume

So wie wir die die vergangen sind

Wir geben ihnen unsere Worte

Damit sie ewig werden

In unserem Himmel

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Rosennacht

Heute will ich dir zu Liebe Rosen fühlen

Rosen fühlen dir zu Liebe

Dir zu Liebe heute lange lange nicht gefühlte Rosen fühlen

 

Alle Schalen sind gefüllt

Sie liegen in sich selber jede hundert Male

Wie von Talen ausgefüllte Tale

Liegen sie in sich und überwiegen

 

So unsäglich wie die Nacht

Überwiegen sie den Hingegebnen

Wie die Sterne über Ebnen

Überstürzen sie mit Pracht

Rosennacht Rosennacht

 

Der Text ist aus dem Rilke Projekt entlehnt, den Hannelore Elsner vorträgt. Wer Rilke Gedichte mag, dem sei diese Mischung aus wundervoller Musik, interesanten Stimmen und den genialen, herrlichen Gedichten von Rilke wärmstens empfohlen.

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