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Posts Tagged ‘Stillstand’

Ich liebe die Stille der Nacht. Das eingehüllt Sein in das sanfte Licht einer Lampe. Die Zeit verlangsamt sich auf magische Art und Weise. Die hektischen Dinge des Tages verblassen langsam und ich atme auf. Ich mache es mir in meinem kuscheligen Bett oder in meiner Sofaecke gemütlich, im Hintergrund leise Musik und lese ein Buch, lasse mich in andere Welten entführen.

Musik ist keine Stille? Für mich kann auch Musik Stille sein. Wenn ich in einem Gedankenkarussell stecke, mache ich ganz laut Musik an. Das versetzt meinen Körper in Schwingungen und ich muss mich bewegen. Ich tanze, hüpfe herum und mache die ganz große Geste – und das Karussell in meinem Kopf kommt zum Stillstand. Die unnütze Energieverschwendung meiner Synapsen fließt in das Tanzen.
Ich liebe die Stille eines Wintermorgens, wenn noch alles dunkel ist, nur die Straßenlaternen geben Licht und in ihrem Kegel tanzen dicke weiße Flocken.

Ich liebe die Stille eines Sommermorgens um halb fünf. Wenn die Vögel ihre euphorischen Konzerte abhalten und die Morgensonne begrüßen.

Ich liebe die Stille zwischen zwei Menschen, die sich in die Augen schauen. Wenn Blicke mehr bedeuten als Worte.

Stille ist so viel mehr als Abwesenheit von Geräusch. Ein Zustand, der uns in der technisierten Welt um uns herum kaum vergönnt ist. Stille kann ein innerer Zustand sein, in dem wir zur Ruhe kommen, unsere Energien aufladen. Ich brauche den Ausgleich der Stille, um in dieser lauten Zeit wieder denken und atmen zu können.

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„Fang an. Dadurch allein wird das Unmögliche möglich werden.“
Thomas Carlyle

Ein tolles Sprichwort und eine gute Motivation. Letzte Woche saß ich mit meiner Freundin am Tisch, beim Kaffee, und wir stellten (mal wieder) entsetzt fest, wie erschöpft und ausgelaugt wir sind – und das Jahr hat erst angefangen!

Unsere zweite Feststellung galt der Tatsache, dass DAS nicht so weiter gehen kann! Job, Haushalt und dann noch: endlich das Buch zu ende schreiben, dass wir eigentlich schon letztes Jahr fertig haben wollten und das in unserem persönlichen Alltagschaos untergegangen ist.

Aber wie führt man eine Veränderung herbei? Egal wie blöd der Chef sein mag, wie wenig Stundenlohn wir bekommen, oder wie sehr uns die Arbeit unterfordert oder schlaucht, wir wissen, was wir haben. Suchen wir uns einen neuen Job, nicht. Ähnlich ist es mit dem Haushalt. Du weißt, wie es geht, die anderen murren und haben keine Lust, also machen wir es wie immer selbst. Geht auch schneller.

Andererseits hemmen die Angst vor dem Neuen und die Routine unsere Veränderung. Es hindert uns einen neuen Weg auszuprobieren. Und eins steht leider fest: Stillstand ist Rückschritt. Die Zeit vergeht, die Chancen verstreichen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Leben mit Angst ist nur halb gelebt. Solange wir leben können wir neu anfangen und man muss es auch, das hat mich das letzte Jahr gelehrt! Ich möchte mir am Ende meines Lebens nicht sagen: „hättest du nur, aber du hast nicht… (dies oder jenes getan). Ich möchte nicht erst totkrank oder altersschwach sein, um dann zu merken, dass ich die guten Gelegenheiten zur Veränderung verpasst habe.

In den letzten Tagen hat sich eine Art Urknall angekündigt. Ich muss meinen beruflichen Werdegang überdenken, und zwar zügig. Eigentlich halte ich nicht so viel von Schnellschüssen, nachdem ich damit schon auf die Nase gefallen bin. Allerdings muss ich zugeben, dass ich kaum so schnell über eine Veränderung nachgedacht hätte, wenn mir dass von außen nicht aufgezwungen worden wäre. Also muss ich in die Strümpfe kommen, was bleibt mir übrig? Geld mag nicht glücklich machen, aber ohne bleibt die Küche kalt. Das ist auch nicht das Wahre.

Ich versuche diesen Zustand nicht als negativ zu sehen, sondern als Chance. Wer weiß, was sich für Türen öffnen?

„Nie entmutigt sein. Geheimnis meines Erfolgs“, sagte Hemingway. Ich gebe zu, das schaffe ich nicht, nie entmutigt zu sein, aber ich versuche mich daran zu erinnern, was ich alles kann, dass ich meine Mitmenschen mag und das es immer einen Ausweg gibt, egal wie utopisch sich dies in dem Moment anhört. Veränderungen kommen nicht von heute auf morgen, aber wir müssen den ersten Schritt tun, damit wir weiterkommen. Also dann, auf die Plätze, fertig, go!

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