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Posts Tagged ‘Stück’

Du bist meine Achillesferse

Mein kostbarstes Stück

Kein Schmerz soll dich treffen

Mein Verständnis ohne Ende

Nur du bist wichtig

Wenn du unglücklich bist

Kommen mir dir Tränen

Fühlst du eine Sorge

Trifft sie mich doppelt

Bist du Glücklich

Bin ich zufrieden

 

Und doch

Mit jedem Wort von mir

Entfernst du dich

Baust eine Mauer

Aus Widerwillen

Gute Argumente sterben

Verwehen – Asche im Wind

Platzen wie Seifenblasen

Auf rauem Grund

 

Meine Liebe ist armselig

In deinen Augen

Du denkst ich bin bedürftig

Kannst nicht sehen

Dass es echt ist

Ohne Täuschung und Hintergedanken

Ich habe mein Herz geöffnet

Auf dem Silbertablett serviert

Nichts zurückgehalten

 

Liebe muss nicht kämpfen

Liebe ist

Liebe muss nicht betteln

Liebe gibt

Liebe muss nicht reden

Liebe versteht

Liebe schwankt nicht

Liebe besteht

Liebe muss nichts beweisen

Liebe existiert

Liebe läuft nicht davon

Liebe bleibt

 

Ich bin meine Achillesferse

Mein kostbarstes Stück

Du kannst mich nicht sehen

Dich nicht ganz erfassen

Mein Gefühl für dich

Hat mich verwundbar gemacht

Ich klebe Pflaster auf die Wunde

Lerne aus dem

Was man Leben nennt

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Beton und Glas

Hochhäuser

Kratzen an Wolken

Brechen den Himmel

Auf für Sonnenstrahlen

Erhellen den dunklen

Morgen aus Einsamkeit

Du siehst wie ich

Denselben Himmel

Ein Stück Blau

Deine glänzenden Augen

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Rosalie tritt aus dem Haus. Der alte Turm ist nur einen Steinwurf entfernt. In der mondlosen Nacht unter einem wolkenverhangenen Himmel hebt er sich nur schemenhaft gegen die Landschaft ab. Ihre Finger klammern sich um den Griff der Taschenlampe. Um nicht auf sich aufmerksam zu machen, nähert sie sich dem Turm ohne sie einzuschalten. Ein kühler Wind fährt in die Baumkronen der alten Eichen und erfüllt die Luft mit einem anwachsenden Rauschen.

Rosalie zieht den Kragen ihrer Jacke höher. Wachsam geht sie um den Turm herum. Sie kann nichts Auffälliges entdecken. Dann legt sie die Hand auf die Klinke der schweren Eichentür und drückt sie herunter. Der Riegel springt auf und die Tür öffnet sich einen winzigen Spalt. Rosalies Herz macht einen aufgeregten Hüpfer.

Sie drückt die Tür weiter auf, tritt ins Treppenhaus. Drinnen lauscht sie angestrengt. Doch das Tosen des Windes macht es unmöglich andere Geräusche zu erkennen. Sie schaltet die Taschenlampe an. Neben der Tür windet sich eine abgetretene Steintreppe in die Höhe, vor ihr öffnet sich ein Durchgang. Rosalie leuchtet hinein. Es öffnet sich ein Innenraum von der Grundfläche des Turms. Der Boden ist mit Holzplanken ausgelegt. Sie haben im Lauf der Jahrhunderte einen dunklen, beinahe schwarzen Ton angenommen. An einigen Stellen wurden sie durch neue ersetzt, dort ist ihre Farbe heller. An einer Stelle hat jemand ein paar Möbelstücke zusammengeschoben. Rosalie tritt ein und lässt den Strahl der Lampe durch den Raum gleiten.

– Was ist das? – Sie schwenkt den Strahl ein Stück zurück und hält dich über dem Boden an. Es sieht aus, als hätte sich eine der Holzplanken gelöst. Sie wölbt sich ein Handbreit nach oben. Rosalie geht vorsichtig weiter. Sie spürt die Bewegung der Dielen unter ihren Füßen. Als sie näher kommt erkennt sie, dass das Brett aus dem Boden gewuchtet wurde. Sie legt die Lampe neben sich und hebt das Brett an. Darunter öffnet sich eine unheimliche Leere.

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„Lerne etwas über das Leben.

Schneide dir mit dem Silbermesser ein großes Stück heraus,

ein großes Stück vom Kuchen.

Lerne, wie die Blätter an den Bäumen wachsen.

Mach die Augen auf (…)

Lerne, wie der Mond im Nachtfrost vor Weihnachten untergeht.

Öffne deine Nase.

Rieche den Schnee.

Lass das Leben zu.“

Sylvia Plath

Ist sie nicht wunderbar!

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