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Posts Tagged ‘Täuschung’

Du bist meine Achillesferse

Mein kostbarstes Stück

Kein Schmerz soll dich treffen

Mein Verständnis ohne Ende

Nur du bist wichtig

Wenn du unglücklich bist

Kommen mir dir Tränen

Fühlst du eine Sorge

Trifft sie mich doppelt

Bist du Glücklich

Bin ich zufrieden

 

Und doch

Mit jedem Wort von mir

Entfernst du dich

Baust eine Mauer

Aus Widerwillen

Gute Argumente sterben

Verwehen – Asche im Wind

Platzen wie Seifenblasen

Auf rauem Grund

 

Meine Liebe ist armselig

In deinen Augen

Du denkst ich bin bedürftig

Kannst nicht sehen

Dass es echt ist

Ohne Täuschung und Hintergedanken

Ich habe mein Herz geöffnet

Auf dem Silbertablett serviert

Nichts zurückgehalten

 

Liebe muss nicht kämpfen

Liebe ist

Liebe muss nicht betteln

Liebe gibt

Liebe muss nicht reden

Liebe versteht

Liebe schwankt nicht

Liebe besteht

Liebe muss nichts beweisen

Liebe existiert

Liebe läuft nicht davon

Liebe bleibt

 

Ich bin meine Achillesferse

Mein kostbarstes Stück

Du kannst mich nicht sehen

Dich nicht ganz erfassen

Mein Gefühl für dich

Hat mich verwundbar gemacht

Ich klebe Pflaster auf die Wunde

Lerne aus dem

Was man Leben nennt

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„Warum?“
„Ich weiß es nicht.“
„Du hättest es mir sagen können!“
„Nein, hätte ich nicht.“
„Wieso? Ich dachte, wir wollten immer ehrlich sein!“
„Ja. Trotzdem. Jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt, dann sah ich dich an und schwieg doch. – Und was nun?“
„Ich weiß es nicht.“

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Der Zug donnert mit ohrenbetäubender Geschwindigkeit über die Gleise. Die Schienen beben, der Felsspat zwischen den Bohlen schleudert nach oben. Ich sehe ihn immer näher kommen, kannt mich nicht rühren. Schweiß steht mir auf der Stirn, mein Herz rast. Ich muss springen. Von den Gleisen weg. Spring! Schreit die Stimme in meinem Kopf. Ich bin gelähmt. Nur noch wenige 100 Meter. Ich höre den Lokführer brüllen, die Bremsen kratzen auf dem Eisen, Funken stieben auf. Ich rieche das Feuer. Schließe die Augen.

Schreiend fahre ich hoch. Der Pyjama klebt auf der Haut. Immer wieder dieser schreckliche Traum. Ich krieche aus dem Bett. Ein kranker Mond scheint durch mein Fenster und wirft Schatten auf meine Decke. Ich schleiche zur Toilette. Vielleicht liegt es am Kaffee. Aber die Kanne war fast voll gewesen und ich hatte nicht wiederstehen können.

Wann hatte ich das schon gekonnt? Wiederstehen? Wollte ich das überhaupt? Das Urteil über mich war sowieso gefällt und was konnte ein zerbrechliches Geschöpf dagegen tun.

Meine Täuschungsabsicht war aufgeflogen und ich hatte Job, Freund und selbst Feind verloren. Ich folgte einem unsichtbaren Muster, dass ein launisches Schicksal für mich gestrickt hatte. Einsam und allein. Man konnte allein sein, ohne einsam zu sein. Ich war gnadenlos einsam und allein. Kein Mensch wagte es sich mir zu nähern oder Partei für mich zu ergreifen. War das mein Urteil für die Ewigkeit? Die Verräterin, die Ausgestoßene zu sein?

Diese nagenden, brennenden Gefühle, die in meinem Bauch aufsteigen sich durch meinen ganzen Körper ziehen und meine Gedanken immer wieder kreisen lassen. Was wäre, wenn ich ihn nie getroffen hätte? Was wäre, wenn ich an diesem Tag meine Mutter besucht hätte? Was wäre, wenn mein Freund bei mir gewesen wäre?

Er hatte mich gesehen, meine Zweifel, meine Sehnsucht, meine Unsicherheit und hatte mich für seine Machenschaften benutzt. Wir tanzten die ganze Nacht. Ich hatte das Gefühl weit fort von allem zu sein. In seinen Armen. Seine Lippen meinen ganz nah. Ich hatte nicht wiederstehen können und er hatte es gewusst.

Die Briefe kamen per Express und noch bevor ich sie öffnete, ahnte ich ihren Inhalt. Der Sturz war lang und er endet noch lange nicht.

Morgen beginnt der Prozess und ich werde ganz vorne stehen. Einsam. Im Blitzlichtgewitter der Fotografen, die endlich ihr Sommerloch stopfen können. Ich stürze und stürze, solange bis mich die Justiz durch jede Mangel getrieben hat, die ihr zur Verfügung steht und nichts mehr von mir übrig sein wird, als eine leere, hohle Hülle.

Er wird weit fort sein und einen anderen Schwan finden, dem er das Gefieder ausreißen kann. Einem, der ihm nicht wiederstehen kann.

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