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Posts Tagged ‘Traum’

Traum

„Traum ist Brokat der von dir niederfließt,

Traum ist ein Baum, ein Glanz der geht, ein Laut -;

ein Fühlen das in dir beginnt und schließt

ist Traum; ein Tier das dir ins Auge schaut

ist Traum; ein Engel welcher dich genießt

ist Traum. Traum ist das Wort, das sanften Falles

in dein Gefühl fällt wie eine Blütenblatt

das dir im Haar bleibt: licht, verwirrt und matt -,

hebst du die Hände auf: auch dann kommt Traum,

kommt in sie wie das Fallen eines Balles -;

fast alles träumt -,

du aber trägst das alles.“

Auszug aus Rilkes „Und sagen sie“, Paris Juni 1906

Rilke ist einer der besten Dichter, die ich je gelesen habe. Tatsächlich findet er Worte für Dinge, Situationen, Gefühle, für die es kaum welche gibt. Ich finde ihn großartig.

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Zerbrochen

Der bunte Traum

Vom großen Glück

Zerbrach in tausend Stücke

Wir trafen uns unter dem Lachen

Der goldenen Sterne

Und doch fielen

Die letzten Blätter unserer Geschichte

Mit dem eisigen Wind

Der aus Norden kam

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Halte die Zeit

Für mich an

Einen Moment

Für den Blick zurück

Du und ich

 

Wir waren jung

Ungestüm und dumm

Was hätte sein können

Ist an uns vorbei gegangen

Viele Tränen vergossen

Bis der Fluss versiegte

 

Halte die Zeit

Für mich an

Verschwendete Stunden

Vergangenes Glück

Ich wünsche es

Manchmal zurück

 

Für einen Kuss

Für einen Atemzug

Eine Stunde meiner Jugend

Einen ausgeträumten Traum

Nur einen Augenblick

Halte die Zeit

Für mich an

Die Inspiration kommt von einer meiner Lieblingsbands: Simply Red mit „Holding back the years“.

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Glas essen. Zerrieben und zermalmtes Glas. Aus dick- und dünnwandigen Gläsern. Grünes, braunes und weißes Glas. Zermahlen zu winzigen Splittern werden sie mir eingetrichtert. Ich sehe, wie er mir dabei zusieht. Seine angsteinflößende Fratze zu einem Lächeln verzogen. Ich winde mich in Schmerzen und will ihn von mir werfen, aber es gelingt mich nicht, bin gefangen in meinem Traum. Er lässt mich nicht entkommen, weidet sich an meiner Angst, meinem Schmerz, der ihn aufbläht, immer stärker werden lässt und neue schreckliche Trugbilder ersinnt. Sie erscheinen so klar, als wären sie Wahrheit und meine Gefühle drohen mich zu überwältigen. Kein Schrei wird hier gehört, kein Laut der diesen Zauber brechen kann, dringt in dies Welt aus Illusionen und Erinnerung, die sich vermischen und mich jede Nacht dem Tode nahe bringen. Eine Qual, der ich entkommen muss und doch nicht kann. Schlafen will ich, einfach schlafen. Bin ausgezehrt und finde keine Ruhe. Mein Geist versinkt bei Nacht in dunklen Schatten, die kein Tageslicht mir mildern kann, denn ist der Tag verglüht, beginnt die neue Nacht mit ihren Schrecken. Wo kann ich müßig sein, mich erfrischen? Wohin ich auch geh, der Nachtmahr findet mich und gönnt mir kein Erbarmen.

 

Morpheus

 

Morpheus

Komm über mich

Hüll mich ein

In deine Nacht

Tröstende Dunkelheit

Leg sie auf meine Träume

Damit kein Alb mich drückt

Mich weckt aus meiner Stille

 

Komm Morpheus

Leg deine kühle Hand

Auf meine Augen

Halt die stürmischen Gedanken an

Damit der Schlaf nicht flieht

 

Komm Morpheus

Küss mein ruheloses Herz

Nie lässt es los

Kommt nicht zur Ruh

Es zehrt mich aus genug bei Tag

Kann nicht die Nacht noch geben

 

Komm Morpheus

Wieg mich sacht

In deinen starken Armen

Finde ich endlich Ruhe

Versüß mir meine Träume

 

Die Texte entstanden nach dem Bild von Johann Heinrich Füssli, der den Romantikern zugerechnet wird.

 

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