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Posts Tagged ‘Umarmung’

„Wann haben sie Henry March das letze Mal gesehen?“

Kommissar Harris sah Miss Nadine mit strengem Blick an. Sie zuckte mit den Schultern.

„Es scheint ihnen nicht viel auszumachen, dass er vermisst wird. Ich dachte, er sei ihr Verlobter.“

Nadine überlegte kurz, ob sie eine Träne herausdrücken sollte, aber ihr Blick in Kommissar Harris Gesicht ließ sie daran zweifeln, dass dies eine Wirkung gehabt hätte. Sie entschloss sich ihm die Wahrheit zu sagen.

„Nein, Kommissar Harris, es macht mir nichts aus. Mister March und ich waren verlobt, aber nicht auf meinen Wunsch hin. Vermutlich wissen sie, dass er ein reicher Mann war, um nicht Nabob zu sagen. Eine Tatsache, die meine Eltern motiviert haben, mich an ihn zu verkaufen.“

Nadine hilt inne. Stimme hatte einen scharfen bitteren Klang angenommen. Sie atmete ein paar mal durch, dann hatte sie sich wieder gefasst.

„Ich nehme an, dass erklärt mein Desinteresse an Mister Marchs Aufenthaltsort. Und um auch das noch zu klären, ja, ich hoffe, er taucht nie wieder auf. Sonst sähe ich mich gezwungen, durchzubrennen.“

Kommissar Harris konnte sich, trotz des Ernstes der Situation, ein Lächeln nicht verkneifen. Er war Mister March einmal begegnet und war zu der Ansicht gekommen, einen arroganten, bösartigen Mann vor sich zu haben. Dass Miss Nadine sein Verschwinden nicht bedauerte, konnte er durchaus nachvollziehen. Sie war eine apparte dunkelhaarige Schönheit mit faszinierenden grünen Augen und einer reizvollen Figur.

„Gut“, sagte er wieder ernst und erhob sich. „sie haben ihren Standpunkt klar dargestellt.“ Harris wandte sich von Nadine ab und ging ans Fenster. Sein Blick fiel auf einen weitläufigen gepflegten Garten. „Würden sie mir bitte jetzt die Frage beantworten, wann sie Mister March das letzte Mal gesehen haben.“

„Es muss am Dienstag gewesen sein“, antwortete Nadine mit ihrer melodischen Stimme, „als ich ihn in inniger Umarmung mit unserer Hausdame erwischte.“

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Eine kaputte Armbanduhr, Pfefferminz-Bonbons, eine Umarmung, die etwas zu lange dauert.

Dieser Tag fing nicht gut an – zuerst kam ich zu spät ins Büro, weil meine Armbanduhr kaputt war und ich mich beim Bäcker verquatschte. Dann wollte mein Chef einen Pfefferminz-Bonbon, frischer Atem vor der Präsentation, um mich zu umarmen! Das allein war schon schräg, aber die Umarmung dauerte etwas zu lange, dabei glitt seine Hand ganz sanft in Richtung meines unteren Rückens. Zum Glück klingelte das Telefon und beendete diesen merkwürdigen Moment.

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Die Zugtüren glitten zusammen, noch einen kurzen Moment, dann setzte sich der Zug in Bewegung. Ich stand auf dem Bahnsteig, sah ihn hinter der Tür, groß, breitschultrig, ernst. Tausend Gedanken gingen mir bei seiner Abschiedsumarmung durch den Kopf. Ich konnte keinen in Worte fassen.
„Ich liebe dich!“, schrie ich dem Zug hinterher.

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