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Posts Tagged ‘Veranda’

Sommer im Treibhaus

Die Hitze lastete wie ein Mantel aus Blei auf der kleinen Stadt, in der jeder jeden kannte und die selten einen Fremden zu sehen bekam. Doch genau auf dem Höhepunkt der nervenzehrenden Schwüle hielt ein Wagen auf der Hauptstraße vor dem einzigen Hotel. Seine Ankunft wurde kaum bemerkt. Jeder, der in der Lage war sich zurückzuziehen, hatte sich einen möglichst schattigen Platz gesucht und hielt Siesta.

Der Fremde holte eine Reisetasche aus dem Kofferraum. Er stieg die drei Stufen zur Veranda hinauf, öffnete die Tür und trat ein.

Jimmi Shulman, einer der wenigen, die ihn ankommen sahen, berichtete später, dass die Kälte, die der Mann ausstrahlte, ihn derart erschütterte, dass er das Gefühl nicht loswurde eine eisige Klammer hätte sich um sein Herz gelegt.

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Seit Stunden fuhren wir den Highway entlang. Das Meer zu unserer Rechten azurblau mit zarten Schaumkronen. Es war wunderbar. Lange hatte ich von dieser Reise geträumt. In der Realität war es noch besser, als in meiner Vorstellung. Vincent war ein charmanter Begleiter. Als er abbog und auf das weiße Hotel zufuhr, freute ich mich auf einen angenehmen Abend, bei gutem Essen, Wein und einem Tänzchen in der Bar.

Vincent parkte den schwarzen Chevrolet unter einer Palme. Galant kam er um den Wagen herum, öffnete meine Autotür und half mir beim Aussteigen. Wir hatten die Stufen zur Veranda noch nicht erreicht, als der Concierge des Hotels auch schon die Tür auf stieß und uns mit einer schmierigen Jovialität begrüßte.

Die Inspiration lieferte „Hotel California“ 😉 von den Eagles.

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„Ich habe genug von deiner Maskerade! Ich mache nicht mehr mit.“

Er schnappte sich seinen Rucksack und stapfte zur Tür.

„Wohin gehst du?“, schluchzte sie.

Für einen Augenblick hielt er inne.

„Weg! Hauptsache weg von dir.“

„Du hast gesagt, du liebst mich.“

„Ja, irgendwann.“

„Wohin ist die Liebe gegangen?“

„Untergegangen in deinen ständigen Launen, Nörgeleien und Wünschen, die ich dir nicht erfüllen kann. – Niemand kann das.“

Resigniert senkte er den Kopf. Sie wollte sich nicht damit abfinden. Er durfte nicht gehen, sie nicht alleine lassen. Sie brauchte ihn, um sich gut zu fühlen. Vorsichtig legte sie ihm ihre schmale Hand auf die Schulter. Er zuckte zusammen und streifte sie ab.

„Du brauchst einen Helden und ich bin keiner. Ich bin ein einfacher Mann.“

„Aber ich brauche dich“, hauchte sie.

„Und ich brauche Luft zum Atmen“, erwiderte er.

Ohne sich noch einmal umzudrehen, drückte er die Klinke herunter und trat auf die Veranda. Als er die Landstraße entlang wanderte, fühlte er, wie er den Ballast der vergeudeten Jahre abwarf. Es würde etwas Neues kommen, Besseres, daran hatte er keinen Zweifel.

Der musikalisch inspirierte Text heute, stammt von Family Of The Year, Hero. Ein wunderbares Lied, mit einem guten Text …

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