Feeds:
Beiträge
Kommentare

Posts Tagged ‘Wünsche’

„Was war das Schrecklichste, das du je getan hast?“

Sander sah mich aufmerksam und mit einem lüsternen Funkeln im Blick an.

„Das ist eine merkwürdige Frage, besonders da wir uns kaum kennen“, wehrte ich ab.

Ich stand auf und ging zum Fenster. Ich wollte nicht, dass er mein Gesicht sehen konnte. Denn trotzdem wir uns erst vor ein paar Tagen in diesem Hotel kennengelernt hatten, war ich von ihm fasziniert. In verschiedener Hinsicht. Erstens war ein ausgesprochen gutaussehender Mann. Tatsächlich war er geradezu schön. Und zweitens schien er in den Menschen lesen zu können. Ihre Wünsche, ihre Neigungen – gute wie schlechte – und mehr als einmal erlebte ich, dass er ihnen ihre Geheimnisse entlockte. Wie er es machte war mir unbegreiflich. Eins war mir allerdings aufgefallen. Sander sah der betreffenden Person tief in die Augen oder er berührte sie.

Ich musste mich vor ihm in Acht nehmen. Mein Geheimnis durfte nie bekannt werden, auch wenn es bedeutete, dass ich mich von Sander fernhalten musste.

Read Full Post »

Die Nacht erstrahlt in deinem Glanz

Deine Musik beglückt meine Stille

Bewegt vom Rhythmus deines Herzens

 

Ein Wort von dir geflüstert

Bringt meine Seele zum Erklingen

Wie Glas bin ich in deiner Hand

 

Die Schwingung deiner Stimme

In meine tiefste Tiefe sinkt

Entlockst mir einen reinen Ton

 

Fasst mich mit zartem Griff

Küsst meinen Rand mit weichen Lippen

Nippst süßen Wein aus meinem Kelch

 

Rühr mich an mit deinem Geist

Der mich mit Leidenschaft befeuert

Die Worte überfließen lässt

 

Rühr mich an mit deinem Körper

Der mein Begehren weckt

Der Liebe fühlbar Form verleiht

 

Rühr mich an mit deiner Seele

Die mich erkennt und hält

Ein Spiegel meiner Wünsche

Read Full Post »

… Muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Alle Ängste, alle Sorgen
Sagt man
Blieben darunter verborgen
Und dann
Würde was uns groß und wichtig erscheint
Plötzlich nichtig und klein

… singt Reinhard Mey. Alle Wolken dieser Welt können nicht verschleiern, welche Schrecken sich auf unserer schönen Erde abspielen. Die Dinge, die mir „wichtig“ sind, sind dermaßen unwichtig, vor dem was in der Welt draußen passiert, dass ich mich frage, was tust du da eigentlich? Was bedeutet es Bücher zu schreiben, auf einen Verlag zu hoffen, der sie veröffentlicht? Was soll die Sorge um all die Alltäglichkeiten? Menschen sterben, Menschen hungern, Menschen leben auf verseuchtem Land.

Das Publikum interessiert sich dafür, welcher Promi (A bis Z Promi) sich trennt und mit wem zusammen ist. Schaut arroganten reichen Typen dabei zu, wie sie ihr Geld ausgeben und dummes Zeug reden. Nehmen Anteil daran, wie sich Leute in Pseudodokusoaps an hausgemachten (Drehbuch) Problemen abarbeiten. Wie kann das sein?

Wie ist es möglich das Menschen, die Brüder, Väter, Mütter, Schwestern, sind und Töchter, Söhne, Geschwister, Eltern, haben, andere Menschen umbringen? Was geht in Menschen vor die glauben, für eine Religion, Ideologie oder was auch immer, das „Recht“ zu haben, anderen Menschen das Leben zu nehmen?

Doch es ist nicht nur das Große, es fängt im Kleinen an. Wer hat wirklich Zeit zu zuhören, wenn es jemandem schlecht geht? Es wird lieber Geld verschenkt, als Zeit. Mitgefühl und Rücksicht verschwinden zusehends und sind schon fast veraltete Tugenden. Verständnis kostet Zeit, die wir nicht haben und die uns vielleicht einen Teil unserer Bequemlichkeit kostet.

Unser Planet ist so winzig geworden, wird sitzen alle im selben Boot und es ist erstaunlich mit welcher Vehemenz manche Menschen Löcher in dieses Boot schlagen, als würden sie nicht mit ihm untergehen.

Ich würde gerne über Hoffung schreiben – aber selbst die großen Schriftsteller sind sich nicht einig – ist Hoffnung unverzichtbar oder hoffen nur die Narren? Ich weiß es nicht. Ich wünsche, das trifft wohl eher zu.

Ich wünsche uns Hoffnung auf ein besseres Morgen.

Read Full Post »

„Bist du sicher, dass es dort unten ist?“

Jeremy warf einen skeptischen Blick auf den zerknitterten Plan.

„So sicher, wie man bei dieser Sache sein kann. Immerhin ist die Geschichte von König Artur nur eine Legende“, Ciran zuckte mit den Schultern und kramte seine Taschenlampe aus dem Rucksack.

„Aber dass es Artur gab ist wahrscheinlicher, als Merlin.“

„Wie auch immer – gehst du jetzt mit mir rein oder hast du Angst?“

„Nein, wie kommst du darauf“, wehrt Jeremy entrüstet ab, „man wird ja noch mal fragen dürfen. Wenn uns jemand erwischt, muss ich schließlich die Konsequenzen tragen.“

Ciran sah sich um.

„Weit und breit keine Menschenseele in dieser Einöde, nur Wind und das Brausen der Wellen.“

Er runzelte die Stirn und schüttelte den Kopf. Warum habe ich mich bloss dazu hinreißen lassen Jeremy in meinen Plan einzuweihen, dachte er, dieser Angsthase macht sich gleich in die Hose. Wenn ich mehr finazielle Mittel hätte, bräuchte ich ihn nicht, dann könnte ich das alleine durchziehen. Wer weiß, wenn ich richtig liege, hat meine Pechsträhne bald ein Ende.

„Los komm“, Ciran schaltete die Taschenlampe ein und deutete auf den Eingang der Ruine. „Entweder haben wir Glück, dann werden wir uns alle Wünsche erfüllen können oder wir haken das hier, als kleinen Ausflug zu einem historischen Highlight ab.“

Jeremy folgte Ciran zögernd. Merlins Zauberstab wäre eine mächtige magische Waffe, wenn es sie denn tatsächlich gibt, dachte Jeremy, und ich kann sie Ciran auf keinen Fall überlassen.

Read Full Post »

Ihr Lieben,

das neue Jahr naht mit riesen Schritten und wie das so ist – gute Vorsätze müssen ran. Es bietet sich an – vom 25.12 bis zum 6.01. sind die Raunächte, eine Zeit der Einkehr und der Stille. Wie aus dem mythologischen Brauchtum hervorgeht, eine gute Zeit sich Gedanken zu machen. Das Alte auszuräuchern und das Neue willkommen zu heißen. Wie sagt das Sprichwort: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.

Auf Jacqueline Vellguths Blog habe ich einen interessanten Beitrag gefunden: 12 Bücher in 12 Monaten

Ein bewundernswerter Vorsatz und ich werde Jacquelines Fortschritt aufmerksam verfolgen. Ich glaube, 12 Bücher in einem Jahr werde ich nicht schaffen, aber ich lasse mich gerne anstecken und habe meinen persönlichen Zieleplan aufgestellt.

Bis zum Ende des Jahres gibt es noch einigen „Kleinkram“ zu erledigen – Buchüberabeitung abschließen, Blog auf Fordermann bringen, zwei Flyer entwerfen, ein Konzept für ein Schreibwochenende fertig schreiben, und das ist allerdings schon die Vorplanung für das neue Jahr: zwei Exposes für zwei Projekte anfertigen, die schon in den Kinderschuhen stecken und die ich, plus meinem zweiten Fantasy-Roman, im ersten Halbjahr schreiben will.

Ihr habt richtig gezählt: drei Bücher in einem halben Jahr. Da ich nicht nur schreibe, sondern auch Schreibkurse leite, arbeite und einen 4 Personenhaushalt betreibe, ab und an Freizeit und mit Freunden treffen sollte auch noch drin sein, habe ich das erste halbe Jahr gut durchgeplant.

Da mir diese drei Romane sehr wichtig sind, freue ich mich darauf anzufangen. Bis zum Jahresende habe ich  noch drei Wochen Zeit einige Vorarbeiten abzuschließen, damit ich mich auf die Geschichten konzentrieren kann. Ob ich es schaffe, weiß ich nicht – aber das Ziel im Auge zu behalten wird bestimmt eine Hilfe sein. 🙂

Ich wünsche euch eine besinnliche Zeit und mögen sich eure Wünsche erfüllen

Caroline

Read Full Post »

Der Herr der Königsadler drehte seine Kreise am wolkenlosen Himmel. Ich saß am Rand der Klippen und beobachtete ihn.

Schon oft hatte ich seinem Flug zugesehen, doch diesmal war es lebenswichtig. Gerne wäre ich so frei gewesen, wie er. Weg von meinem Vater, der eine Entscheidung von mir erwartete, von der ich genau wusste, dass sie ihm nicht gefallen würde. Mein Vater gab mir deutlich zu verstehen, sollte ich mich seinen Wünsche nicht anschließen, würde das einen Hausarrest nach sich ziehen, der solange andauerte, bis ich mich beugte. Ich wünschte die Flügel auszubreiten und hoch in die lauen Frühlingslüfte zu steigen.

Unerwartet, stieß der Adler herunter. In tollkühnem Tempo raste er der Erde entgegen, auf seine Beute zu. Ich sprang auf und rannte los. Vielleicht war es mir diesmal vergönnt eine der magischen Adlerfedern zu finden und ich könnte diesen trostlosen Ort endlich verlassen.

Read Full Post »

Selbst die Meister der Literatur hatten manchmal Probleme mit dem Wollen und dem Können:

„Die Wahrheit jedoch ist, dass die übervolle Seele sich bisweilen in eine völlig leere Sprache ergießt, denn niemand von uns kann jemals das wirkliche Ausmaß seiner Wünsche, seiner Gedanken oder seiner Leiden ausdrücken; und die menschliche Sprache gleicht einem zersprungenen Kessel, auf dem wir krude Rhythmen wie für Tanzbären trommeln, während wir uns danach sehnen, eine Musik zu machen, bei der die Sterne schmelzen.“                                          Gustave Flaubert

 

Die Sterne hören mein Seufzen.

Read Full Post »

Older Posts »

%d Bloggern gefällt das: